THRESHOLD – Definitive Collection Series Part 3

Band: Threshold
Album: Definitive Edition Series Part 3
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 16.11.2012
Homepage: www.thresh.net

Nuclear Blast verwöhnte uns vor kurzem schon mit dem Re-Release der ersten vier Alben der britischen Prog-Könige THRESHOLD. Mit jeder Menge Bonusmaterial angereichert kamen die Alben von 1993 – 98 zu neuen Ehren – eine Rezension zum Debüt „Wounded Land“ findet Ihr hier. Heute beschäftigen wir uns mit den 3 verbliebenen – NICHT ursprünglich bei Nuclear Blast erschienenen – Alben „Hypothetical“ (2001), „Critical Mass“ (2002) und „Subsurface“ (2004). Auch diese drei Tonträger werden neu veröffentlicht, haben aber anders als die bisherigen Re-Releases „nur“ Livematerial als Bonus. Die detailierte Auflistung findet Ihr weiter unten.

Auf den ersten 4 Longplayern herrschte noch ordentliches Chaos – zumindest was die Besetzung des Frontmannes anbelangt. Es war nicht möglich auch nur zwei Alben in Folge mit ein und demselben Sänger herauszubringen. Auf dem Debüt ließ Damien Wilson seine Stimmbänder vibrieren, der Zweitling „Psychedelicatessen“ wurde von Glynn Morgan eingesungen und für das dritte Werk „Extinct Instinct“ kehrte Wilson zurück in die Band. Seinen dritten Frühling erlebt er übrigens dieser Tage, denn seit dem aktuellen Album ist er wieder Teil von THRESHOLD. Für das vierte Album „Clone“ holte man Andrew „Mac“ McDermott, der auch für weitere vier Longplayer blieb. Leider verstarb er am 3. August 2011 viel zu früh an Nierenversagen.

„Hypothetical“ sollte 2001 also das erste Album ohne Sängerwechsel sein. Waren die Songs des Vorgängers „Clone“ noch für Glynn Morgan geschrieben, war ihm „Hypothetical“ auf den Leib geschneidert. Nach dem etwas rockigeren „Clone“ packte die Band wieder mehr Keyboards und Power in die neuen Stücke und herausgekommen ist ein absolutes Highlight des Progressive Metal und der eigenen Diskographie. Stimmig mit der richtigen Balance aus Power und Melodie und einem Bomben-Sound haben Stücke wie der Opener „Light And Space“ oder „The Ravages Of Time“ auch heute absolut nichts von ihrer Weltklasse eingebüßt. Eigentlich ist es aber müßig, aus den ursprünglichen 8 Songs die Rosinen herauszupicken, denn hier gibt es keine schwache Sekunde. Als Bonus gibt es drei Live-Versionen von „Light And Space“, „Turn On Tune In“ und „The Ravages Of Time“, die in Paris aufgenommen wurden.

Schon ein Jahr danach und wieder mit Sänger Mac legen die Briten nach: „Critical Mass“ ist das Ergebnis einer mehr als fruchtbaren Phase, die ein weiteres Album der Spitzenklasse hervorbringt. THRESHOLD scheinen ihren Stil gefestigt zu haben und verpacken Songs wie den überlangen Titeltrack, den Ohrwurm-Hammer „Phenomenon“ oder das atmosphärische „Choices“ in ihren ganz eigenen Kokon. THRESHOLD sind schon lange unverkennbar und einzigartig, aber sie sind immer in der Lage, Nuancen und Feinheiten herauszuarbeiten, als wären sie schon immer dagewesen. Als Bonus fungiert nur ein einziger Livetrack „Echoes Of Life“, der in der Schweiz verewigt wurde.

Und wenn Ihr denkt, das wäre schon das Ende der Fahnenstange gewesen, irrt Ihr Euch gewaltig. Denn mit dem 2004er Album „Subsurface“ leuten THRESHOLD die „moderne“ Phase der Bandgeschichte ein. Ein wieder um Kleinigkeiten erweitererter Sound mit wiedererstarkten Keyboard und einigen akustischen Momenten beschert dem Hörer einen ausgedehnten Ohrgasmus. Die Briten schrauben ihre Härte in einigen Teilen etwas zurück, bleiben dabei aber authentisch. Schon der erste Song „Mission Profile“ zeigt, was die Briten im Stande sind zu leisten – auch ohne einen ihrer wichtigen Songlieferanten Jon Jeary (bass), der im Vorfeld ausgestiegen ist. „Subsurface“ gerät ganz locker zu einem Höhepunkt des Jahres 2004. Als Zugabe auf der neuen Version gibt es zwei abermals in der Schweiz mitgeschnittenen Live-Versionen der beiden ersten Stücke auf dem Album: „Mission Profile“ und „Ground Control“.

THRESHOLD boten seit jeher ganz großes Kino und mit diesen Re-Releases schließt sich der Kreis ihres Schaffens. Wenn nicht jetzt – wann dann ist hier das Motto. Wer diese Sahnestücke der Musikgeschichte bisher nicht sein Eigen nennen konnte MUSS hier zugreifen! Mehr kann und will ich dazu nicht mehr sagen!

Tracklisten: (*=Bonus Track)

„Hypothetical“

1.Light And Space
2.Turn On Tune In
3.The Ravages Of Time
4.Sheltering Sky
5.Oceanbound
6.Long Way Home
7.Keep My Head
8.Narcissus
9.Light And Space (Live In Paris) *
10.Turn On Tune In (Live In Paris) *
11.The Ravages Of Time (Live In Paris) *

WERTUNG: 

„Critical Mass“

1.Phenomenon
2.Choices
3.Falling Away
4.Fragmentation
5.Echoes Of Life
6.Round And Round
7.Avalon
8.Critical Mass
9.Do Unto Them
10.New Beginning
11.Echoes Of Life (Live In Switzerland) *

WERTUNG:

 „Subsurface“

1.Mission Profile
2.Ground Control
3.Opium
4.Stop Dead
5.The Art Of Reason
6.Pressure
7.Flags And Footprints
8.Static
9.The Destruction Of Words
10.What About Me
11.Mission Profile (Live In Switzerland) *
12.Ground Control (Live In Switzerland) *

WERTUNG:

Stefan

Bookmark the permalink.

Kommentar verfassen