U.D.O. – Steelhammer

Band: U.D.O
Album: Steelhammer
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 24.05.2103
Homepage: www.udo-online.com

Da ist er wieder! Uns Udo unser kleiner Brüllwürfel, unser Kampfpanzer auf dem Metalschlachtfeld! Der gute Udo ist meiner selbst betitelten Band U.D.O nun auch schon seit über 20 Jahren aktiv und so richtig schlechte Alben haben wir von dem Metalurgestein bislang noch nie gehört. Alles was man bislang hörte war unverkennbar U.D.O.
Mit dem neuen Album „Steelhammer“ gibt es aber gleich einen ganzen Sack Neuerungen zu verkünden. Die weniger schöneren sind, das es leider ein paar Besetzungswechsel gegeben hat. Das Urgestein Stefan Kaufmann musste aufgrund seines Rückenleidens, welches ihn schon vom Drumhocker verbannte, nun auch die Gitarre an den Nageln hängen und auch der zweite Gitarrist Igo Gianola kam uns Udo abhanden. Kein Grund die weiße Fahne zu hissen, zumindestens nicht für den Metaltank Udo. Er fand mit seinem langjährigen Bassisten Fitty Wienhold einen Ersatz für seinen Songwritingpartner und zusammen mit Schlagzeuger Francesco Jovino machte man sich daran Songs zu schreiben die ein wenig back to the roots gehen. Und das sind für die alten Die Hard Fans die guten Nachrichten, es geht also wieder mehr in Richtung von „Animal House“ und Co ohne die neuen Trademarks, wie z.B. von der „Mastercutor“ Scheibe, zu vernachlässigen.
Mit dem Gitarrendoppel Andrey Smirnow und Kasperi Heikinnen sind Udo’s Truppen auch wieder komplett und somit widmen wir uns jetzt mal fix den Openersong „Steelhammer“.
Knackige Riffs und kraftvolle Drums erwarten uns direkt zum Anfang.
Das Ganze entwickelt sich zu einem so typischen U.D.O Midtemposong wie er nur sein kann. Simple Refrains, arschgeile Riffs, hier kann zu jeder Zeit gebangt werden. Ein direkter, aber packender Einstieg, der sofort Lust auf mehr macht!
Mit dem etwas langsameren „A Cry of a Nation“ geht es weiter, hier finde ich ist man nicht ganz so zwingend wie beim Vorgängersong. Insgesamt geht die Nummer zwar in Ordnung, aber ich habe U.D.O auch schon mal besser gehört.
Diese kleine Scharte machen die Jungs aber mit dem anschließenden genialen Doppelpack bestehend aus „Metal Machine“ und dem, auf spanisch gesungene,„Basta Ya“ absolut weg! Beide haben einen unglaublichen Drive und gehen tierisch nach vorne. Zwei absolute Ohrbomben, die ich so früh hier nicht erwartet hätte.
Anschließend und über den Mittelteil hinweg gehen ein bisschen die Experimente los. Bei „Heavy Rain“ kann man mal wieder hören das Udo nicht nur brüllen und keifen kann, nein hier zeigt er mal wieder das er auch ein gefühlvoller Sänger sein kann. Gefällt mir sehr gut!
Bei „Devil’s Bite“ gibt es ein paar Synthie Sounds zu bestaunen, die dem Song etwas modernes geben.Ganz klar kein Song für U.D.O Traditionalisten, aber man zeigt hier erneut Offenheit und Abwechslung.
Langsam aber sicher bewegen wir uns auf das Ende der Platte zu, mit „King of Mean“ kann man als Einleitung schon mal sehr gut punkten, bevor es dann wirklich langsam auf die Zielgerade geht. Dort erwarten uns noch klassische U.D.O Songs zum Beispiel „Timekeeper“ oder „Stay True“. Aber auch ein paar außergewöhnliche Songs erwarten uns. Zu nennen ist hier „Never Cross my Way“ oder das abschließende „Book of Faith“. Ein abwechslungsreicher Endteil, der eigentlich die gesamte Platte sehr gut widerspiegelt und auch beschließt.

Anspieltipps:

Mit “Steelhammer”, “Metal Machine”, “Basta Ya”, “King of Mean” und “Stay True” macht man hier definitiv nicht viel falsch!

Fazit :

Die letzten Alben hatte ich den guten Udo und seine Band ein wenig aus den Augen verloren. Das neue Werk “Steelhammer” ließ mich aber bereits nach den ersten Tönen aufhorchen! Man merkt das die Jungs ganz frei von der Leber weg die Songs geschrieben haben und sich wirklich an den frühen Werken orientiert haben. Aber auch die Experimente der letzten Alben und die neueren Sounds sind nicht ganz verschwunden und ich denke man zeigt hier auf dem neuen Album ganz klar das man mit der Zeit gehen kann und sich auch die Freiheit nimmt mal etwas Neues auszuprobieren.
Auf jeden Fall gehören U.D.O definitiv noch lange nicht zum alten Eisen und mit der neuen Scheibe sollten alte sowie neue Anhänger bestens klar kommen!
Mir hat das Album auf jeden Fall ein paar angenehme Metalhörstunden beschert.

WERTUNG: 

Trackliste:

01. Steelhammer
02. A Cry of a Nation
03. Metal Machine
04. Basta Ya
05. Heavy Rain
06. Devil’s Bite
07. Death Ride
08. King of Mean
09. Timekeeper
10. Never cross my Way
11. Take my Medicine
12. Stay True
13. When Love becomes a Lie
14. Book of Faith

Julian

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