ASSASIN – Bestia Immundis

Band: Assassin
Album: Bestia Immundis
Spielzeit: 48:58 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 07.02.2020
Homepage: www.assassin-band.de

Genervt? Gestresst? Gelangweilt? Dann muss ich euch wohl ein Rezept dagegen ausstellen: mindestens 1x täglich ASSASSIN bei erhöhter Lautstärke hören und die Symptome werden ganz schnell verschwinden. Eine der dienstältesten Thrash Metal Bands Deutschlands meldet sich mit „Bestia Immundis“ in bestechender Form zurück.

Bereits 1982 wurden ASSASSIN aus Düsseldorf unter dem Namen Satanica gegründet, bevor man sich 1985 umbenannte. Nach drei Demos veröffentlichten die Jungs zwei klasse Alben und spielten als Vorband u.a. mit Celtic Frost, Kreator, Warlock, Testament und Death Angel. Leider kam es 1989 zum Bandsplit ehe man sich 2002 zu einer endgültigen Wiedervereinigung entschloss. Und das ist auch gut so, sonst wären wir nicht in den Genuss der neuen Scheibe gekommen. Aufgenommen wurde im Nemesis Studio in Essen. Die Produktion gestaltete sich aufgrund terminlicher Unstimmigkeiten etwas schwierig, dafür ist das Endprodukt umso besser geworden und klingt noch einen Ticken fetter als der Vorgänger „Combat Cathredal“. Der Albumtitel „Bestia Immundis“ (lat. für „unreines Tier“) bezieht sich auf das große Tier aus der Prophezeiung der Apokalypse in der Bibel. Das sehr gut umgesetzte Coverartwork spiegelt die Reflexion des Menschen im Kampf gegen und mit seinen inneren bösen Trieben wieder.
Das aktuelle Line-up mit Ingo Bajonczak (v.), Jürgen „Scholli“ Scholz (g.), Frank „Blackfire“ Gosdzik (g.), Joachim Kremer (b.) und Björn „Burn“ Sondermann (d.) startet mit dem ersten Song „The Swamp Song“ gleich richtig durch. Inhaltlich geht es hier um den Horror Klassiker, „Das Ding aus dem Sumpf“. Starke Thrash Nummer direkt zum Anfang. „How Much Can You Take“ fragt uns der Sänger im nächsten Track. Wann hat man das innere Limit erreicht? Ein wahrer Brecher, in dem geile Shouts, gelungene Soli und Tempowechsel vorkommen. „No More Lies“, das sagt schon alles über den textlichen Inhalt. Ganz starke Nummer. Mal gerne ein Außenseiter zu sein und sich bewusst gegen die Normen der Gesellschaft zu bewegen, davon handelt „Not Like You“. Ein Highspeed Monster mit ganz viel Groove, bei dem so manche große Band froh wäre, so einen Song im Repertoire zu haben. „The Wall“ kann als Statement gegen die Politik von Donald Trump gesehen werden. Dementsprechend garstig und voller Speed geht es hier ab. Keine Gnade wird auch auf „Hell’s Work Done“ gewährt, eine brachiale Uptemponummer, die aber nie ins Chaotische abdriftet. Eine Chance mal kurz durchzuatmen bekommt man beim rund 1minütigen Anfang von „The Killing Light“. Hier wird die Akustik Gitarre rausgeholt, ehe es mit schönen bissigen Vocals und harten Riffs weitergeht.
Mit „Shark Attack“ fühlt man sich in die gute alte Zeit des Thrash zurückversetzt. Eine gelungene Mischung aus Sodom, Anthrax und D.R.I. Der „War Song“ fällt qualitativ kein Stück ab. Wieder ein gelungener Song, bei dem es im Moshpit abgehen wird. „Chemtrails Part 1“ lässt einen knapp 3 Minuten instrumental mit ruhigen Klängen ausruhen, bevor der Hammer in „Chemtrails Part 2“ rausgeholt wird. Starke Nummer zum Ende.
Anspieltipps habe ich diesmal keine, da das ganze Album auf sehr hohem Niveau angesiedelt ist.

Fazit: Wer auf Thrash Metal, Hardcore und Punk steht, sollte hier unbedingt zugreifen. Aggressiv, eindringlich und nie langweilig, liefern die fünf Musiker von ASSASSIN, eine erstklassige Scheibe ab. Jetzt schon ein frühes Genre Highlight für mich in diesem noch jungem Jahr.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Swamp Thing
02. How Much Can I Take
03. No More Lies
04. Not Like You!
05. The Wall
06. Hell’s Work Done
07. The Killing Light
08. Shark Attack
09. War Song
10. Chemtrails (Part 1)
11. Chemtrails (Part 2)

Sturmi

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Über julian

Informatiker und Power Metaller durch und durch! Bevorzugte Musikgenres : Heavy Metal, Powermetal, Melodic Metal, NWOBHM, Symphonic Metal, AOR, Classic Rock,

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