WALKING PAPERS – Walking Papers

Band: Walking Papers
Album: Walking Papers
Spielzeit: 44:74 min
Plattenfirma: Sunyata Records
Veröffentlichung: 02.10.2012
Homepage: www.facebook.com/Walking-Papers

Wenn Duff McKagan mit anderen Musikern zusammenkommt, passiert was…?! Sie jammen oder nehmen in besten Fall gemeinsam ein Album auf. Auch hier, bei den WALKING PAPERS so geschehen.  Jeffrey Angell (Gesang und Gitarre), Martin Barrett (Schlagzeug), Ben Anderson (Keyboard) und – last, but not least – das Multi-Talent Duff McKagan (Bass) sind die WALKING PAPERS und haben ein gleichnamiges Album herausgebracht. Irgendwie scheint jeder mal mit dem anderen gejammt zu haben (klar, warum auch nicht mal einen gemütlichen DVD-Abend unter Freunden machen?!), also lag es wohl nahe, sich mal professionell zusammenzutun. Einige Gigs haben sie ebenfalls hinter sich gebracht und sind noch gut dabei (bis in den Dezember sind Daten bestätigt). Dieses Album geht aber nicht in die punkige Richtung, sondern hat starke Rock and Blues-Einflüsse.
Gastspiele geben u. a. Mike McCready (Lead Gitarre), Dave Carter (Trompete), Dan Spalding (Saxopophon) und Ed Ulmann (Posaune).
Das Cover ist so ein Ding für sich: Ein in einen Anzug gekleidetes Spielzeugmännlein, dem goldene Flügel verpasst wurden. Das Männchen steht mit Hochhäusern im Hintergrund (Seattle?) vor dem mäßig blauen Himmel. Musik kann beflügeln.

Der erste Song der Scheibe ist „Already Dead“ und er beginnt mit Bamm-Bamm-Bamm. Füße tappen automatisch mit, dann setzt die bluesige Gitarre ein und Angell beginnt mit einem ruhigen Gesang. Verhaltener Bass. „The Whole World’s Watching“ ist schon temperamentvoller. Bass-lastiger Song, gut passt dazu der starke Gesang. Auch die Schlagzeug-Sequenzen hört man stellenweise sehr schön raus. Ein wunderbarer musikalischer Part ist zu hören, bei dem die Instrumente sich ergänzen. Das Ende des Liedes ist ein wenig abrupt. „Your Secret’s Safe With Me“ started mit dröhnendem Bass und dann setzt eine Weile Gitarrengedudel ein, welches vom Gesang abgelöst wird. Die Stimme ist rau, der Bass hart gespielt. Dazwischen immer wieder Gitarrenspiel. Ein Takten mit Trommelstöckchen und röhrenden Bass bei „Red Envelopes“. Hier höre ich auch schon Bläser. „Leave Me In The Dark“ ist eine Art Ballade. Das Schlagzeug tappt schön, Bass und Gitarre unterstützen den Gesang mehr als gut. Hier hört man das Keyboard stark und es bringt ein paar kleine Effekte herein. Den Part der Zupf-Instrumente kennt man schnell auswendig. Es folgt ein Hoch auf den Metzger: „The Butcher“ heisst das Stück. Es beginnt mit viel Keyboard. Den gesamten Song hindurch ruhig mit Piano-/Keyboardbegleitung. Bei „Two Tickets And A Room“ dröhnt es wieder schön! Das Schlagzeug trommelt einen Takt, der mitwippen lässt. Alles in Allem harmoniert der Song mit Instrumenten und Gesang. Auf einmal setzt ein rockiges Element ein, während Angell den Chorus vor sich her singt und es geht die Post ab. „I’ll Stick Around“ ist ein bluesiger Song, der sich nahtlos einfügt. Melodischer als die restlichen und mit ein paar kleinen Effekten per Keyboard. Es folgt „Capital T“ und hier ist ein mitreißender Takt, leicht rockig. Schönes Gitarrenspiel. Bei „A Place Like This“ klingt das Keyboard gläsern, das Zusammenspiel Gesang, Instrumente ist interessant. Außerdem höre ich wieder Bläser. Kann ich mir gut in einer Club-Lounge bei einem Glas Rotwein vorstellen. Als Ausklang dann „Independence Day“, das irgendwie „voller“ klingt als die Vorgänger. Hier kommen Bass-Sequenzen und Keyboard zur Geltung. Auch Schlagzeug-Parts sind wunderbar herauszuhören; die Gitarre spielt her auf den oberen Saiten mit.

Ehrliche, gute Musik ohne viel Schnörkel und Effekte. Guter Rock n’ Roll. Sämtliche Songs sind so klar gesungen, dass der Hörer nach ein paar Mal hören keine Probleme haben wird, die Texte mitzusingen. Die Blas-Instrumente haben auch Stil und passen gut in die Musik hinein.

Anspieltipps: “Already Dead”, “Red Envelopes”, “Two Tickets And A Room”, “I’ll Stick Around”

Fazit :  Sicherlich kein „Jahrhundert-Album“, also darf ich keine 10 Punkte geben. Okay, zugegeben, würde ich auch nicht. Ich gebe 9 – 8 für ein gutes und ordentliches Album, das ich gern als Kauf empfehle und einen Extra-Punkt erlaube ich mir für meinen Lieblings-Musiker, der wirklich viel arbeitet, ein Allrounder der Musik ist und es schafft, mit so ziemlich jedem anderen Musiker gut zu klingen, solide Arbeit zu leisten und jedes seiner Instrumente beherrscht.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Already Dead 3:59
2.The Whole World’s Watching 3:50
3.Your Secret’s Safe With Me 4:13
4.Red Envelopes 3:41
5.Leave Me In The Dark 4:19
6.The Butcher 2:51
7.Two Tickets And A Room 5:05
8.I’ll Stick Around 4:42
9.Capital T 4:55
10. A Place Like This 4:30
11. Independence Day 5:09

Sandra

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