CRY EXCESS – Vision

Band: Cry Excess
Album: Vison
Spielzeit: ?? min
Stilrichtung: Metalcore
Plattenfirma: Bleeding Nose Records
Veröffentlichung: 24.03.2017
Homepage: www.facebook.com/cryexcess

Boooom, völligst weggeballert… Das ist der erste Eindruck beim Hören des neuen Albums von CRY EXCESS, man wird einfach nur umgehauen!!. Endlich mal wieder eine Metalcore Band, die man gerne hört, eine Band, die sich aus dem sehr stark umworbenen Genre hervorhebt. Die 5 Jungs aus Italien waren mir bisher kein Begriff, was definitiv ein Fehler ist. Schon bei den ersten Takten der neuen Scheibe wird man hellhörig, da die Band einfach anders klingt und sich dabei deutlich aus dem bekannten Metalcore Einheitsbrei hervorhebt. In ihrem neuesten Werk „Vision“ vermischt das Quintett aus Turin gekonnt Metalcore mit leichtem Elektro Sound und
brachiale Growls mit sanften Tönen, eine Mischung, die hier voll und ganz aufgeht. So startet der Opener und Titeltrack „Vision“ eher verhalten mit einer Linkin Park ähnlichen Einleitung um dann aber zügig die Bühne für die harten Riffs freizuräumen. Unbedingt reinziehen sollte man sich „Immortal“. Ein Song, der mit melodischen, aber schweren Gitarrenpassagen eine Tiefe aufweist, der – wie auch die Tracks "Survival" und "The Black Squad" – unter Beweis stellt, dass CRY EXCESS eine Kraft sind, mit der auch zu rechnen ist.

Und trotz oder gerader aufgrund ihrer Vergangenheit, die in den Stücken besungen, beschrien und bebrüllt wird, ist hier ein wunderbar geniales Album entstanden, das den Ansprüchen an das Genre mehr als gerecht wird. In den 10 knackigen Songs kotzen sich die Jungs regelrecht über all ihre Enttäuschungen, die raue Wirklichkeit, das Leben als solches aus. Und trotz vieler schlechter Erfahrungen, die die Band mehr als einmal heruntergezogen haben, kämpfen sie sich wieder nach oben. Allen Widrigkeiten zum Trotz werden die brachialen Growls und knallharten Riffs von versöhnlichen Tönen unterbrochen und drücken damit genau das aus, was die Band ausmacht, was sie zum Weitermachen bringt, wenn sie wieder durch einen Rückschlag aus der Bahn geworfen werden.

Und Rückschläge gab es schon einige. Innerhalb von zwei Jahren mussten drei Bassisten ersetzt werden, die Band verlor damit nicht nur Musiker, sondern auch Freunde, die wie Familienmitglieder waren. Sie wurden von falschen Versprechen von Promotern und Labels getäuscht und haben im Glauben an die Band einiges an Geld verloren. Und dennoch ist das Quintett seinen Weg gegangen und hat mit  Album Nummer 3 ein echtes Hammerteil hingelegt. Es macht einfach nur Spaß, zuzuhören. Man spürt förmlich die Energie, die Wut, die Enttäuschung, aber eben auch Hoffnung. Und ebendiese Mischung zusammen mit dem perfekten Zusammenspiel von Sänger Jason Vex mit seinen tiefen Growls und Drummer und Clean-Sänger Brian Nox mit seinen sanften Tönen macht das Album einfach nur ehrlich und ausdrucksstark.


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Vision
02. Mess of me
03. Survival
04. Down 'n out
05. Detroit
06. The path
07. Immortal
08. Lost and alone
09. The black squad
10. Chase the sun

Tanja

Tagged . Bookmark the permalink.

Kommentar verfassen