SOULHEALER – Chasing The Dream

Band: Soulhealer
Album: Chasing the Dream
Spielzeit: 46:48 min
Plattenfirma: Pure Legend Records
Veröffentlichung: 10.05.2013
Homepage: www.soulhealermusic.com

Die Melodic Metaller SOULHEALER aus Finnland gelten schon seit einiger Zeit als DAS nächste große Ding aus den skandinavischen Gefilden. Die Vorschusslorbeeren sind aber absolut gerechtfertigt, denn mit der 2010 erschienenen EP „Dreamcatcher“ und dem 2011 nachgeschobenen Debütalbum „The King of Bullet Alley“ konnte man sich einen hervorragenden Ruf in der Szene erspielen. Auch meine Wenigkeit hat das Debütalbum damals begeistert und umso mehr freut es mich das die Jungs von Pure Steel die Truppe unter Vertrag genommen haben und dieser Tage endlich das zweite Album „Chasing the Dream“ erscheint.
Erneut bekommen wir hier 10 Songs die leidenschaftlich gespielt aber nicht aufdringlich rüberkommen und stehts die Ideale der Band vertreten präsentiert. 80iger Metalflair, mit ordentlichen Melodien und knackigen Riffs. Zusätzlich haben sie mit Sänger Jori Kärki einen wahren Könner hinter dem Mikro, der die Songs mit seinem rauen, melodischen Gesang veredelt.
Klingt jetzt ein bisschen nach Schwärmerei, ja das stimmt, aber die Jungs haben es sich bislang auch redlich verdient! Ob meine Begeisterung anhält werden wir nun zusammen herausfinden, indem wir den Tönen des Openers „Wicked Moon“ lauschen. Eine kleine Einleitung weicht dann bald den treibenden Drums und der klassischen 80iger Riffs. Die Stimme von Sänger Jori erklingt und man merkt direkt wie die Nummer sich in die Gehörgänge frisst. Der Chorus tut dazu sein übliches, fertig ist ein absolut gelungener Opener!
Mit dem anschließenden „Don’t look back“ macht man ebenfalls keine Gefangenen, sondern schließt nahtlos an den Opener an, was die Eingängigkeit und den Melodiefaktor angeht. Im Vergleich zum ersten Album muss man schon hier sagen, das die absolut dreckige Note verschwunden ist, es wird mehr Wert auf Melodic gelegt, was den Jungs sehr gut zu Gesicht steht. Wie auch immer, auch der zweite Track ist ein absoluter Volltreffer geworden!
Und eigentlich geht es nahtlos so weiter, „The Deception“ beginnt recht normal, spätestens beim Chorus ist man aber wieder auf Betriebstemperatur und so reiht sich der Song perfekt ein, das anschließende Titelstück „Chasing the Dream“ ist eine 80iger Melodic Metal Gedächtnisbombe erster Klasse geworden. Eine perfekte Adaption des damaligen Sounds in die heutige Neuzeit!
Der Mittelteil wird dann durch den Stampfer „Done for Good“, dem schnellen Rocker „Ties of Time“ und dem irgendwie nach Ballade klingenden „Never turn my back on you“ sehr gut ausgefüllt, bevor es mit riesen Schritten in den letzten Abschnitt der Platte geht.
Hier erwarten uns das klassische „Finally Free“, der Ohrwurm „Into the Fire“ und
die schön umgesetzte Abschlusshalbballade „Smoke & Mirrors“.

Anspieltipps:

Hier muss ich euch auf jeden Fall “Wicked Moon”, “Don’t look back”, “Chasing a Dream”, “Into the Fire” und “Smoke & Mirrors”.

Fazit :
War ich nachdem Debütalbum “The King of Bullet Alley” schon sehr angetan von den Jungs von SOULHEALER, hat man mich mit dem aktuellen Silberling vollends überzeugt das man sich auf dem Weg zu einer der führenden Melodic Metal Acts Finnlands befindet. Die Platte ist super produziert, sehr kompakt und bietet kaum Ausfälle.
Einige Songs könnte vielleicht etwas griffiger sein, nicht jeder zündet direkt, gönnt man der Platte aber den ein oder anderen Umlauf mehr zeigt sie ihr komplettes Potential!
Ein paar Punkte spare ich mir aber noch auf, weil ich denke das sich die Jungs auf der nächsten Platte mit Sicherheit noch steigern können, ansonsten kann ich diese tolle Zweitwerk aber jedem Melodic Metaller mit einem Hang zu den 80igern absolut ans Herz legen!

WERTUNG:

Trackliste:

01. Wicked Moon
02. Don’t look back
03. The Deception
04. Chasing a Dream
05. Done for Good
06. Ties of Time
07. Never turn my back on you
08. Finaly free
09. Into the Fire
10. Smoke & Mirrors

Julian

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