MAGISTER TEMPLI – Lucifer Leviathan Logos

Band: Magister Templi
Album: Lucifer Leviathan Logos
Spielzeit: 37:08 min.
Releasetermin: 10.05.2013
Plattenfirma: Cruz del Sur Music
Stilrichtung: Doom Metal / Okkult Rock
Homepage: www.magistertempli.bandcamp.com

Wenn eine Band aus Norwegen kommt, auf den Namen MAGISTER TEMPLI hört und ihren Debüt-Langspieler „Lucifer Leviathan Logos“ nennt, wähnt man sich zwangsläufig in schwarzmetallischen Gefilden. Nicht in diesem Fall. Thematisch wildern Abraxas d’Ruckus (Gesang), Akoman (Bass), Grimmdun (Drums), Patriark und Baphomet (Gitarren) zwar auch in okkulten und diabolischen Bereichen, musikalisch beheimatet ist die 2008 gegründete Band aber im traditionellen Doom Metal, angereichert mit NWOBHM-Einflüssen und einer guten Portion Okkult-Rock.

Im Underground hat die 2012 veröffentlichte EP „Iao Sabao!“ schon einige Aufmerksamkeit erregt und bei Anhängern dieses Sounds Lust auf mehr gemacht.

Der Opener „Master of the Tempel“ startet groovend und schwungvoll in den Silberling. Bei „Lucifer“ wird es schleppender, heavy und besonders beim Refrain sticht der sehr atmosphärische Gesang hervor. Die übrigen Songs wechseln zwischen diesen beiden Geschwindigkeiten, es gibt immer wieder gut gesetzte Breaks und Tempowechsel.
Eine Fülle an mächtigen Riffs, mal schleppend, mal treibend und druckvoll, gepaart mit erstklassigen Hooks, tollen Melodien und Harmonien ergeben ein düsteres, fesselndes Gebräu. Die Einflüsse im Klangbild von MAGISTER TEMPLI reichen von TROUBLE, SOLITUDE AETURNUS über MERCYFUL FATE bis hin zu PAGAN ALTAR und GHOST.

Einen Preis für Innovation gewinnen MAGISTER TEMPLI sicherlich nicht, braucht aber in diesem Genre auch kein Mensch. Die Musiker verstehen ihr Handwerk, die Produktion hat einen traditionellen Klang ohne altbacken zu wirken. „Lucifer Leviathan Logos“ wirkt ehrlich und frisch. Was will man mehr? Über die Lyrics brauchen wir auch nicht groß zu reden, Tod & Teufel gehören nun einmal zu okkulter Musik wie das Amen in der Kirche. Auch wenn ich mir für ein nächstes Album wünschen würde, die Welt von H.P. Lovecraft und seines Cthulhu Mythos in vielleicht ein Konzept-Album einfließen zu lassen. Bei „The Innsmouth Look“ vertont man ja bereits eine der erfolgreichsten Geschichten des Altmeisters der Horror-Literatur.

Fazit:
Wer auf okkulten Heavy/Doom Metal steht und die genannten musikalischen Paten gerne hört, wird mit diesem wirklich starken Debüt seine teuflische Freude haben. Ich für meinen Teil habe diese auf jeden Fall.

WERTUNG: 

Trackliste:

1. Master of the Temple
2. Lucifer
3. The Innsmouth Look
4. Leviathan
5. Tiphareth
6. Logos
7. VITRIOL

Chris

Bookmark the permalink.

Kommentar verfassen