Trackliste:
01. A Hero’s Call
02. Children Of The Ruins
03. Tides Of Ages
04. Electrical Saviour
05. Walls Of Silent Mourn
06. Antagonists
07. Insurgent Outcry
08. Chantry Of Sacrifice
09. Sleeping In The Void
Spielzeit: 63:10 min – Genre: Prog Metal / Power Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 02.10.2026 – Page: www.crystalthrone.bandcamo.com
Das zweite Album der französischen Progresssive Metal Band CRYSTAL THRONE namens „Chantry Of Sacrifice“ liegt hier in meinem Player und dürfte eine Empfehlung für alle Anhänger des US Prog Metal der späten 80er sein. Die Band dürfte die Longplayer von Bands wie FATES WARNING, CRIMSON GLORY; LETHAL und natürlich QUEENSRYCHE mehr als einmal gehört haben.
Wie viele andere Bands setzen CRYSTAL THRONE auf eine Science Fiction Story in der die Menschheit komplett verschwunden ist und es nur einen Überlebenden gibt der nun versucht per Zeitreise alles rückgängig zu machen und damit alles zum Guten zu wenden. Das Intro „A Hero’s Call“ hat Hörspiel Charakter und leitet die Geschichte ein. Mit dem folgenden „Children Of The Ruins“ geht ein wuchtiger Power Metal Manier gleich voll auf die 12. Als Sänger Terry Defire mit seinem Gesang einsetzt wird mir klar wieso auf dem Infoflyer der Plattenfirma die obengenannten Bands als Vergleich genannt werden, denn der Gute erinnert mehr als einmal an Geoff Tate (QUEENSRYCHE) und Ray Alder (FATES WARNING). Das gefällt mir persönlich sehr gut, denn beide haben Klassiker Alben eingesungen, die noch Heute zu meinen Alltime Favoriten gehören.
Auch der Rest der Band bewegt sich auf dieser Eigenveröffentlichung spieltechnisch auf einem hohen Level. Gitarrist Max Waynn liefert immer wieder Klasse Soli und Duelliert sich mit dem zweiten Guitar Man John L.
Die Rhythmus Fraktion mit Schlagzeuger Will Ram und Bassist Jefferson Brand treibt die Band immer wieder nach vorne. Das technische Potenzial der Musiker ist beindruckend und wenn das Bandgefüge stabil bleibt, kann man von CRYSTAL THRONE noch einiges erwarten.
Auch wenn die Querverweise zu den genannten Bands immer wieder durchschimmern, sind CRYSTAL THRONE definitiv nicht nur eine Kopie, denn es sind genügend Momente auf diesem Langdreher zu hören, die die Eigenständigkeit der Franzosen unter Beweis stellen. Die Songs werden dazu mit Geräuschen, Spoken Words und anderen Dingen aufgehübscht und setzen die Sci Fi Story immer wieder in Szene. Außerdem wird so in den Songs die Balance zwischen Prog Metal und dem klassischen Power Metal gehalten.
„Tides Of Ages“ ist mit knapp 5 Minuten das kürzeste Stück auf „Chanty Of Sacrifice“ und geht den mit dem Opener eingeschlagenen Weg weiter. „Electrical Savior“ dagegen schraubt die Prog Elemente ein wenig zurück und gibt dem Track mehr Luft für Melodien und Eingängigkeit. Tolles Stück, welches ich bestimmt noch öfter hören werde. „Antagonists“, „Insurgent Outcry“ sind allein schon durch die Länge wieder typischer Progressive Metal. Hervorheben möchte ich auch noch den fast 10 Minütigen Abschlußtrack „Sleeping In The Void“ der für mich die beste Nummer auf diesem Silberling ist.
Heiko Füchsel





