CHEZ KANE – Reckless

Trackliste:

01. Reckless
02. Personal Rock N‘ Roll
03. Night Of Passion
04. Strip Me Down
05. Tongue Of Love
06. Love Tornado
07. Bad Girl
08. Street Survivor
09. Too Dangerous
10. Bodyrock

 

Spielzeit: 41:22 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Frontiers Music srl – VÖ: 27.03.2026 – Page: www.facebook.com/ChezKaneVocalist

 

Die junge britische Rockerin CHEZ KANE geht in die dritte Runde, wieder dabei an ihrer Seite ist Danny Rexon. Wie ich auch schon beim Vorgänger fragte: Hat sich was am Sound geändert? Und wieder gibt es ein klares und lautes NÖÖ, es hat sich nichts geändert. Das Duo schafft es wieder den Spirit ab Mitte der 80er bis in die frühen 90er zurück zu bringen. Die bekannten Trademarks der Vorgänger sind nach wie vor noch auf „Reckless“ vorhanden, die aus der Stimme und perfekt in Szene gesetzten 80er Jahre Spirit bestehen. Diese Stimme hört sich immer noch nach Ann Wilson, softere Lee Aaron, Jaime Kyle, Janet Gardner und Lita Ford an. Der Spirit setzt sich aus eingängigen Arena Rock zusammen, wie er damals zu Hauf von bekannten und unbekannten Musikern für die perfekte musikalische Untermalung in den Discos und auch damals noch teilweise im Radio sorgte.

Die Mucke besitzt die Gene von HEART, LITA FORD, LEE AARON, VIXEN oder den später agierenden WITNESS und DEVAY, die mit starken weiblichen Stimmen bei den ersten vier genannten für Megaseller verantwortlich waren. Genau wo diese Musikerinnen aufgehört haben, setzten CHEZ KANE und Danny Rexon an und schaffen es, genau dieses Gefühl von damals in die Gegenwart zu adaptieren, um so ein Album auf die Beine zu stellen, dass der eine lieben wird und vom anderen auf der anderen Seite gehasst wird. Einige Passagen kommen bekannt vor, als ob man die schon mal so oder in einer ähnlichen Art gehört hat, dieser Umstand stört nur am Rand, nur wenn man sich daran aufhängt und unbedingt das Haar in der Suppe sucht und es finden möchte.

Neben der Stimme gibt es knackige Gitarren, sowie Saxophon Einlagen, die sich sehr gut in den Titeln machen. Der teilweise Einsatz von Synthesizern die an 80er Italo Pop erinnern wirken auch nicht wirklich deplatziert, da deren Einsatz zu den 80ern und Mucke die an diese Zeit erinnert passend ist, wie damals neonfarbene Stretch Minis oder Hosenträger. Vergleichen kann man die Mucke immer noch mit H.E.A.T., ECLIPSE, BROTHER FIRETRIBE oder Kombos mit weiblichen Leadvocals aus dem ausgehenden letzten Jahrhundert.

Einmal mehr hauen CHEZ und Danny einen Hammer raus, fast schon zu perfekt, aber dennoch stark und hörenswert. CHEZ wird als Covergirl von Mal zu Mal aufreizender und freizügiger. Wer die beiden Vorgänger mochte, wird auch Album #3 mögen.

„Reckless“ fängt doch genau so an, wie der Vorgänger aufgehört hat, ein 80er angehauchter Rocker mit Saxophon Solo, „Personal Rock N‘ Roll“ ein flotter Rocker der sofort zündet. „Night Of Passion“ so ein für das Duo typischer Rocker der einfach passgenau sitzt, „Strip Me Down“ das Tempo bleibt hoch. „Tongue Of Love“ das Tempo geht runter und die Tasten orgeln sich einen während der Bass in den Strophen die erste Geige spielt – Top gemacht, „Love Tornado“ ein Rocker der durch die Wand geht. „Bad Girl“ der Titel passt zum Frontcover, „Street Survivor“ ein Highlight das diese Bezeichnung verdient. „Too Dangerous“ zum Schluss hin wird nochmal aus allen Rohren gefeuert, „Bodyrock“ noch ein Highlight als Schlusslicht.

Balle

BLACK EYE – Black Eye

Trackliste:

01. The Hurricane
02. Space Travel
03. Break The Chains
04. No Turning Back
05. Darkest Night
06. Midnight Sunset
07. Under Enemy’s Fire
08. The Landing
09. Don’t Trust Anyone
10. When You’re Gone
11. Time Stand Sill

Spielzeit: 48:40 min – Genre: Power Metal – Label: Frontiers Music s.r.l. – VÖ: 06.05.2022 – Page: www.facebook.com/BlackEyeReadman/

 

Das nächste Metal Projekt aus dem Haus Frontiers in Bella Italia, die Idee von BLACK EYES entstand als Serafino Perugino die Idee hatte David Readman und Aldo Lonobile für eine gemeinsames Projekt zusammen zu bringen.

Also entstand BLACK EYE in der Besetzung David Readman am Mikrofon, Luca Princiotta und Luca Lonobile an den Gitarren, Andrea Arcangeli am Bass und David Folchitto an den Drums. Für die Keayboards verantwortlich sind Antoni Agate und Mattia Gosetti.

Was gibt es für die Ohren? Erstmal von Readman gewohnt starke Vocals, harte Gitarren die einem den Marsch blasen, mal dezent oder mal weiter vorne eingesetzte Keyboards, wummer Bass und treibende Drums. Die Produktion könnte in den Höhen mehr Dynamik vertragen in den Mitten und im Bass hat sie genug Dampf um alles Platt zu machen.

Der Sound geht Richtung Power Metal Bands und Projekte aus dem Frontiers Katalog, ein wenig MASTERPLAN hier und EDGUY da, allein schon die Stimme von David Readman holt einen extra Punkt, der Mann hat es einfach drauf seine Stimmbänder richtig einsetzen zu können. Ein Album mit guten bis sehr guten Songs, eigentlich alles richtig gemacht, einen starken und derzeit mit der besten Sänger geschnappt. Geile Songs geschrieben, die Musiker haben auch nichts versemmelt, nur bleibt ein großes ABER, kommt noch mehr. Mit Luft nach oben.

„The Hurricane“ ein flotter Opener, „Space Travel“ ein kräftiger Song mit abgefahrener Melodieführung. „Break The Chains“ ein cooler Heavy Song, „No Turning Back“ mit geiler Melodie. „Darkest Night“ kommt mit starker Melodie und Harmonie ums Eck. „Midnight Sunset“ eine starke Ballade mit viel Gefühl. „Under Enemy’s Fire“ geht ab wie Schmitts Katze, „The Landing“ drosselt das Tempo wieder ein wenig. „Don’t Trust Anyone“ geht in Ordnung, „When You’re Gone“ geht ebenfalls in Ordnung, „Time Stand Sill“ geht mit seiner Melodie wieder besser ins Ohr ein fettes Highlight.

Balle