L.A. GUNS – Hollywood Forever

Band: LA Guns
Album: Hollywood Forever
Spielzeit: 52:31 min
Plattenfirma: Cleopatra Records
Veröffentlichung: 05. Juni 2012
Homepage: www.laguns.net

Die guten alten LA GUNS – eine Hollywood-Größe sind sie, man kennt sie. Personelle Wechsel haben sie immer wieder gehabt. Einige Jahre gab es dann auch zwei Bands, die sich LA GUNS nannten, nämlich der Trupp um Tracii Guns herum und dieser, der „Hollywood Forever“ auf den Markt brachte: Phil Lewis’ Mannen. Das Line-up ist folgendermaßen besetzt: Phil Lewis (Gesang), Steve Riley (Schlagzeug), Stacey Blades (Gitarre) und Scotty Griffin (Bass).
Ein schönes Cover mit einer Steinstatue, die einen Lautsprecher in der Hand hält. Die Umgebung, wohl ein Friedhof oder eine ähnliche Parkanlage, scheint nicht in der Mutterstadt der LA GUNS, Los Angeles, zu liegen. Sieht eher nach dem Osten der USA oder Europa aus.

Phil Lewis Stimme ist, wie man sie gewohnt ist. Sleazy. Wie könnte man sie anders bezeichnen?! Die Musik hat ihren gewohnten Stil – auch schlicht und ergreifend: sleazy. Schnodder-Sound. Dreckiger LA-Straßen-Rock.

Mit „Hollywood Forever“ wurde so ein Stück aufgenommen, dass ein Klassiker zu werden verspricht, beinahe vergleichbar mit dem berühmten „Rip And Tear“. Eingängig und und haut in die Vollen. Bei „You Better Not Love Me“ wird gezeigt, dass Blades ein Gitarrist ist, der sein Handwerk versteht. Die Klampfe röhrt und krächzt. Witzig ist die Stelle, an der Lewis (sich) fragt, wer Marshmallows braucht, wenn sein Blut kalt wie Eis ist. „Eel Pie“… Musikalisch ein Klasse-Song, aber wer kommt auf die Idee, einen Aal-Auflauf zu besingen?! „Burn“ ist ein toller Song, der sich festsetzt und den man mitsingen möchte. Toller Chorus „Twilight – Skylight – I know, who you are…“ Dazu dann Gitarren-Gedudel, ein schönes Solo. Der Drum- und Bass-Rhythmus unterstützt. „Vine Street Shimmy“ ist ein schöner Lückenfüller, den man gern „so nebenbei“ abdudelt. Nicht herausragend, aber typisches LA GUNS-Handwerk. Ein kurzes instrumentales Stück verleiht zusätzlich an Würze. Bei einem Song namens „Crazy Tango“ erwartet man eher südamerikanische Leichtigkeit und Lebenslust, aber das wäre zu einfach – die LA GUNS haben daraus ein ruhiges, melancholisches, nachdenklich stimmendes Lied gemacht. Hört sich aber auch schön an. Kreischende Gitarre zwischen „Yeeeaaah“-Gesang. „Queenie“ lässt wieder mitwippen und hat eine Melodie, die man gefühlt schon hundertmal gehört hat, die man aber nicht leid wird. Bei „Venus Bomb“ wird direkt stimmlich voll eingestiegen. Lewis singt manisch durch das Lied durch. Entsprechend ist die Rhythmus-Section angepasst. Auch hier schneller und härter. „I Won’t Play“ hat wieder mal ein bemerkenswertes Instrumental-Stück zum Schluss. Auch der Chorus ist leicht zu merken. Zum Abschluss das „Requiem“, ruhige, fast schon ernste Töne. Dazu aber wieder Phils typische Stimme. „Arana Negra“ ist sowohl eine Oper (Heinrich Sutermeister/Alfred Roesler) als auch ein Roman (von Vicente Blasco Ibanez), beides auf Spanisch und auf Spanisch wird es auch von Phil Lewis gesungen. Ein toller lustiger Rhythmus und zwischendurch immer Rasseln von Maracas (das sind diese mexikanischen Instrumente, die aussehen wie Mini-Baseballschläger).

Endlich wieder etwas Neues von Phil Lewis & Co. Klingt wie zu früheren Zeiten, starkes Album. Zwischendurch hatten die LA GUNS ja mal eine etwas schwächere Zeit. Der alte Stil wurde beibehalten, trotzdem vielseitig.

Anspieltipps: „Hollywood Forever“, “You Better Not Love Me”, “Burn”, “Venus Bomb”, “Arana Negra”

Fazit :  Klassische Scheibe im Stil der LA GUNS. Wer die Band grundsätzlich mag, macht mit dem Kauf des Albums bestimmt nichts verkehrt. Das ist Hollywood-Geschichte, das ist der Sunset Strip in unseren Wohnzimmern!

WERTUNG:

Trackliste:

1.Hollywood Forever 4:42
2.You Better Not Love Me 4:17
3.Eel Pie 2:40
4.Sweet Mistery 4:01
5.Burn 4:01
6.Vine Street 2:48
7.Dirty Black Night 4:50
8.Underneath The Sun 4:40
9.Queenie 3:44
10.Crazy Tango 4:40
11.Venus Bomb 2:36
12.I Won’t Play 3:09
13.Requiem 4:04
14.La Arana Negra 4:59

Sandra

THE FLOWER KINGS – Banks Of Eden

Band: The Flower Kings
Album: Banks of Eden
Spielzeit: 53:18 min
Plattenfirma: Inside Out
Veröffentlichung: 28.06.2012
Homepage: www.flowerkings.se

THE FLOWER KINGS, eine originelle schwedische Band, die Progressive Rock mit Blues und Jazz verbindet. Seit 1995 ihr Debüt herauskam, haben THE FLOWER KINGS an Respekt und Anhängern stetig gewonnen. Die Besetzung der Band besteht aus dem musikalischen Multi-Talent Roine Stolt (Gitarre, Gesang, Keyboard, Bass), Hasse Fröberg (Gesang, Gitarre), Tomas Bodin (Keyboard), Jonas Reingold (Bass) und Felix Lehrmann (Schlagzeug).

Ein sehr interessantes Cover hat das Album bereits. Als Bild gewählt haben die schwedischen Rocker eine schwebende Dame ohne Füße im mittelalterlichen, sehr orangefarbenen Kleid und Flügeln, die sich stark vom blau-grünen Hintergrund abhebt. Unter ihr, auf einem Gewässer, stehen Menschen und Seerosen. Wirkt leicht und locker.

Stimmlich würden THE FLOWER KINGS auch gut in die 60er und frühen 70er Jahre passen, irgendwie klingen die Gesangsparts so kindlich-naiv wie bei den Blumenkindern. Die Musik dazu ist ebenfalls von Leichtigkeit geprägt.

Der Eröffnungssong „Numbers“ schockiert auf den ersten Blick mit seiner Länge: Mit über 25 Minuten eine endlose Nummer. Allerdings ist er so interessant aufgebaut, dass es keine Minute langweilt. Irgendwie wirkt „Numbers“ ein wenig wie viele Songs in einem Song. Mit Gesang und vielen Instrumenten, bei denen man immer wieder neue Töne entdeckt. Auch die folgenden Stücke sind ja nicht gerade kurz. Es folgt „For The Love Of Gold“. Ein interessanter Keyboardbeginn. Dann folgt wieder der naiv-nette Gesang. Zwischendurch klingen immer wieder Gitarren durch. An den Stellen, an denen beide Sänger (Roine Stolt und Hasse Fröberg) singen, hat man wirklich das Gefühl auf einer Zeitreise zu sein. Song Nr. 3, „Pandemonium“, hat einen leichten „Bamm-Bamm-Bamm“-Einstieg, nicht von der harten Sorte. Diese Töne sind auch Keyboard-erzeugt. Hier spielen auch sehr schön die Gitarren. „For Those About To Drown“ beginnt sehr weich und melodisch mit Gitarre und Keyboard sowie ganz leichten Schlagzeugschlägen. Der Gesang wirkt, als würde ein Märchen erzählt. Zwischendurch eine musikalische Einlage. Das Ende des Liedes läuft sehr zart aus. Das letzte Stück der Scheibe ist „Rising The Imperial“ und beginnt mit Keyboardklängen, die beinahe wie eine Panflöte klingen. Danach wird sehr ruhig gesungen. Zwischendurch ein musikalisches Orchester. Zu Ende hat man das Gefühl, dass der Sänger sich die Seele aus dem Leibe singt, bis es dann wieder mit sehr leisen Tönchen endet.

Eine Scheibe, die man gut als Hintergrundmusik hören kann. Lenkt nicht großartig ab und beschwert die Laune nicht. 

Anspieltipps: Wer Zeit hat, sollte sie alle abdudeln. Für Eiligere: „For The Love Of Gold“ und “For Those About To Drown”

Fazit :  Gutes Album, ein wenig weich.

WERTUNG:

Trackliste:

1. Numbers 25:26
2. For The Love Of Gold 7:25
3. Pandemonium 6:09
4. For Those About To Drown 7:06
5.Rising The Imperial 7:52

Sandra

TALISMAN – Time After Time (Deluxe Version)

Band: Talisman
Album: Time After Time (Deluxe Version)
Plattenfirma: Sun Hill Productions
Veröffentlichung: 22.06.2012
Homepage: www.talismanmusic.se

Mit der ersten Single „I´ll Be Waiting“ hat man im Hause Sun Hill Productions den Startschuß für eine Reihe an Re-Releases gemacht und schon eine Woche darauf folgt die zweite Deluxe Version vom 1993 Album „Genesis“, die auch wieder 4 Songs enthält. Dieses Mal hat man sich aber darauf beschränkt, altbewährtes Material zu verwenden, es aber erneut aufwendig und mit einem wirklich tollen Ergebnis zu remixen und zu remastern. Auch hier werden Eure Ohren Augen machen, denn so kraftvoll und klar kamen diese Stücke garantiert noch nie aus der heimischen Anlage. Anscheinend will man vor der kompletten Wiederveröffentlichung der Alben einen Vorgeschmack geben auf das, was wir noch zu hören bekommen werden.

Marcel Jakob (RIP) und Jeff Scott Soto waren schon ein tolles Team – und sie haben mit ihrer Band TALISMAN Rock´n Roll Geschichte geschrieben. Erstens war der Mix aus straighten, extrem eingängigen Chören mit einer kräftigen Prise Funk so verwoben, als wäre es das Normalste in der Welt und die Hits, die diese Band fast wie am Fließband produzierte, waren einfach beachtlich. Man könnte auch sagen, wenn man jemandem erklären will, wie AOR/Melodic Rock aus Skandinavien klingt, spielt man ihm einfach TALISMAN vor.

Diese EP beginnt mit dem Titelsong „Time After Time“, ein Stück, dass sich perfekt in eine Best-Of Scheibe einschmiegen würde (und ja auch schon hat) – sein relaxter und trotzdem rockiger Touch macht es nahezu perfket. „Mysterious (This Time It´s Serious)“ legt noch eine Schippe Rock´n Roll oben drauf und glänzt erneut mit lässiger Gitarrenarbeit und natürlich einem Jeff Scott Soto zum Niederknien. „Give Me A Sign“ ist ein Song, den ich ehrlich gesagt über all die Jahre schlichtweg übersehen habe (Asche auf mein Haupt) und somit mein persönliches Highlight auf dieser EP. Das ziemlich funkige „Long Way To Go“ macht den Abschluss dieser kurzweiligen Angelegenheit und Appetit auf mehr.

Wieder ist diese EP nur als Download erschienen und bei den üblichen Portalen erhältlich. Eine genaue Info, wann die kompletten Alben folgen werden, gibt es leider noch nicht, aber vielleicht überrascht man uns ja noch mit der ein oder anderen superben EP, die eine der besten Scandi-Bands wieder auferstehen lässt.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Time After Time
2.Mysterious (This Time It´s Serious)
3.Give Me A Sign
4.Long Way To Go

Stefan

ROCK OF AGES O.S.T.

Band: Various Artists
Album: Rock Of Ages O.S.T.
Plattenfirma: Water Tower Music (Import)
Veröffentlichung: 05.06.2012
Homepage: http://rockofagesmovie.warnerbros.com/

Mit Pauken und Trompeten wird auch hierzulande ein Film beworben, der die glorreichen 1980ger und die Hochzeiten der Hairmetal Szene beleuchtet. Eigentlich als Musical kreiert hat es ROCK OF AGES jetzt auch in die deutschn Kinos geschafft und glänzt mit einer Starbesetzung, die seinesgleichen sucht. Tom Cruise, Alec Baldwin, Catherine Zeta-Jones u.v.a. namhafte Hollywood Größen biedern sich einer Musikrichtung an, die sie weder verstehen noch umzusetzen wissen. Dazu kommt noch, dass großartige Songs so sehr auf Mainstream getrimmt werden, so dass auch jeder Durchschnitts-DSDS-Konsument daran Gefallen finden muss.

Die Idee mit dem Musical fand ich genial und auch die Umsetzung war ganz ok, aber musste es jetzt auch solch ein Ausverkauf sein? Ach ja, ich vergass, der DSDS Konsument geht ja nicht ins Musical.

Viele mögen den Film spitze finden, ich tue es nicht. Viele werden sagen, ein Film über diese Ära war schon lange überfällig, da zieh ich mir lieber „Rockstar“ oder „This Is Spinal Tap“ rein, da gibt’s schon genug Pathos und (unfreiwillige) Komik. Und wer jetzt denkt, der Schreiber sei zu engstirnig, um den Film zu mögen: ich habe nur was gegen Ausverkauf und Mainstream an allen Ecken und Enden. Ein Gutes hat der Film aber vielleicht doch: die Kids bekommen mal weitab vom Kasperletheater der deutschen Charts gute Musik auf die Lauscher. Zumindest gilt das für die Originale!

Warum ist die Trackliste länger als diese Besprechung? Weil es nicht mehr dazu zu sagen gibt.

Zum Glück gibt’s dieses Mal keine Wertung, denn ich glaube für 1 Punkt haben wir hier gar keine Grafik 🙂

WERTUNG: ohne Wertung – siehe Text

Trackliste:

1.Paradise City – Tom Cruise
2.Sister Christian/Just Like Paradise/Nothin For A Good Time – Julianne Hough, Diego Boneta, Russell Brand, Alec Baldwin
3.Juke Box Hero/I Love Rock´n Roll – Diego Boneta, Alec Baldwin, Russell Brand, Julianne Hough
4.Hit Me With Your Best Shot – Catherine Zeta-Jones
5.Waiting For A Girl Like You – Diego Boneta, Julianne Hough
6.More Than Words/Heaven – Julianne Hough, Diego Boneta
7.Wanted Dead Or Alive – Tom Cruise
8.I Want To Know What Love Is – Tom Cruise, Malin Akerman
9.I Wanna Rock – Diego Boneta
10.Pour Some Sugar On Me – Tom Cruise
11.Harden My Heart – Julianne Hough, Mary J. Blige
12.Shadows Of The Night/Harden My Heart – Mary J. Blige, Julianne Hough
13.Here I Go Again – Diego Boneta, Paul Giamatti, Julianne Hough, Mary J. Blige, Tom Cruise
14.Can´t Fight This Feeling – Russel Brand, Tom Cruise
15.Any Way You Want It – Mary J. Blige, Constantine Maroulis, Julianne Hough
16.Undercover Love – Diego Boneta
17.Every Rose Has Its Thorn – Julianne Hough, Diego Boneta, Tom Cruise, Mary J. Blige
18.Rock You Like A Hurricane – Julianne Hough, Tom Cruise
19.We Built This City/We´re Not Gonna Take It – Russell Brand, Catherine Zeta-Jones
20.Don´t Stop Believin – Julianne Hough, Diego Boneta, Alec Baldwin, Russell Brand, Mary J. Blige

Stefan

WIGELIUS – Reinventions

Band: Wigelius
Album: Reinventions
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 29.06.2012
Homepage: www.frontiers.it

Es wird wieder gebastelt. Sänger Anders WIGELIUS ist ursprünglich ein Teilnehmer einer schwedischen Talentshow und hat jetzt zusammen mit seinem Bruder Erik (d.) und Jake Svensson (g.) sowie Chris Pettersson (b.) seine eigene Band am Start. Produziert hat das Debüt, das auf den Namen „Reinvetions“ getauft wurde übrigens Daniel Flores (ISSA, THE MURDER OF MY SWEET etc.) und kein Geringerer als Frontiers-Intimus Harry Hess (Ex-HAREM SCAREM) war für das Mastering zuständig. 

Wenn ich mir die Songs so anhöre, höre ich viel WORK OF ART und alte Recken wie TOTO oder JOURNEY. Und das ist auch schon das größte Manko an diesem Longplayer. Es war alles schon da, schon hunderte Male. Es wird warscheinlich nicht viel geben, was es noch nicht gegeben hat, zumindest haben wir dafür noch keinen Blick, aber auch die Ambitionen, die der junge Schwede hat, können nicht über diese Copy und Paste Mentalität hinwegtäuschen.

Als Anschauungsbeispiel gibt es einen Link zu einem Video, in dem er JOURNEY´s „Don´t Stop Believin“ singt. Sooo berauschend finde ich seine Version gar nicht, obwohl er eine gute Stimme hat, und außerdem nervt dieses ewige Reingelaber von der Tussi übelst!!! Ein anderes Video zeigt seine Version von RICHARD MARX´“Angelia“. Deswegen heißt wohl auch der Opener auf seinem Album „Angeline“. Der Song ist schön rockig, aber der Chorus ist 1:1 von MARX´ Song geliehen. Das ist absolut keine Neuerfindung, was „Reinventions“ ja bedeutet. Und so verläuft auch das komplette Scheibchen, und obwohl Titel wie „Piece Of The Action“, „Too Young To Fall In Love“ oder „Talking About Love“ keine Coverversionen sind, so ist die Musik auf diesem Tonträger schön anzuhören, aber die gleiche Platte steht schon mindestens zehn Mal im Schrank.

Wer die beiden WORK OF ART Scheiben mochte (die mir im Übrigen auch gut gefallen), kann auch hier nichts falsch machen, aber unter „Reinventions“ von WIGELIUS hätte ich mir echt etwas anderes vorgestellt. Aber der gute Anders ist ja noch jung (Mitte 20), vielleicht hört er auf seine innere Stimme und macht in Zukunft das, was ER möchte, und nicht das, was er von Außenstehenden gesagt bekommt.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Angeline
2.Talking About Love
3.Do You Really Know
4.Next To Me
5.My Cassandra
6.Piece Of The Action
7.Too Young To Fall In Love
8.Right Here, Right Now
9.Love Can Be That Much
10.Hold On To Love
11.There Is No Me Without You
12.I Reach Out

Stefan

RYDELL & QUICK – R.O.A.D.T.R.I.P.

Band: Rydell & Quick
Album: R.O.A.D.T.R.I.P.
Plattenfirma:
Veröffentlichung: 18.05.2012
Homepage: http://www.rydellquick.se/

Manchmal muss man eine Band nur hören, um sofort zu wissen, woher sie kommt. Das ist speziell im skandinavischen Raum so, denn eine Vielzahl dieser Combos haben einfach eine ganz besondere Handschrift, die den Musikern einfach im Blut liegt. So verhält es sich auch mit dem schwedischen Gesangsduo RYDELL & QUICK, das mit „R.O.A.D.T.R.I.P.“ ihr neues Album vorstellt. Sechs Jahre hat es gedauert, bis dieser Nachfolger zu „R.O.C.K.O.H.O.L.I.C.“ in trockenen Tüchern war, aber das wird wohl der Tatsache geschuldet sein, dass Christer RYDELL und Malin QUICK zu den Musikern zählen, die am intensivsten auf Achse sind. Sie repräsentieren dabei die Motorrad-Marke HARLEY DAVIDSON. Ebenso zur Band gehören Bassist Jonas Bonnier und die beiden Drummer Berndt Baumgartner und Peer Stappe. Und obwohl „R.O.A.D.T.R.I.P.“ erst das zweite Album ist, sind RYDELL & QUICK schon seit 1998 am Start, hier entstand auch ihre erste Single „Stay With Me Baby“.

Was aber erwartet uns auf dem zweiten Streich der Schweden? Die Umschreibung ist eigentlich ganz einfach und effektiv: THE POODLES meets WIG WAM, angereichert mit einigen Saxophon-Einlagen von Frau QUICK. Zumindest gilt das für die erste Hälfte dieses Longplayers. Mit „Do It Right Now“ startet man gleich mit einem Hammersong. Kompromisslos rockig und mit einer Ohrwurmmelodie ausgestattet könnte die Scheibe nicht besser beginnen. „Tears Are Falling In The Night“ schraubt das atemberaubende Tempo des Openers etwas zurück, begeistert aber keineswegs weniger. Die erste Single „All In Like A Rockstar“ ist wieder etwas treibender und ist ein typischer Scandi-Rock-Hit mit großen Hooks, das bleibt für immer im Ohr. Die anschließende Ballade „Life Is Just A Dream“ kühlt die Gemüter wieder etwas ab und ist ein tolles Stück Musik. Die Fahrt geht locker weiter mit tollen Songs wie „When The Love Is Gone“, „I Want You“ oder „Time To Say Goodbye“ und lassen nur einen Schluß zu: „R.O.A.D.T.R.I.P.“ gehört in Deine Sammlung, wenn Du auf geilen, hochmelodischen Scandi-Rock stehst.

Was WIG WAM oder THE POODLES mit ihren letzten Outputs versemmelt haben, gleichen RYDELL & QUICK mit ihrem zweiten Album ganz locker wieder aus. Die Kräfte haben sich verschoben, zumindest im Moment – 2012 ist definitiv das Jahr von RYDELL & QUICK. Must Have!

WERTUNG:

Trackliste:

1.Do It Right Now
2.Tears Are Falling In The Night
3.All In Like A Rockstar
4.Life Is Just A Dream
5.Take Your Time To Remember
6.Money, So Much Pain
7.When Love Is Gone
8.I Want You
9.Watch Out
10.Time To Say Goodbye

Stefan

POWER THEORY – An Axe to Grind

Band: Power Theory
Album: An Axe to Grind
Spielzeit: 48:44 min
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 29.06.2012
Die US Power Metaller Power Theory scheinen von der fleißigen Sorte zu sein. Gerade einmal 1 Jahr nach ihrem Debütalbum „Out of the Ashes into the Fire“ schieben die Jungs ihr neues Langeisen „An Axe to Grind“ nach.
Das damalige Debüt war mir persönlich zu unstrukturiert, das neue Werk soll uns nun eine in allen belangen gereifte Band präsentieren. Mal schauen ob das der Wahrheit entspricht und sich US Power Metal Fans auf eine ganze heiße Veröffentlichung freuen können. Zuvor noch ein paar Basisfacts zu den Jungs.
Man ist im sonnigen Pennsylvania beheimatet und spielt US Power Metal mit einem Schuss SAXON und METAL CHURCH. Das Line Up der Band liest sich so, Bob Ballinger (Gitarre), Dave Santini (Gesang), Jay Pekala (Bass) und Lorin Savadore (Schlagzeug).
So, dann werden wir uns mal mit dem ersten Track „Edge of Knives“ ins Getümmel stürzen. Ein recht cooler Beat erwartet uns gleich zum Anfang der Nummer, bevor dann die Gitarrenriffs einsetzen und die flotte Nummer Fahrt aufnimmt. Sänger Dave röhrt auch wieder wie beim Debüt ins Mikro und hat einfach eine charismatische Stimme. Als Opener eignet sich der kraftvolle Song auf jeden Fall, sitzen doch die schneidenden Riffs und der Chorus an der richtigen Stelle. Sehr schön!
Brachichal rockend geht es beim folgenden „Deceiver“ weiter. Kraftvoll und im Midtempobereich gehalten spielt man sich durch die Nummer, bevor das Ganze im einfachen aber recht kultigen Chorus mündet. Abermals geht hier der Daumen nach oben.
Relativ in der Mitte des Albums haben wir den Titelsong „An Axe to Grind“ angesiedelt. Hier haben wir es mit einem US Power Metalsong erster Güte zu tun. Den hätten auch SLEEPY HOLLOW oder MALICE nicht besser hinbekommen können. Ganz klar bislang einer der besten Songs auf dem Album und zu Recht der Titeltrack!
Der nächste Song der einen richtig ins Ohr springt ist das langsame, kraftvolle „The Seer“. Eine recht epische Nummer, die den Jungs aber sehr gut zu Gesicht steht. Hier kann man zeigen, dass es nicht immer nur schnelle Songs sein müssen und man auch das langsame, epische Spiel beherrscht. Könnte ein echter Klassiker der Band werden!
Schon sind wir im letzten Teil der Platte angekommen. Aber auch hier haben POWER THEORY uns noch etwas zu bieten. Das kraftvolle „On the Inside“ kann genauso überzeugen wie der abwechslungsreiche und interessante Abschlusstrack „The Hammer strikes“.
Anspieltipps:
Um einen guten Höreindruck zu bekommen, solltet ihr den Opener “Edge of Knives”, “Deceiver”, “An Axe to Grind”, “The Seer“ und “The Hammer strikes“ antesten.
Fazit :
Das neue Werk “An Axe to Grind” gefällt mir auf jeden Fall besser als das Debütalbum von POWER THEORY. Man merkt gleich dass man den Mund nicht zu voll genommen hat, als mal ankündigte das man hier eine gereiftere Band hören würde. Man hat sich beim Songwriting ein ganzes Stück gesteigert, die Songs wirken gut durchdacht, zünden größtenteils direkt und das Album wirkt wie aus einem Guss.
Obwohl es nur 9 Songs sind, hat man hier insgesamt eine gute Spielzeit und bekommt etwas für sein Geld geboten.
Ich würde mal sagen US Power Metal Fans sollten sich den Namen POWER THEORY gut merken und ihr neues Album „An Axe to Grind“ auf jeden Fall mal antesten!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Edge of Knives
02. Deceiver
03. Pure Steel
04. An Axe to Grind
05. A Fist in the Face of God
06. The Seer
07. On the inside
08. Colossus
09. The Hammer strikes
Julian

MERENDINE – New World Disorder

Band: Merendine
Album: New World Disorder
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Flying Dolphin Entertainment Group
Veröffentlichung: 29.06.2012
Die 1995 als MEREDINE ATOMICHE gegründeten Melodic Trash Metaller MEREDINE sind nun wahrlich auch keine Unbekannten mehr in unserem schönen Metalkosmos. Die Italiener sind zwar, was die Labels angeht kleine Wandervögel, drei Alben und drei Labels, auf ihren musikalischen Stil gesehen trifft das aber nicht zu. Dort bleiben sie ihrer Linie treu und präsentieren uns nun ihr neues Werk „New World Disorder“. In Deutschland wird die Scheibe von einem Ableger der Labels Metalville veröffentlicht. Die Jungs bei Metalville mausern sich aktuell ziemlich, in der nächsten Zeit stehen dort einige starke Veröffentlichungen an, soviel sei schon mal verraten!
Zurück zur Band. Die Jungs schafften es bisher wie kaum eine Trash Metalband, die typische Härte mit gelungen Melodien und Chören zu mischen. Ich war gespannt ob das auch auf dem neuen Output wieder der Fall sein wird.
Zuvor noch ein kurzer Blick auf die aktuelle Bandzusammensetzung. Luca Zandarin (Gesang), Luca Cerardi (Schlagzeug), Luca Securo (Gitarre) und Dario Bianchi (Bass) bilden heute die Band.
Als Opener für das neue Album hat man „The new Rebels“ gewählt. Nach einem etwas langsameren Start, geht es recht krachend und gleich mit vollem Einsatz los. Bei aller Härte vergessen die Jungs aber nicht die Melodie, die kommt nämlich im einfachen aber packenden Chorus gut zur Geltung. Ein gelungener Auftakt.
Das folgende „Revolution“ ist eine Spur härter ausgefallen und bietet uns nicht gerade die Melodien die noch im Opener vorherrschten. Trotzdem reiht sich die Nummer gut ein und ist für Trash Anhänger auf jeden Fall ein gefundenes Fressen.
Die gute Mischung zwischen trashiger Härte und feinen Melodien gelingt erst wieder bei „Stand up and Fight“. So gefallen mir die Jungs auf jeden Fall besser und man hebt sich dadurch auch schön von dem sonstigen Einheitsbrei der Trash Kapellen ab.
Auch der folgenden Mittelteil hat mit dem melodischen „Declaration“, dem krachenden Titeltrack „New World Disorder“ und dem recht modernen „Blind People“ gute Tracks zu bieten.
Den letzten Teil der Platte darf „Freedom“ einläuten. Hier fahren die Jungs die Geschwindigkeit ordentlich zurück und das Ganze klingt schon fast, wäre da nicht die schneidende Stimme von Fronter Lucas, nach einem gewöhnlichen Heavy Metal Track : – ).
Danach drücken MERENDINE aber wieder ordentlich aufs Gaspedal und kehren mit  „Spin Doctors“ sowie „Bandits“ zurück in ihr gewohntes Metier.
Das (teilweise) gefühlvolle „Self Destruction“ beschließt die Platte wirklich recht gut. Hier zeigen MERENDINE das sie auch mit den etwas langsameren und ruhigeren Tönen zu Recht kommen.
Anspieltipps:
“The new Rebel”, “Stand up and fight”, “Declaration”, “Blind People“ und „Bandits“ sind hier auf jeden Fall zu nennen.
Fazit :
Ich bin zwar kein ausgewiesener Trash Experte. Aber die angekündigte Mischung die die Jungs von MERENDINE hier auffahren hat mich interessiert. Die Jungs verstehen es auf jeden Fall Melodien mit Härte zu mischen, sie verleugnen aber zu keiner Zeit ihre Wurzeln die natürlich im Trash Bereich liegen.
Der Gesang von Fronter Luca passt auch perfekt zu den Nummern, egal ob sie melodisch oder trashig sind.
So kann ich den Jungs von MERENDINE nur eine gute Leistung auf ihrem neuen Album bescheinigen, auch wenn es ruhig ein paar melodische Noten mehr hätten sein können. Freunde von etwas melodischeren Trash ist “New World Disorder” auf jeden Fall zu empfehlen.
WERTUNG:
Trackliste:
01. The new Rebels
02. Revolution
03. We know the Trick
04. Stand up and Fight
05. Declaration
06. New World Disorder
07. Servants
08. Blind People
09. Freedom
10. Spin Doctors
11. Bandits
12. Self Distruction
Julian

ASIA – XXX

Band: Asia
Album: XXX
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 29.06.2012
Homepage: www.originalasia.com

Die Re-Union der Prog-Veteranen ASIA startete 2008 mit „Phoenix“ noch etwas holprig, aber jeder Zweifler wurde schon 2010 mit „Omega“ Lügen gestraft. Denn die Herren Geoff Downes, Steve Howe, Carl Palmer und John Wetton haben ihr Feuer neu entfacht – und das bleibt auch bei der aktuellen Scheibe „XXX“ so. Wer jetzt Ausverkauf ruft und beim Albumtitel an Schlüpfriges denkt – weit gefehlt, denn die Triple X steht einfach nur für 30 Jahre Bandgeschichte bzw vor 30 Jahren veröffentlichten die Briten ihr gleichnamiges Debüt. Erneut hat man mit Mike Paxmann zusammengearbeitet und das Cover stammt natürlich von Roger Dean. Da solltet Ihr flott bestellen, denn es gibt eine streng limitierte Vinyl-Auflage, und danach schreit ein solches Artwork natürlich.

Bleibt also alles wie gehabt? Eigentlich ja, denn ASIA besinnen sich weiterhin auf ihre Stärken, und das ist nunmal pompöser, extravaganter AOR höchster Güte. Das wird schlagartig schon beim ersten Song dieser nur neun Stücke umfassenden Werkschau klar. „Tomorrow The World“ besticht mit allem, was die vier Gentlemen ausmacht. Hier passt die Stimmung, das Feeling, die Instrumentalisierung und die Stimme von John Wetton ist wie immer über jeden Zweifel erhaben. Weitere Highlights sind das gefällige „No Religion“ oder klassische „Face On The Bridge“. Eigentlich funktioniert „XXX“ aber am Besten als Ganzes, was die Klasse dieser neun Songs unterstreichen dürfte.

Wer ASIA auch früher schon geliebt hat, kommt auch nicht an „XXX“ vorbei, wirklich Neues bieten die Gentlemen aber auch mit diesem Rundling nicht, bei den Briten gibt es nur ein Love oder ein Hate. Das ändert aber nichts an der hohen Qualität der Musik dieser vier Herren, denn das ist auch dieses Mal unantastbar. Tolle Platte.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Tomorrow The World
2.Bury Me In Willow
3.No Religion
4.Faithful
5.I Know How You Feel
6.Face On The Bridge
7.Al Gatto Hero
8.Judas
9.Ghost Of A Chance

Stefan

THE OTHER – The Devils You Know

Band: The Other
Album: The Devils You Know
Spielzeit: 48:96 min
Plattenfirma: SPV
Veröffentlichung: 18.06.2012
Homepage: www.the-other.de

Eine schräge Horror-Rock-Band ist mit THE OTHER am Werke. Ihr erstes Album brachten THE OTHER 2004 in die Welt und haben nun ihr fünftes musikalisches Werk eingespielt. Inzwischen haben sich einige Personalwechsel ereignet, aber offenbar hat das die Kreativität der Band nur gesteigert. Musikalisch ist „The Devils You Know“ in keine Schublade einzuordnen. Es werden einem sowohl Rock-, Metal- als auch Punkeinflüsse begegnen. Das Line-up der Nord-Rhein-Westfalen besteht nun aus Rod Usher (Gesang), Sarge von Rock (Gitarre), Dr. Caligari (Schlagzeug) und Viktor Sharp (Bass).
Allein das Cover ist schon witzig und schräg! Eine Dame in Dienstmädchenuniform, die sich entsetzt die Hand auf den Mund hält, während im Hintergrund Horrorgestalten, die durchaus Ähnlichkeit mit der Band aufweisen, dargestellt sind, zum Teil nur in Einzelteilen.

Die Stimme von Rod Usher ist rau und sein Markenzeichen. Die Musik klingt gutgelaunt und rockig-punkig, von frech bis rotzig.

„My Home Is My Casket“ ist ein Ohrwurm, der dem Hörer nicht aus dem Kopf geht. Die Musiker powern und Rod Usher singt gutgelaunt-schroff seine Texte. Klasse Drum- und Gitarren-Auftakt bei „Take You Down“. Der Song wird in einer höheren Geschwindigkeit gesungen. Auch bei „Skeletons In The Closet“ kann man gar nicht anders als mitzuwippen. Hier die gleiche rotzige Spiel- und Singweise wie schon bei den vorherigen Songs. „Fright Night“ ist so fröhlich gesungen, auch wenn THE OTHER davon überzeugen wollen, dass es die Nacht der Dämonen ist, dass man sich sicherlich nicht fürchtet. „Puppet On A String“ hat einen Schlagzeug-Beginn und nachdem Rod Usher mit dem Gesang einsteigt, röhren auch schließlich Sarge von Rocks Gitarren los. „Nice Day For A Funeral“ ist natürlich auch herrlich zynisch! Musikalisch sehr gut! Freche Klänge und eingängiger Gesang. Auch „Nightmare On Halloween“ ist ein Song, der perfekt zum Mitsingen ist. Bei „The Phantom Of The Opera“ haben sich THE OTHER an einen Klassiker gewagt, der ebenfalls mit einer Leichtigkeit rübergebracht wird. „Where Is Your Saviour Now”, auch schön sarkastisch! Guter Gesang, rockige Instrumente. „Hell Is A Place On Earth“, da gibt es Individuen, die dem durchaus zustimmen können. Gesanglich und musikalisch auch top. „In The Shadows“ ist fröhlich und so gar nicht richtig dunkel. Der Schattenseite wird ein echtes Schnippchen geschlagen! „Ewigkeit“ ist etwas ernster und schwermütiger. Schade, die englisch-sprachigen Stücke waren frech und frisch, am Schwermütigen versuchen sich doch schon genug Bands!

Eine witzige Scheibe, die Spaß macht! Solche verrückten Bands braucht die Welt, dann ist sie um einiges heller und fröhlicher.

Anspieltipps: „My Home is My Casket“, „Take You Down“, „Skeletons In The Closet“, „Fright Night“

Fazit :  Bierernste Zeitgenossen werden ihre Probleme haben, aber wer eine witzige, zynische, schwarz-humorige Seite hat, wird seinen Spaß dran haben!

WERTUNG:

Trackliste:

1.)The Devils You Know 0:59
2.) My Home Is My Casket 3:49
3.) Take You Down 3:02
4.) Skeletons In The Closet 3:10
5.) Fright Night 3:25
6.) Puppet On A String 4:30
7.) In My Veins 3:01
8.) Nice Day For A Funeral 2:38
9.) Nightmare On Halloween 3:24
10.) The Phantom Of The Opera 3:21
11.) Fire From Outer Space 3:33
12.) Where Is Your Saviour Now 3:11
13.) Hell Is A Place On Earth 4:47
14.) In The Shadows 3:22
15.) Ewigkeit 5:24

Sandra