UNTIL RAIN – Anthem to Creation

Band: Until Rain
Album: Anthem to Creation
Spielzeit: 78:54 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Escape Music
Veröffentlichung: 23.08.2013
Homepage: www.untilrain.bandcamp.com

UNTIL RAIN die sich 2004 in Griechenland gründeten gelten als einer der Newcomerhoffnungen im Progressiven Metalumfeld. Mit viel Vorschusslorbeeren ging die Band mit ihrem Debütalbum „The Reign of Dreams“ 2009 an den Start und man konnte dieser Erwartungshaltung größtenteils gerecht werden. Nun hat man das  neue, zweite Album „Anthem to Creation“ fertig und man möchte uns auch dieses Mal wieder mit der Mischung aus Progressive Metal und Griechischen Folk Elementen verzaubern. Die Zwischenzeit wurde von der Band gut genutzt, denn mit der EP „Pandemic“ und einer ausgedehnte Reise über die großen Bühnen der Welt, bei der man unter anderem mit so Größen wie Jeff Martin (Ex THE TEA PARTY) oder FIREWIND die Bretter der Welt teilen konnte, konnte man seinen musikalischen Horizont noch erweitern.
So, dann schauen wir jetzt mal wie uns das neue Album schmeckt und starten direkt mit dem Openertrack „Brain Death“. Recht interessant beginnt das Stück, man merkt direkt das man in einem Progressiven Song gelandet ist. Die Bassspuren sind hier besonders auffällig, aber auch der sanfte Gesangeinsatz direkt zum Beginn lässt aufhorchen. Glanzpunkt des Songs ist dann der Chorus der zwar recht lang geraten ist, aber doch so einfach gehalten ist, das man ihn schon nach kurzer Zeit mitsingen kann. Beide Daumen also auf jeden Fall noch oben bei diesem Opener!
Ähnlich kann man eigentlich auch über das nun folgende „Think Again“ urteilen. Ein progressiver Beginn weicht irgendwie einem sehr melodischen Chorus, der sich nach kurzer Zeit in den Gehörgängen festsetzt, fertig ist die konsequenten Weiterentwicklung des Openers. Hier ist alles nur noch einen Ticken griffiger und kompakter.
Anschließend setzt man ein wenig auf die Progressivität, denn „Think Again“ und das eher im langsameren Bereich angesiedelte „Living Hell“ tendieren definitiv eher in diese Richtung. Hier zeigen die Jungs ihre Vielseitigkeit und Klasse die auch schon so gelobt wurde. Hier waren die Vorschusslorbeeren also absolut gerechtfertigt!
Progressiv richtig in die vollen geht es dann beim überlangen „Empty Helmet“ und auch „13-8“ bietet viel zu entdecken und allerlei Klangerlebnis. Langeweile kommt hier also definitiv nicht auf.
Im Anschluss an diese Progressive Vollbedienung im Mittelteil gibt es eine kleine Konzeptgeschichte in Form von „The Clang of Shields Pt. I & II“ zu erzählen. Hier laufen die Jungs auf jeden Fall definitiv zur Höchstform auf! Dieses Stück Metal sollte man auf jeden Fall gehört haben, songtechnisch sind hier wir hier ganz weit vorne und im oberen Bereich angesiedelt und nicht vergessen liebe Leute wir sprechen hier quasi noch von Neulingen die mir gerade ihr zweites Album um die Ohren donnern!
Nach diesem Klangerlebnis haben es die nächsten Songs recht schwer das bislang gehörte zu übertreffen. Mit schlechten Songs wird man aber im weiteren Verlauf definitiv nicht konfrontiert. Der Titeltrack „Anthem to Creation“ und der Abschlusstrack „Marionettes“ beweisen das sehr eindrucksvoll.

Anspieltipps:

Hier sind auf jeden Fall “Brain Death”, “Think Again”, “My own Blood”, “The Clang of Shields Pt. I & II” und “Anthem to Creation” zu nennen.

Fazit :

Das neue Album von UNTIL RAIN ist definitiv kein Album für mal eben zwischendurch hören! Die Jungs haben so viel in ihre Songs gesteckt das es schwierig ist bei den ersten Durchläufen alle Feinheiten zu erfassen. Das macht den Einstieg definitiv nicht gerade leicht. Hat man sich aber erst einmal auf dieses Klangerlebnis eingelassen, dann gibt es fast kein Halten mehr und die Tracks zünden so richtig.
Ein klein wenig zu sehr verschachtelt finde ich den Mittelteil, aber ansonsten kann man hier nur von einem richtig starken Zweitwerk sprechen, der nur ganz knapp an unserer 9ner Grenze vorbeischrammt.
Trotzdem ist “Anthem of Creation” eine ganz klare Kaufempfehlung für alle Freunde guter Progressiver Mucke, die auch schon mal in rockigen Gefilde abdriftet.

WERTUNG:





Trackliste:

01. Brain Death
02. Think Again
03. Living Hell
04. My own Blood
05. Empty Helmet
06. 13-8
07. The Clang of Shields Pt. I
08. The Clang of Shields Pt. II
09. Anthem to Creation
10. Breaking of the 7 Seals
11. Marionettes

Julian

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