DORO – Raise Your Fist

Band: Doro
Album: Raise Your Fist
Spielzeit: 52:01 min.
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 19.10.2012
Homepage: www.doromusic.de

Was soll man über eine Frau wie Doro Pesch noch schreiben, was noch nicht zu Papier gebracht worden ist? Sie hat viel erreicht in den letzten 30 Jahren – ja…2013 gibt´s ein Jubiläum – angefangen mit vielbeachteten Alben mit WARLOCK bis hin zu einer erfolgreichen Solokarriere, die sie 1989 begann. DORO ist eine Konstante im Musikbiz, hat mit vielen Größen die Bühne geteilt und ist sich immer treu geblieben. Wer eine DORO Scheibe kauft, weiß, was er bekommt. Das mag für manche langweilig klingen, aber ganz so eintönig ist es dann doch wieder nicht, was das mittlerweile 12. Werk der Metal Queen aus Düsseldorf beweist.

„Raise Your Fist“ nennt sich das neue Langeisen, auf dem illustre Gäste wie Lemmy Kilmister oder der aktuelle OZZY-Gitarrero Gus G. zu hören sind. Das Cover Artwork ist typisch im Comic-style gehalten und kommt mit jeder Menge Fabelwesen, Ketten, Feuer und Totenschädeln daher. Auch eine erneute Kooperation mit Songschreiber Joey Balin gab es für „Raise Your Fist“. Er wirkte auch schon bei Alben wie „Triumph & Agony“ und „Force Majeure“ mit.

Mit dem Titeltrack „Raise Your Fist In The Air“ beginnt die Achterbahnfahrt durch 13 Stücke, die gewohnt abwechslungsreich zwischen deutschsprachigen Schmachtfetzen und Uptempo-Brechern angesiedelt sind. Der Opener atmet den Spirit alter Klassiker wie „True As Steel“ ist zeigt gleich mal allen Zweiflern wo die Reise hingeht. „Coldhearted Lover“ kann da nicht ganz anschließen, ist aber weit davon entfernt, als Füller zu wirken. Das hymnische „Rock Till Death“ wird in Zukunft auch bei Live-Konzerten abgefeiert werden, da bin ich mir sicher. Die Halbballade „It Still Hurts“ wurde mit einem tollen Gastbeitrag von MOTÖRHEAD´s Oberwarze Lemmy aufgepeppt – der Song passt in die momentane Jahreszeit. Das flotte „Take No Prisoners“ zeigt eine aggressive Metal-Lady, ganz wie in alten Zeiten. Der Anfang von „Grab The Bull (Last Man Standing)“ erinnert mich ein wenig an „Burn It Up“ vom 2000er Album „Calling The Wild“. Hier schwingt Gus G. die Axt.

Bis dato ein mehr als ordentliches Album. Kommen wir aber jetzt zu den wahrscheinlich ewig polarisierenden deutschsprachigen Balladen von Frau Pesch. „Engel“ ist ein typischer Vertreter, der natrürlich obligatorisch auch auf diesem Album zu finden ist. Zusammen mit dem arg kitschigen „Freiheit (Human Rights)“ sicher der Song, an dem sich die Geister ewig scheiden werden. Ich persönlich finde es nicht verwerflich, solche Songs einzubauen, aber muss es auf jeder Platte sein?

Nach dem gutklassigen „Little Headbanger (Nackenbrecher)“ gibt es mit „Revenge“ einen der besten Songs aus der Songschiede Pesch überhaupt. Tolle Riffs, ausgefeiltes Songwriting und hohes Tempo sorgen hier für ein breites Grinsen bei allen Fans. Der perfekte Gegenpol dazu ist das balladeske „Free My Heart“ wobei „Victory“ noch einmal allen zeigt, dass im Hause DORO ordentlich gerockt wird. Das abschließende „Hero“ ist dem verstorbenen Ronny James Dio (R.I.P.) gewidmet. Der Song beginnt ruhig und mausert sich im weiteren Verlauf zu einem richtigen Anthem.

„Raise Your Fist“ ist abermals ein starker Longplayer in der Diskografie von Deutschlands Metal Lady No.1, da lässt sich das angehende Jubiläum nächstes Jahr gebührend feiern. Ihr könnt die Scheibe auch als limitierte Digi-Fassung mit 2 Bonussongs kaufen, ebenso gibt es eine limitierte Leder-Box mit jeder Menge Gimmicks wie einem Gürtel samt Schnalle (also für den Gürtel :-)) und verschiedene Vinylausführungen. Ihr habt also die Qual der Wahl – die Musik bleibt dabei aber immer die gleiche, und die solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen!

WERTUNG:

Trackliste:

1.Raise Your Fist In The Air
2.Coldhearted Lover
3.Rock Till Death
4.It Still Hurts (feat. Lemmy)
5.Take No Prisoners
6.Grab The Bull (Last Man Standing) feat. Gus G.
7.Engel
8.Freiheit (Human Rights)
9.Little Headbanger (Nackenbrecher)
10.Revenge
11.Free My Heart
12.Victory
13.Hero

Stefan

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