SCOTT STAPP – Between the Shadows

Band: Scott Stapp
Album: The Space Between The Shadows
Spielzeit: 45.21 min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: –
Veröffentlichung: 19.07.2019
Homepage: www.facebook.com/ScottStapp

SCOTT STAPP – The Space Between The Shadows

Es gäbe viel zu erzählen über den Grammy-gekrönten Ex–Creed Sänger SCOTT STAPP. Seine Geschichte liest sich wie ein langwährender Leidensweg, in dem Alkoholsucht und Depressionen die Höhepunkte bilden. Letztendlich aber gilt es, das dritte Solowerk einer der außergewöhnlichsten und ausdrucksstärksten Stimmen im Rockbusiness zu beurteilen.
SCOTT STAPP veröffentlicht mit „The Space Between The Shadows“ ein stark autobiografisches Album mit so ziemlich allen Facetten die es braucht, um die Narben seiner Vergangenheit musikalisch aufzuarbeiten.
Gilt beim brachialen Gitarren Opener „World I used to know“ noch das Motto, Stimme über Song, setzt STAPP bei „Name“ schon den ersten Kontrastpunkt. Herzzerbrechend einfühlsam und mit ordentlichem Tiefgang lebt die Nummer vom perfekt auf seine Stimme abgestimmten Refrain, der an die ganz starken Stücke seiner letzten Art of Anarchy Scheibe erinnert.
Das sehr eingängige „Purpose For Pain“ ist ebenso eindeutig auf Airplay ausgelegt, wie „Survivor, „Heaven In Me“hingegen überzeugt im Southern Rock Akustikgitarrengewand.
Wenn STAPP in der schmachtenden Ballade „Wake Up Call“ einfühlsam den Wendepunkt seines Lebens besingt, dürften nicht nur eingefleischte Fans kurz innehalten.
Das „The Space Between The Shadows“ selbst in seinen schwächeren Momenten („Face Of The Sun“, „Mary’s Crying“) noch seine Klasse hat, belegt die Stärke dieser Scheibe.
Ordentlich emotional gedenkt STAPP in „Gone Too Soon“ den zu früh verstorbenenChester Bennington, Chris Cornell und Scott Weiland. Überhaupt ist der zweite Teil der Scheibe den etwas ruhigeren Tönen vorbehalten, ohne an Energie zu verlieren. Das gilt für das getragene und optimistisch in die Zukunft schauende „Ready For Love“ ebenso wie für die abschließenden Bonus Tracks.
SCOTT STAPP hat sie einfach, diese Gänsehautstimme, die den Unterschied macht. Gelingen ihm dann noch diese emotionalen Dreiminüter, sollte man von einem rundum gelungene Album sprechen.
8 + 1 (Fanboy Stimmbonus) = 9

P.S. Gerne hätten wir euch diese Review etwas aktueller präsentiert, aber promoten ist halt Ansichtssache 😉

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. World I Used To Know
02. Name
03. Purpose For Pain
04. Heaven In Me
05. Survivor
06. Wake Up Call
07. Face Of The Sun
08. Red Clouds
09. Gone Too Soon
10. Ready For Love
11. Mary´s Crying (Bonus)
12. Last Hallelujah

Link zu “Purpose Of Pain” :

Rüdiger König