PELLEK – Bag of Tricks

Band: Pellek
Album: Bag of Tricks
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Liljegren Records/Doolittle Group
Veröffentlichung: 30.05.2012
Manchmal erscheinen Bands mit denen man einfach nicht gerechnet hat. Das schwedische Label Liljegren, rund um Ex NARNIA Bandmember Christian Liljegren, scheint ein Sammelbecken für nordische Shootingsstars zu sein. Nicht nur Tommy Reinxeed, der übrigens am selben Tag auch ein neues Album herausbringt, dazu an anderer Stelle mehr, sondern auch der norwegische Rock/Metal Sänger Per Fredrik „PELLEK“ Asly. Dieser wurde durch die norwegische Version von X Factor bekannt und scheint wirklich ordentlich was drauf zu haben. Ja manchmal fördern auch solche Schrottcastingshows Juwelen zu Tage, das sieht man ja aktuell auch beim neuen Fronter von H.E.A.T. Aber ich schweife ab. Der gute Pellek wurde also von Liljegren unter Vertrag genommen und das mir nun vorliegende Debütalbum ist das Ergebnis dieser Zusammenarbeit.
Es gibt eine ordentliche Dosis Gaststars auf dem Album, darunter sind eben Tommy Reinxeed (REINXEED, GOLDEN RESURRECTION), Tommy Karevik (SEVENTH WONDER), Oliver Hartmann (AT VANCE, HARTMAN) und Amanda Somerville (AVANTASIA, TRILIUM). Natürlich übernimmt der gute Pellek selbst den Hauptgesang und der gute Tommy Reinxeed ist für die Instrumente und die Produktion verantwortlich.
Geboten wird uns auf dem Debütalbum „Bag of Tricks“ Melodic Metal mit Songs die von den menschlichen Gefühlen wie Liebe, Angst und Vertrauen erzählen.
Ich war gespannt was mich erwartet und warf schnell einen Blick auf das Intro „Entrance“. Dieses ebnet aber nur den Weg für den ersten Track „Fugue State“. Dieser ist ein sehr melodischer Opener, der im Chorus und in den genialen Melodien seine Stärken hat. Dazu noch ein Pellek der wirklich außerordentlich gut singt. Volltreffer Track, ein gelungener Auftakt!
Das anschließende „Reasons and Psychosis“ ist ein bisschen rockiger ausgefallen, bietet aber nach wie vor viele schöne Melodien und im Chorus fühlt sich jeder Melodic Metal/Rock Fan zu Hause. Schöne Nummer.
Mit „Send my Message home“ haben wir die erste Ballade, die zwar ganz ok ist, mir aber ein wenig zu kitschig ist und gegen die starken Vorgänger nicht ankommt. Die gesangliche Leistung von Pellek und seiner Duettpartnerin Amanda Somerville muss man aber auf jeden Fall hervorheben.
Richtig krachen tut es dann wieder beim folgenden „Thundernight“, man merkt das Pellek sich bei ruhigen wie auch rockigen Nummer zu Hause führt. Auch einer der stärksten Tracks des Albums.
Im Mittelteil haben wir ein bisschen mit dem Durchschnitt der Songs zu kämpfen.
„Win“ und „Stare into my Eyes“ sind zwar ganz nett, mehr aber leider auch nicht.
Schon sind wir im letzten Drittel der Platte angekommen, hier heben sich das atmosphärische „Born in Babylon“ und das Instrumental „Bag of Tricks“ positiv ab.
Das abschließende „Conflagrate my Heart“ kann mich leider wieder nicht ganz überzeugen.
Anspieltipps:
Hier sind auf jeden Fall “Fugue State”, “Reasons and Psychosis”, “Thundernight”, “Born in Babylon” und das Instrumental “Bag of Tricks” zu nennen.
Fazit :
In der Summe muss man PELLEK eine gute Leistung mit seinem Debütalbum “Bag of Tricks” bescheinigen. Klar alles ist hier natürlich nicht perfekt und gerade der hohe Anteil an ruhigeren Songs, nervt mich persönlich ein bisschen. Ein, zwei schnellere Songs hätten der Scheibe merklich gut getan. Aber der Junge versteht es auf jeden Fall schöne, melodische Rock und Metalsongs zu kreieren.
Ich bin schon sehr aufs nächste Album gespannt und weise Fans von melodischem Rock und Metal mal dezent auf dieses ordentliche Debütalbum hin.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Entrance
02. Fugue State
03. Reasons and Psychosis
04. Send my Message home
05. Thundernight
06. Win
07. Don’t belong
08. Stare into my Eyes
09. Born in Babylon
10. Bag of Tricks
11. Conflagrate my Heart
Julian
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