EMERALD – Reckoning Day

Band: Emerald
Album: Reckoning Day
Spielzeit: 67:15 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records  
Veröffentlichung: 24.03.2017
Homepage: www.emerald.ch

Wenn man eine Band im Pure Steel-Backkatalog als „alte Hasen“ bezeichnen kann, dann sehr wohl die Schweizer Heavy/Power Metaller von EMERALD. Seit ihrem 2007er Release „Hymns To Steel“ sind sie bei Pure Steel unter Vertrag und haben seitdem noch zwei weitere bockstarke Longplayer („Re-Forged“ (2010) und „Unleashed“ (2012) veröffentlicht. Insgesamt  kann  die Band  bereits  auf  eine  20-jährige  Karriere  zurückblicken und legt nun mit neuem Line-Up das lang ersehnte 7. Studioalbum vor.
Nach  dem  Abgang  von  Sänger  Thomas L. Winkler  wurde es außergewöhnlich  still  um  die Schweizer, zumal sich die Zusammenarbeit mit dem neu verpflichteten, amerikanischen Sänger George Call (ASKA, Ex-OMEN)  aufgrund der Distanz und  wegen  terminlichen  Konflikten als äußerst schwierig entpuppte. Nach 2 Jahren trennte man sich in aller Freundschaft von George. Die Früchte dieser Zusammenarbeit sind nun dennoch in Form zweier Songs auf dem aktuellen Album „Reckoning Day“ zu hören. 
Einen mehr als würdigen Ersatz am Mikro fand man schließlich im herausragenden Schweizer Sänger Mace Mitchell, der mit seiner kräftigen und variablen Stimme die  restlichen Songs veredelte, wodurch das Album nach langer Zeit endlich fertiggestellt werden konnte. In der zweiten Albumhälfte wagen sich EMERALD mit „The Burgundian Wars“ zudem erstmalig in ihrer Karriere an ein 7 Tracks umfassendes Konzept heran, welches auf dem historischen Roman  „Der  Löwe  von  Burgund“  von  Keyboarder  Thomas  Vaucher  basiert.
Ihr seht also es wird uns viel auf dem neuen Album geboten, horchen wir also direkt mal in den Opener „Only the Reaper Wins“ rein. Nach einem langsamen, atmosphärischen Beginn legt die Nummer ordentlich los und gewinnt an Fahrt. Der neue Sänger hat eine angenehme Stimmfarbe die ein bisschen rauer als die vom Vorgänger rüber kommt. Passt auf jeden Fall sehr gut zur Mucke und seine Range ist wirklich erstklassig! Der Song an sich weiß auf jeden Fall mit seiner Melodic und Eingängigkeit mehr als zu überzeugen.
Noch mehr in die epische Richtung tendiert dann das folgende „Black Pyramid“ welches ebenfalls keine lange Anlaufzeit benötigt um richtig zu zünden!
Die beiden Überbleibsel aus der George Call Ära „Evolution in Reverse“ und „Through the Storm“ sind als Nächstes hervorzuheben . Man merkt das die Nummern ein wenig anders klingt als die anderen Songs, man ist hier wesentlich schneller und schwermetallischer, aber keinesfalls schlechter unterwegs!
Ab Song Nummer 8 geht es dann in den angesprochenen Konzeptteil der insgesamt wirklich eine sehr gute Figur macht und schön thematisch umgesetzt ist. Einzelnd funktionieren die Songs aber auch sehr gut! „Reckoning Day“, „Reign of Steel“ sowie „Signum Dei“ können hier vollends überzeugen.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch “Only the Reaper Wins”, “Black Pyramid”, “Evolution in Reverse”, “Ridden by Fear”, “The Burgundian Wars” nicht entgehen lassen.

Fazit :

EMERALD sind auf ihrem neuen Album definitiv abwechslungsreicher geworden! Dadurch steigt natürlich ein bisschen die Zugangsschwierigkeit. Lässt man sich aber auf das überlange Album ein und findet man dann noch Gefallen an dem tollen Konzeptsongs der Band, dann dürfte man sicherlich hellauf begeistert sein vom neuen Diskus!
Auch die Idee zwei, drei Songs aus der George Call Ära zu verwenden war ausgezeichnet so ist das Album schön abwechslungsreich und man bekommt einen tollen Eindruck des Schaffens der Band aus den letzten Jahren.
Mit diesem neuen Album ist man auf jeden Fall auf dem bisherigen Höhepunkt angekommen und das schlägt sich dann natürlich auch in der Benotung wieder!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Only the Reaper Wins
02. Black Pyramid
03. Evolution in Reverse
04. Horns Up
05. Beyond Forever
06. Through the Storm
07. Ridden by Fear
08. Mist of the Past
09. Trees Full of Tears
10. Lament of the Fallen
11. Reckoning Day
12. Reign of Steel
13. Signum Dei
13. Fading History (Bonustrack)

Julian

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