MONUMENT – Hellhound

Band: Monument
Album: Hellhound
Spielzeit: 58:50 min.
Stilrichtung: Heavy Metal (duh)
Plattenfirma: Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 25.05.2018
Homepage: www.monumentband.com

<—- Das da, meine Freunde, ist ein übertrieben geiles Cover. Wer das auch so sieht, dem sei zu einem Besuch auf der Facebookseite von MONUMENT geraten, genauer gesagt, zur Betrachtung der vergangenen Profilbilder. Lohnt.
Widmen wir uns dem Cover genauer: Es ist auf der einen Seite recht stark im Sinne gefühlt jedes traditionellen Metal-Artworks gestaltet, mit Feuer, Apokalypse und einem bösen Maskottchen, das sogar nocht einen mythologischen Hintergrund hat. Dann wiederum sieht das Vieh aufgrund des leicht cartoonartigen Stils doch irgendwie dämlich aus, wenn auch noch etwas weniger als auf anderen Covern der Briten. Und damit wäre auch der Stil von MONUMENT beschrieben. Klassischer Heavy Metal mit extremer Nähe zu MAIDEN und PRIEST, teils ein wenig durch den Kakao gezogen. Gut, man sollte von einer Band, die aus drei Ex-WHITE-WIZZARD-Mitgliedern besteht, auch nicht unbedingt totale Ernsthaftigkeit erwarten.
Dabei sind MONUMENT keine Fun-Metal-Band der Marke JBO oder NANOWAR OF STEEL, sie persiflieren weniger, als dass sie ihren Helden auf eine humorvolle Art huldigen. Das tun sie so offensichtlich, dass man bei einem größeren Teil aller Songs doch eine gewisse Ahnung hat, welcher Song bzw. welche Songs für ihn als Vorlage dienten. Sowas ist eigentlich ein Grund für eine eher mittelmäßige Bewertung, was sich einige andere Rezensionen zu “Hellhound” klar zu Herzen genommen haben. Aber seien wir ehrlich: Dieses Konzept macht unfassbar Spaß. Klar, die meisten Songs auf “Hellhound” haben die Qualität durchschnittlicher MAIDEN-Songs (was auch schon echt eine Leistung ist), aber in Kombination mit der fröhlich-unbekümmerten Grundstimmung des Albums, dem Rätselraten, an welches Lied von MAIDEN oder PRIEST wohl der nächste Song angelehnt ist und den in nicht wenigen Fällen herrlich klischeehaften Texten (“Hellhound”: “He’s around, make no sound, try to hide, but in the end you’re found – He’s Hellhound!!”) bringt’s einfach. Und natürlich darf man nicht vergessen, dass gut kopiert keineswegs schlecht sein muss, und im Fall von “Hellhound” auch nicht ist.
Über die einzelnen Lieder soll hier gar nicht viel verraten werden. Naja, einer der Tracks klingt nach RUNNING WILD (Könnte es “William Kidd” sein? Man weiß es nicht.). Und einer wie jeder vernünftige “Ruhiger Anfang, fixes Lied, endloses Solo, Refrain, ruhiger Anfang nochmal”-Endsong eines MAIDEN-Albums (Jap, es ist “The End” mit seinem beachtlich mächtigen Mittelteil).
Der Rest bleibt Überraschung. Ach ja, die Produktion geht absolut klar, der Sänger passt hervorragend und der übrige Teil der Gruppe scheint von einer eisernen Jungfrau persönlich gezeugt worden zu sein. Rein muss gehört werden.

Fazit:
Man sagt sowas ja gerne über neu erscheinende Metalalben, aber MONUMENTs “Hellhound” ist ein klarer Kandidat für jede Metalparty-Playlist. Das Ding ist wie eine Compilation der fröhlichsten MAIDEN-Songs in noch etwas fröhlicher und mit Texten, die sich ihrer Klischeehaftigkeit absolut bewusst sind. Keine blöde Parodie – einfach klassischer Heavy Metal mit offenliegenden Einflüssen und einer guten Dosis Humor.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. William Kidd
02. The Chalice
03. Death Avenue
04. Nightrider
05. Hellhound
06. Wheels Of Steel
07. The End
08. Attila
09. Straight Through The Heart
10. Creatures Of The Night
11. Long Live Rock ’n‘ Roll
12. Deja Vu Master 1

Jannis

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