DUST&BONES Interview

L.S: Erst einmal zur grundlegendsten Frage: Woher kommt eigentlich euer Bandname?
Dirk: Also es kommt nicht von Guns N‘ Roses. Das hat sich so ergeben. Der Name klang einfach gut und hat gepasst.

L.S: Ihr beide seid ja noch nicht von Anfang an in der Band. Wie seid ihr zur Band gestoßen?
Dirk: Ich hab früher mit Thorsten schon in anderen Bands gespielt und dann hab ich eine Weile nichts mehr gemacht, beziehungsweise andere Sachen und irgendwann sind wir dann wieder zusammengekommen, weil sie noch einen Gitarristen gesucht haben und als Thorsten mich gefragt hat, bin ich dann in die Band eingestiegen. Das war 2007.
Vöhri: Bei mir war es so, dass ich früher mit Bernd Musik gemacht habe, dem anderen Gitarristen. Irgendwann kam dann auch Thorsten auf mich zu und dann haben wir das ausprobiert und es hat funktioniert. Und das seit 2015.

L.S: Ihr habt vor kurzem ein neues Album rausgebracht. Das letzte Album von euch ist 2010 erschienen. Warum hat es so lange gedauert, bis ihr ein neues Album aufgenommen habt?
Dirk: Zwischenzeitlich haben wir noch eine EP gemacht, das war 2012. Da sind aber nur sechs Lieder drauf. Da sind aber trotzdem einige Jahre dazwischen. Wir brauchen halt immer ein bisschen länger, um Songs zu schreiben. Wir haben auch relativ viele geschrieben, aber es haben es nur ein paar davon aufs Album geschafft. Und wir machen das so, dass wir die Songs auch vorher schon live spielen und dann nochmal daran arbeiten, je nachdem, wie sie ankommen. Und deswegen hat das dann auch so lang gedauert.

L.S: Und was würdet ihr mit dem neuen Album gerne erreichen? Gibt es ein bestimmtes Ziel das ihr verfolgt?
Dirk: Nächstes Jahr möchten wir auf jeden Fall auf mehr Festivals spielen und vielleicht auch eine Tour machen.

L.S: Was sind eure persönlichen Lieblingssongs auf dem Album und warum?
Dirk: Die sind alle gut. Aber mein Lieblingssong wäre wahrscheinlich „Nail You To The Wall“.
Vöhri: Also so einen richtigen Favoriten hab ich gar nicht. Je nach Lebenslage. Es gibt ein paar Songs, die ich live sehr gerne spiele, aber einen Lieblingssong hab ich nicht.

L.S: Was gefällt euch allgemein besser? Live spielen oder Songs im Studio aufnehmen?
Vöhri: Das hat beides seinen Reiz.
Dirk: Das finde ich auch. Live spielen ist halt dahingehend super, dass man sofort eine Resonanz vom Publikum hat, aber im Studio eine CD aufzunehmen und an den Songs zu arbeiten und dann am Ende die CD in der Hand zu halten ist auch schön.
Vöhri: Die Studioatmosphäre war auch top und sehr relaxt. Das hat auch Spaß gemacht. Du bist ins Studio gegangen und hast das nicht als Arbeit angesehen. Wir waren teilweise acht Stunden am Tag im Studio und haben an den Songs gearbeitet. Live muss man halt sofort funktionieren. Da hat man zwar nur eine Stunde oder eineinhalb Stunden, aber dann muss es funktionieren.

L.S: Und woher nehmt ihr eure Inspirationen für die Songs? Was hat das neue Album inspiriert?
Vöhri: Da müsstest du eigentlich Thorsten fragen. Normalerweise läuft es so ab, dass Thorsten schon mit einem Text und einem groben Musikgerüst in dem Proberaum kommt und dann wird daran gearbeitet.
Dirk: Dann bringen alle ihren Input und ihre Ideen mit ein und so entsteht dann der Song.
Vöhri: Die Texte schreibt aber hauptsächlich Thorsten. Die Songs haben schon eine Aussage. Manche Leute kommen damit nicht ganz zurecht, weil sie teilweise schon sehr überspitzt sind. Es wird schon auf Sachen angedeutet, die in unserer Gesellschaft oder allgemein auf der Welt nicht ganz rund laufen, aber Thorsten umschreibt das eigentlich ganz nett, damit man nicht sagen kannst „Das ist schlecht und das ist schlecht“, sondern man kann das so oder so interpretieren. Es ist sehr viel Interpretationsspielraum in den Texten und das ist uns auch wichtig.

L.S: In eurer Band gibt es nicht nur einen Sänger, sondern gleich zwei. Wie seid ihr auf diese Idee gekommen?
Vöhri: Es war noch ein Platz frei.
Dirk: Eigentlich war das von Anfang an Thorstens Idee. Die Grundidee war, dass Thorsten die höhere beziehungsweise normale Stimme singt und Vöhri die tiefe. Wir wollten die beiden Sachen kombinieren. Nicht nur das Gegröle, wie man sich das bei Rock’n’Roll in dem Stil vielleicht vorstellt, wie bei Motörhead zum Beispiel, aber auch nicht nur die normale Stimme.

L.S: Wie wichtig ist euch der Kontakt zu euren Fans?
Vöhri: Der Kontakt zu den Fans ist uns schon sehr wichtig. Ich persönlich geh auch öfters von der Bühne runter und zum Publikum. Und danach mit den Leuten noch ein bisschen reden und ein Bier zu trinken, das muss eigentlich sein. Das gehört einfach dazu, weil du auch viel Feedback kriegst. Sowohl positiv als auch negativ.
Dirk: Manchmal ist es schwierig, dass das alle zusammen machen, aber wir sind ja zu fünft und das geht dann schon. Das ist uns auf jeden Fall sehr wichtig.

L.S: Eine abschließende Frage: Was sind fünf Dinge, die ihr in diesem Leben noch gerne sehen oder erleben möchtet?
Dirk: Eine längere Tour spielen, vielleicht auch mit einer größeren Band, wäre eins meiner Ziele. Und wie gesagt würden wir gerne mehr Festivals spielen. Und weitere CDs wären natürlich auch super.
Vöhri: Eine Tour mit einer Band, die wir mögen wäre schon super. Und wenn es so, wie es momentan läuft weiter geht, vielleicht noch eine Stufe höher. Aber da sind wir auf einem guten Weg mit unserem Label, El Puerto Records. Und dass wir alle gesund bleiben und weiterhin die Leute mit unserer Musik nerven können.

Lilli Stöberl

 

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