ONSLAUGHT – VI

Band: Onslaught
Album: VI
Spielzeit: 39:26 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 20.09.2013
Homepage: www.facebook.com/onslaughtuk

Kaum zu glauben, aber der schlichte Albumtitle „VI“ entspricht der Wahrheit. Obwohl die englische Thrash-Institution ONSLAUGHT seit 1982 aktiv ist und besonders mit „The Force“ einen Szeneklassiker eingeprügelt hat, kommt im 31. Jahr mit dem neuen Silberling erst der sechste Langspieler in die Plattenläden. Die beiden Alben seit der Reunion „Killing Peace“ und „Sounds of Violence“ wussten bereits zu überzeugen. Nun starten Sy Keeler (Vocals), Nige Rockett (Guitar), Andy Rosser-Davies (Guitar), Jeff Williams (Bass) und Mic Mourihan (Drums) den nächsten Frontalangriff auf die Nackenmuskeln der Thrash Gemeinde.

Nach einem kurzen Intro kracht „Chaos is King“ derartig gewaltig aus den Boxen, dass man keine Sekunde auf seinem Stuhl sitzen bleiben kann, sondern aufspringt und die Mähne kreisen lässt. Was für ein Brett! Gitarrist Rockett hat wirklich nicht zu viel versprochen mit seiner Behauptung: „Definitely the most aggressive song we have ever written, it’s a real relentless thrash out from start to finish that really pushed the boundaries of our playing to the max.“ Ganz eindeutig einer der besten Thrash Songs 2013!
Weiter geht es mit „Fuel for my fire“, eine Ecke gemäßigter, dafür heavy und groovend ohne Ende, der Refrain geht einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf. Wenn Sy zu seinem Fiiiirreeeeee ansetzt wähnt man sich bereits beim nächsten Livegig der Jungs um den Song mitzugröhlen.
„Children of the sand“ bietet dann eine kleine Verschnaufpause und erinnert etwas an SLAYERs „Seasons in the abyss“, bleibt aber trotzdem von der ersten bis zur letzten Sekunde heavy und intensiv. Zudem überrascht der Song mit leichten orientalischen Elementen und überzeugt auch auf lyrischer Seite, es geht um die fragile Situation im Mittleren Osten.
Und so geht es weiter. „Slaughterize“ ist wieder ein rasanter Nackenbrecher, „66’Fucking’6“ das nächste Groovemonster mit einem Refrain der jedes Klischee bedient. Und gerade deshalb einfach Spaß macht und Live zur absoluten Hymne werden könnte., „Cruci-Fiction“, „Dead Man Walking“ und „Enemy of my Enemy“ reihen sich nahtlos in das von Anfang bis Ende überzeugende Gesamtbild ein.

Die Produktion hat Druck ohne Ende, besser kann man Thrash Metal nicht auf einen Silberling bannen. Mike, der neue Mann an den Drums liefert eine erstklassige Leistung ab, die Gitarrenarbeit auf „VI“ ist durchgehend auf höchstem Niveau. Der Bass kracht heftig durch’s Gebälk und Sänger Sy ist in Topform.

Ich hol mir jetzt umgehend eine Karte für die Slaughterfest Tour, bei der man ONSLAUGHT mit EXUMER, MASTER und M-Pire OF EVIL live erleben kann. Hoffentlich finden sich viele der neuen Songs im Set wieder.

An die Thrasher da draußen: ab in den nächsten Plattenladen und holt euch „VI“. Ihr werdet es nicht bereuen, ein Kandidat für das Thrash Metal Album des Jahres!

WERTUNG: 

Trackliste:

01. A New World Order
02. Chaos Is King
03. Fuel For My Fire
04. Children Of The Sand
05. Slaughterize
06. 66’Fucking’6
07. Cruci-Fiction
08. Dead Man Walking
09. Enemy Of My Enemy
10. Shellshock (Bonus Track Limited Edition)

Chris

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