THE POODLES – Tour De Force

Band: The Poodles
Album: Tour De Force
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 17.05.2013
Homepage: www.poodles.se

Irgendwie tun sich die Schweden THE POODLES seit dem Weggang von Gitarrist Pontus Norgren etwas schwer. Schon das 2009er Album „Clash Of The Elements“ konnte den hohen Standard der ersten beiden wirklich superben Scheiben nicht zu 100% halten. 2011 erschien dann der bisher letzte Longplayer „Performocracy“, bei dem die Daumen noch etwas mehr nach unten zeigten. Versteht mich nicht falsch, THE POODLES sind eine tolle Band, zumindest wenn man mit den teils zuckersüßen Melodien umzugehen weiß. Aber die großen Hits standen nun mal auf den ersten beiden Platten.

Jetzt haben sich die Jungs wieder aufgerappelt und präsentieren mit „Tour De Force“ Album Nummer fünf, das mit einem einfachen Cover-Artwork versehen wurde und vielleicht einen Neuanfang darstellt?! Schon der Opener „Misery Loves Company“ zeigt die Band metallischer denn je, der Gitarrensound ist hart, etwas tiefergestimmt und Frontsirene Jakob Samuel wird zu manchem Ausflug in höhere Gefilde angestachelt. „Shut Up!“ startet recht unspektakulär, bevor der Refrain alte Stärken aufleben lässt. Das Ausrufezeichen hinter dem Songtitel ist also zurecht gesetzt. „Happily Ever After“ ist ein wirklich typischer POODLES-Song, ohne groß aufzufallen. Bei „Viva Democracy“ dagegen, gehen schon beim Riff die Augen auf: hat da jemand PANTERA´s „Walk“ gehört??? Ungewohnt hart gehen die Schweden hier zu Werke, nicht ohne beim Chorus die Kurve zu kriegen und ein Melodic-Feuerwerk zu zünden. Starker Song! „Going Down“ lehnt sich dann auch nicht so weit aus dem Fenster und serviert abermals typische Kost. Die etwas schmalzige Ballade „Leaving The Past To Pass“ mit viel Piano untermalt kann dann mich dann nicht so vom Hocker reißen. Mit „40 Days And 40 Nights“ gibt es dann die englische Version des offiziellen Songs für die schwedische Eishockey Mannschaft zur anstehenden WM in Stockholm zu hören. Große Melodien für große Taten könnte das Motto hier sein. Mehr Überraschungen beinhaltet das folgende „Kings & Fools“, wo die Schweden schon fast episch klingen. Abermals ein toller Chorus, der definitv im Ohr hängen bleibt. Das gefällige „Miracle“ ist da schon wieder rockiger unterwegs. Desweiteren solltet Ihr mal „Godspeed“ eine Hörprobe spendieren. Abschließend gibt es in der physischen Fassung, also der CD, als Bonus noch die schwedische Version der Eishockey-Hymne „40 Days And 40 Nights“.

„Tour De Force“ ist vom Überalbum noch ein Stück entfernt, präsentiert den Schweden-Vierer aber gestärkt und gefestigt. Einige Ausflüge in härtere Sphären inklusive, was den Jungs aber gar nicht so schlecht zu Gesicht steht. Vom Glamfaktor der Anfangstage hat man sich ja schon länger entfernt und mit diesem Rundling läuten THE POODLES definitiv ein neues Zeitalter in ihrer Discographie ein.

WERTUNG: 

 Trackliste:

1.Misery Loves Company
2.Shut Up!
3.Happily Ever After
4.Viva Democracy
5.Going Down
6.Leaving The Past To Pass
7.40 Days And 40 Nights
8.Kings & Fools
9.Miracle
10.Godspeed
11.Now Is The Time
12.Only Just Begun
13.En För Alla För En (Bonus Track)

Stefan

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