01. Into Oblivion
01. Parasocial Christ
03. Sepsis
04. The Killing Floor
05. El Vacío
06. St. Catherine’s Wheel
07. Blunt Force Blues
08. Bully
09. A Thousand Years
10. Devise Destroy
Spielzeit: 36:26 min – Genre: Groove Metal – Label: Century Media- VÖ: 13.03.2026 – Page: www.facebook.com/lambofgod
Mit „Into Oblivion“ liefern LAMB OF GOD ein Album ab, das sich anfühlt wie eine ehrliche Portion Groove Metal: Man weiß genau, was man bekommt – und genau das bekommt man dann auch. Schon der Titeltrack kracht direkt rein und zeigt, dass die Band 2026 ihre typischen Stärken nicht verlernt hat: krass-fette Riffs, ein richtig aggressiver Drive und Sänger Randy Blythe, der klingt, als hätte er die letzten Jahre konsequent in Wut konserviert. Das Album bestätigt irgendwie auch den ersten Eindruck, den ich von LAMB OF GOD hatte. Kennengelernt habe ich die Jungs aus Richmond beim SLAYER Abschiedskonzert 2018 in Erfurt. Während LAMB OF GOD die Halle abgerissen haben, waren SLAYER an diesem Abend echt S******. Wir sind – wie so viele andere – früher gegangen. Ich habe fast 20 Jahre gebraucht, um diese geile, im Jahr 1990 gegründete, Band zu finden. Echt traurig….
Aber weiter im Text. Stücke wie „Parasocial Christ“, „The Killing Floor“ oder „Blunt Force Blues“ sind pures Moshpit Material – wuchtig, genau, und klar auf eine Live Umsetzung ausgelegt. Man hört sofort: Diese Songs wurden geschrieben, damit Nacken knacken und die Security im Graben nicht zur Ruhe kommt. Die Band legt eine Souveränität an den Tag, die man nur nach Jahrzehnten Bühnenerfahrung hat.
Was das Album aber wirklich herausstechen lässt, sind die ruhigeren, atmosphärischeren Momente, die man so nicht unbedingt erwarten würde. Mein Überraschungshighligt auf „Into“Oblivion“ ist „El Vacío“. Eine düstere, fast balladenhafte Nummer mit deutlichem „ALICE IN CHAINS Vibe, die zeigt, dass LAMB OF GOD auch anders können, ohne an Härte zu verlieren. Auch „A Thousand Years“ mischt Southern Metal Vibes mit variablen Vocals und bringt eine angenehme Portion Abwechslung ins Gesamtbild.
Ganz ohne Kritik geht’s aber nicht: Manche Stellen wirken so souverän und sauber, dass sie fast schon zu sicher daherkommen. Technisch top, manchmal zu clean, aber nicht immer überraschend. Hinzu kommt ein neues Logo, das man so nicht gebraucht hätte. Aber okay, kleine Mängel sind bei einer Band wie LAMB OF GOD immer noch jammern auf hohem Niveau.
Textlich ist Sänger Randy Blythe dafür voll im Element. Seine Wut über gesellschaftliche und politische Entwicklungen in den USA zieht sich wie ein roter Faden durchs Album und verleiht dem Album eine gewisse würzige Note. Die Produktion ist druckvoll, klar und lässt sowohl die alten LAMB OF GOD Trademarks als auch die neuen Nuancen gut zur Geltung kommen.
Mein Fazit ist, „Into Oblivion“ ist ein sehr starkes, energiegeladenes Album geworden, das Fans abholt und Neulinge nicht überfordert. Es erfindet das Rad nicht neu – muss es aber auch nicht. LAMB OF GOD bleiben LAMB OF GOD, nur mit ein paar frischen Farbtupfern. „Into Oblivion“ macht richtig Laune und echt Bock auf mehr.
Tänski






