JOEY SUMMER – Even The Saints Are Sinners

Band: Joey Summer
Album: Even The Saints Are Sinners
Spielzeit: 39:13 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Perris Records
Veröffentlichung: 14.05.2013
Homepage: www.joeysummer.com

„Even The Saints Are Sinners“ ist das mittlerweile dritte Album des Brasilianers JOEY SUMMER, das ich rezensieren darf. Seine erste komplett in Englisch gesungene Scheibe „Written On The Horizon“ hat mich nicht umgehauen, aber sie bot gute Hardrock-Kost mit ziemlich schlechtem Sound. Auch der Nachfolger „One Bite From Paradise“ hatte die Kellerkrankheit – so nenne ich Platten, die in kleinen (meist eigenen) Kellerstudios aufgenommen wurden und nicht eben mit einem tollen Sound glänzen sondern eher an Demos erinnern. Nun steht mit „Even The Saints Are Sinners“ eine neue Scheibe aus dem Hause JOEY SUMMER an und es bietet sich wieder nicht mehr als Demo-Standard. Im Gegenteil, das Ding ist soundmäßig noch schlechter als die letzten beiden – leider. Da stellt sich mir die Frage, ob es nicht anders geht oder ob es echt eine Geldfrage ist, diese 9 neuen Stücke in ein halbwegs ordentliches Gewand zu packen.

Auch die Mannschaft hat sich geändert, waren auf dem letzten Dreher noch Fredrik Bergh (STREET TALK), Tommy Denander (praktisch überall) oder Frederic Slama (AOR) als Gastmusiker vertreten und der Großteil der Songs von Daniel Lamas (keyboards) sowie Geraldo Abdo (drums) sowie dem Chef persönlich (vocals, guitars, bass) eingespielt, ist JOEY SUMMER jetzt mehr oder minder Einzelkämpfer und hat sich Sacha Spiegel (drums), Michael Müller (bass), Peter Östros (guitar) (beide JADED HEART) und David Mark Pearce (guitar) als feste Gastmusiker geangelt.

„Another Shot“ eröffnet den Reigen. Geboten wird wie schon auf den Vorgängeralben Hardrock mit AOR Anleihen. Eingängige Hooks, Keyboards hier und da und der äußerst dumpfe und dünne Sound, der an schlechte Soundtracks aus den 80ern erinnert. Die folgende Coverversion von P.LION´s Italodance Hit „Happy Children“ schießt aber den Vogel ab. JOEY SUMMER hat ja auch in der Vergangenheit sein Faible für Fremdkompositionen zur Schau gestellt, war aber in der Songauswahl bei Weitem stilsicherer als hier. Der Song nervt einfach nur. Das schleppende „Our Love Is Waiting“ kann da nicht viel Boden gut machen. Auch „Lucky One“, „Shot In The Mirror“ oder „No Matter Where You Go“ sind durchschnittliche Songs, wie man sie schon 100 mal gehört hat und locken bei all der guten Musik auf diesem Planeten wohl keinen mehr vor dem Ofen hervor. Einzig Stücke wie „On The Road“ können etwas herausstechen.

Es ist echt schade, aber hat mir das 2010er Album „Written On The Horizon“ noch relativ gut gefallen, hat sich über die Jahre ein Abwärtstrend eingestellt, der sich selbst von den guten Mitmusikern nicht stoppen ließ. So bleibt nur das unsägliche Prädikat „nicht der Rede wert“ für „Even The Saints Are Sinners“.

WERTUNG: 

Trackliste:

1.Another Shot
2.Happy Children
3.Our Love Is Waiting
4.Lucky One
5.On The Road
6.Hearts In Flames
7.No Matter Where You Go
8.Looking For Love
9.Shot In The Mirror

Stefan

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