PRAYER – Danger In The Dark

Band: Prayer
Album: Danger In The Dark
Plattenfirma: Escape Music
Veröffentlichung: 20.07.2012
Homepage: www.escape-music.com

Da haben meine Kumpels aber Augen gemacht, als ich 2005 mit einer Platte unterm Arm zu ihnen kam und sagte: „ist das ein geiles Stück Musik“. Zur Info: vor sieben Jahren hörte ich so gut wie nie AOR und war bei zu vielen Keyboards schon abgeschreckt.  Die Rede war vom Debüt der finnischen AOR Band PRAYER, das auf den Namen „Wrong Address“ hörte. Bei mir (und auch bei vielen Anderen) waren sie aber an der richtigen Adresse, denn diese 11 Songs waren wirklich mehr als hörenswert. Nach sieben langen Jahren Durststrecke hat sich der Motor der Band – Tapani Tikkanen – wieder hinreißen lassen und präsentiert zusammen mit seiner Band den neuen Longplayer „Danger In The Dark“.  Auch im Jahre 2012 sind PRAYER wohl die britischste AOR Band aus Finnland, denn ihr Stil erinnert einfach an die Größen von der Insel aus den frühen 1980gern.

Der Einstieg in Form des Titelsongs setzt genau dort an, wo die Band vor 7 Jahren aufgehört hat und auch „Nobody Loves You“ schlägt in diese Kerbe. Wobei ich zugeben muss, dass mir der knackige und klare Sound vom Debüt etwas fehlt. Aber vielleicht liegt das auch ein wenig an meinen mp3´s, die ich für diese Rezension vorliegen habe. „KP“ ist ein Meisterwerk modernen AOR´s und „Get What I Came For“ geht weit zurück in die 1970er – gewaltig! „Another Fool“ ist dann wieder ein Song, der auch auf dem Erstling hätte stehen können – straight, flott und unnachahmlich PRAYER. „Never Let Your Dreams Die“ war schon mal da, und zwar auf dem Vorgänger, besser gelungen ist da schon „Hearts Wants You To Rock“. Spätestens mit „Livin Ain´t Livin“ merke ich jedoch, dass etwas die Luft raus ist, das können die beiden Abschlusssongs noch ein klein wenig ausbügeln, aber an den starken Anfangs-Vierer können die Finnen nicht mehr ganz anknüpfen.

Es hat lange gedauert, aber insgesamt hat sich das Warten auf jeden Fall gelohnt. Es gibt einige Überraschungen wie das sensationelle „Get What I Came For“ und auch ein paar Songs, die es fast 1:1 schon gab. Trotzdem eine tolle Platte für alle AOR Freaks oder solche, die es werden wollen, denn der Sound ist dennoch knackig und die Songs weitestgehend abwechslungsreich. Ein schönes Sommer-Scheibchen!

WERTUNG:

Trackliste:

1.Danger In The Dark
2.Nobody Loves You
3.KP
4.Get What I Came For
5.Another Fool
6.Never Let Your Drams Die
7.Hearts Wants You To Rock
8.Livin Ain´t Livin
9.I´m Back
10.It´s Not The End

Stefan

Bookmark the permalink.

Kommentar verfassen