GREAT AMERICAN GHOST – Power Through Terror

Band: Great American Ghost
Album: Power Through Terror
Spielzeit: 32:58 min
Stilrichtung: Hardcore/Metalcore
Plattenfirma: eOne
Veröffentlichung: 14.02.2020
Homepage: www.facebook.com/GreatAmericanGhost/

Es kommt mehr aus Boston als DROPKICK MURPHYS oder SLAPSHOT, nämlich auch die noch relativ junge Band GREAT AMERICAN GHOST. Stilistisch tritt die Combo eher in die Fußstapfen der Hardcore Legende SLAPSHOT, ist aber nicht nur musikalisch einige Jahrzehnte jünger als die Bostoner Urgesteine. Während SLAPSHOT bereits seit mehr als 30 Jahren die Szene positiv beeinflussen, machen sich GREAT AMERICAN GHOST gerade erst auf ihren Weg dorthin.

„Power Through Terror“ heißt der neueste Dreher der Band und ist das magische dritte Album. Jetzt heißt es „make it or break it“, weitermachen oder aufhören. Und was das Bostoner Quartett hier abliefert, kann sich durchaus sehen lassen. Schon der Opener „Rat King“ kommt brachial und mit leichten NuMetal Einschlägen daher, gefolgt von dem sogar noch etwas brachialeren „Prison of Hate“, die erste Videosingle des aktuellen Albums (den Link zum Video findet ihr am Ende des Reviews).
Zusammen mit „Altar of Snakes“ bildet dieses Songtrio den perfekten Einstieg in „Power Through Terror“. Düster, brachial und knüppelhart. Doch auch die nachfolgenden Songs müssen sich hier nicht verstecken. Zwischen Wut, Frustration und manchmal auch Hass etablieren sich Songs wie der Titeltrack „Power Through Terror“, „Socialized Animals“ oder auch das mit Death Metal Granaten unterlegte „Rivers of Blood“.
GREAT AMERICAN GHOST hört man ihre Gefühlslage deutlich an. Was die 2012 in Boston, Massachusettes gegründete Band hier lautstark rausbrüllt, hat Metal Injection tatsächlich sehr gut auf den Punkt gebracht „always hateful, always pissed“. Genauso wirkt das Album. Roh und nicht immer kanalisiert, aber genau das macht die Energie auf „Power Through Terror“ aus. Extrem und fies und dabei doch gut arrangiert und mit gutem Gespür für klassisches Songwriting. Die Jungs erfinden das Genre nicht neu, aber sie interpretieren es auf sehr gute und vor allem lautstarke Art und Weise.

Fazit: Mit „Power Through Terror” werden sich GREAT AMERICAN GHOST nicht in den Hard- oder Metalcore Olymp katapultieren, aber es ist dennoch ein sehr gutes Album dabei herausgekommen. Einziges Manko ist für mich, dass der Boston 4er sein Potenzial immer noch nicht ausreichend ausschöpfen konnte oder wollte. Es fehlt das Highlight, der herausragende Track. Alle Songs sind richtig, richtig gut geworden, aber das kleine Tüpfelchen auf dem „i“ fehlt (noch). Trotz der kleinen Kritik, „Power Through Terror“ ist ein wirklich sehr gutes, lautes, extremes Album geworden, das nichts für zart besaitete Gemüter ist aber trotzdem eine Menge Spaß bietet.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rat King
02. Prison of Hate
03. Altar of Snakes
04. Power Through Terror
05. Rivers of Blood
06. Socialized Animals
07. Black Winter
08. Scorched Earth
09. WarBorn
10. No More

Tänski

Wer die Band kennenlernen möchte, hier findet ihr das Video zu „Prison of Hate”

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