01. After Dawn
02. I Am Nothing
03. Master of Mirrors
04. The Revelation
05. Father
06. David`s Nightmare
07. The First of its Kind
08. Light of a Dream
09. Red Requiem
10. Twisted World
Spielzeit: 46:31 min – Genre: Prog Power Metal – Label: El Puerto Records – VÖ: 20.02.2026 – Page: www.dispryia.com
Nachdem ich 2023 das erste Mal mit der Band DISPRYIA und dem ganzen Universum drumherum was Mastermind Jürgen Walzer erschaffen hat in Kontakt gekommen bin, war ich sehr gespannt auf die neuste Veröffentlichung aus dem Hause Walzer!
Nachdem mit dem letzten Album die 1. Geschichte rund um Josh Devon und Aelyrea vermeintlich zu Ende ging, feiert zumindestens Josh Devon (und auch Marion Dust sowie Katherine) geschichtlich ihre Comebacks auf dem neuen Album „Redemption Part: I“ wo es aber auch wieder ganz viele neue Charakter zu bestaunen gibt und, der Titel sagt es schon aus, es wird wieder ein Mehrteiler werden.
Um diese tolle Geschichte, hier sei das Studium der gesamten Geschichte auf der Bandhomepage empfohlen, mit Leben zu erwecken hat Mastermind Jürgen Walzer natürlich wieder einige Gastmusiker um sich geschart.
Mit dabei sind natürlich schon bekannte DISPRYIA Größen wie Zak Stevens (SAVATAGE), Carsten „Lizard“ Schulz (EVIDENCE ONE, LAZARUS DREAM) sowie Gitarrist Markus Pfeffer (LAZARUS DREAM, MYSTERY MOON). Aber logischerweise auch neue Namen, aufgrund neuer Charaktere.
Dazu zählen die beiden Sängerinnen Sabrina Roth und Carolina Padron (TRIBUS), die Sänger Damiano Libianci, Rob Lundgren (MENTALIST), Dennis Ohler (DRAGONSFIRE) sowie Markus Teske an den Synthies.
Ganz im Sinne vom Metal Opera Urvater AVANTASIA also viele beteiligte Musiker, was das Ganze aber absolut spannend macht!
Erneut über El Purto Records veröffentlicht, widmen wir uns nun dem Albumopener „After Dawn“. Nach einer etwas längeren Cinematic Einleitung legt der Song ab 2:30 los und den Gesang übernehmen hier Zak Stevens und Sabrina Roth. Die Nummer ist eher kein klassischer Metalsong sondern bietet immer wieder Cinematic Einschübe und ist somit eher epischer und Metalopera lastig geworden. Für einen Opener auf jeden Fall sehr mutig, für die Geschichte natürlich super.
Beim anschließenden „I Am Nothing“ haben wir dann wieder Sabrina Roth und als Neuling Damiano Libianci am Mikro. Auch hier gibt es erst wieder eine längere Einleitung, bevor die Nummer startet. Hier geht es ruhig zur Sache, eine Powerballade die auf jeden Fall von den Sängern gut getragen wird.
Bei „Master of Mirrors” wird es dann das erste Mal etwas klassischer und wir haben hier einen richtigen Metalsong. Das Ganze geht eher etwas in Richtung Symphonic Metal, was natürlich auch an dem Gesang von Carolina Padron liegt. Toller Song, der direkt gut reingeht!
„The Revelation“ ist dann die erste reine Zak Stevens Nummer. Und ja es hätte keinen besseren Sänger geben können als ihn dafür. Eine geile intensive Nummer die nicht nur einmal SAVATAGE Feeling verbreitet.
Bei „Father“ wird es etwas schwerer und rockiger, das Stichwort für Carsten „Lizard“ Schulz. Jemanden den man unter 100 Sängern heraushört und der perfekt zu diesem erdigen Rocker passt.
Nach dem Zwischenstück „David`s Nightmare“ gibt es bei „The First of its Kind“ dann den Gesangspart von Rob Lundgren. Und ja auch hier eine perfekte Sängerwahl. Melodic Power Metal, voll sein Stil. Auch hier gibt es aber wieder Cinematic Einschübe, die den Song füllen.
Beim anschließenden, dramatischen „Light of a Dream“ ist dann wieder Zak Stevens dran. Passt, sitzt, wackelt und hat Luft, mehr gibt es dazu gar nicht zu sagen. Ein ordentlicher Track.
Als vorletzten Song der Scheibe haben wir mit „Red Requiem“ den Gesangsbeitrag von Dennis Ohler. Und ja auch hier absolut passend, Midtempo Power Metal mit etwas Epic wird uns hier geboten, ziemlich klassischer Stoff. Könnte auch gut zu seiner Stammband passen.
Und beim abschließenden „Twisted World“ darf der gute Lizard Schulz nochmal ran. Ein würdiger Schlusspunk unter das neue Album welcher eher wieder etwas rockiger und moderner ausgefallen ist, dafür sorgen auf jeden Fall auch die Synthies von Markus Teske hier.
Tja sind denn jetzt die neuen Songs auf dem neuen DISPRYIA Album nun gut? Das ist so einfach gar nicht zu beantworten. Songwriting technisch auf jeden Fall, wenn man auf diese Art Metal steht auf jeden Fall auch, aber man muss schon etwas mit dem Konzept hinter der Band anfangen können.
Das Ganze ist eben eine Art Metal Opera, aber nicht ganz so zugänglich wie z.B. ein AVANTASIA wo man auch ohne die ganze Hintergrundgeschichte gut reinkommt. Das ist hier definitiv nicht der Fall!
Und der Opera, Prog sowie Cinematic Anteil ist hier auf jeden Fall auch wesentlich höher als beim letzten Album, was es dann auch nicht so zugänglich macht.
Das muss man wissen, daher teile ich meine Note hier etwas auf, was die Einschätzung hoffentlich leichter für euch machen sollte!
Auf jeden Fall ist das Ganze ein sehr ambitioniertes Werk, wo man nur erahnen kann welche Arbeit dahintersteckt!
Bei einer guten Flasche Wein an einem lauschigen Abend entfaltet die Platte auf jeden Fall seine volle Wirkung wenn sie aufmerksam gehört wird. Wieder ein absolutes Epos aus dem Hause Walzer!
Julian








