GOTTHARD – Firebirth

Band: Gotthard
Album: Firebirth
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 01.06.2012
Homepage: www.gotthard.com 

Nach dem tragischen Unfalltod von Sänger Steve Lee am 05.10.2010 stand das weitere Schicksal der erfolgreichsten Rockband aus der Schweiz auf der Kippe. Wie wrid es weitergehen? Wird es überhaupt weitergehen? Nun, die Jungs haben sich dazu entschieden, den Spirit von GOTTHARD weiterzutragen und mit Nic Maeder als neuen Sänger weiterzumachen. Als es hieß, dass die Band auf der Suche nach einem Frontmann sind, der nicht als stimmliche Kopie Lee´s durchgehen sollte, sondern ganz anders klingen wird, waren viele gespannt, wen die Jungs da aus dem Hut zaubern. Auf der anderen Seite war ich fest davon überzeugt, dass „der Neue“ ähnlich klingt, ja klingen muss, will man die Songs der langjährigen Karriere weiterhin gut auf der Bühne umsetzen. Und da GOTTHARD ja schon seit jeher eine der perfektesten Livebands ist, die ich kenne, war für mich klar, wohin die Reise gehen wird. Es ist ja kein Geheimnis, dass die Wahl auf den in Australien lebenden Schweizer Nic Maeder gefallen ist – und ich hatte Recht: natürlich klingt Nic nicht 100% nach Steve, aber eine gewisse Ähnlichkeit ist da schon. Und das ist ja auch ok.

Soviel zur bekannten Vorgeschichte zum neuen Rundling „Firebirth“, der recht treffend betitelt wurde. Denn nicht nur Nic Maeder wird auf den 13 neuen Stücken seine Feuertaufe bekommen, auch die gesamte Band wird zeigen müssen, wie sie ohne Steve Lee dasteht. Eines war aber von Anfang an klar: der Weg wird zurück gehen in die Zeit, in der man mit Alben wie „Dial Hard“ oder „G.“ noch härteren Tönen frönte, denn in erster Linie war es der Sänger Steve Lee, der die Band mal mehr mal weniger in softere Gefilde bugsierte. Trotzdem haben GOTTHARD immer überzeugt – auch zu einer Zeit, in der den Schweizern Ausverkauf oder das Prädikat Hausfrauenrock angedichtet wurde.

Doch zurück zum neuen Album. Vorab gab es ja schon eine Single zu hören. Mit „Remember It´s Me“ natürlich eine Ballade. Und was soll ich sagen? Nic klingt einfach nach Steve. „Starlight“ ist die zweite Auskopplung und ist eine Rückbesinnung in alte Tage, so wie ich es erwartet hatte. Melodisch, knackiges Riffing – einfach GOTTHARD. Der zweite Song „Give Me Real“ ist eine Zeitreise zurück zu „Dial Hard“, dort hätte das Stück ohne Zweifel stehen können. Die schon angesprochene Ballade „Remember It´s Me“ steht an dritter Stelle und ist eine von satten 4 Verschaufpausen. An Balladen haben die Jungs also auch dieses Mal nicht gespart. Fight und das coole „Yippie Aye Yay“ hauen wieder in Rockkerbe, bevor es mit „Tell Me“ wieder ruhiger wird. Nach der Hälfte des Albums wird mir aber langsam klar, dass sich hier Songs tummeln, die allesamt weit davon entfernt sind, schlecht zu sein, aber an die superben Alben der letzten Jahre nicht ganz anknüpfen können. Trotzdem bleibt der Supergau aus, denn GOTTHARD haben noch nie ein schlechtes Album herausgebracht, und so bleibt es auch mit „Firebirth“. Die abschließende Ballade „Where Are You“ ist Steve Lee gewidmet – eine echt traurige Angelegenheit, aber toll umgesetzt.

Highlights sind „Starlight“, „Remember It´s Me“, „Yippie Aye Yay“, „The Story´s Over“ und „Right On“. Manchmal hört es sich so an, als möchte man mit dem Brecheisen zurück zu „Dial Hard“-Zeiten, kann aber die Songs nicht so locker und unbedarft gestalten wie seinerzeit. „Firebirth“ ist aber – und das wird die alten Fans sicher freuen – das härteste Album seit „G.“ und kann trotz seiner 4 Balladen mit 9 reinrassigen Rockern glänzen.

GOTTHARD sind auch nach ihrem Neustart quicklebendig und trotzdem ist ohne Steve Lee einiges anders. Oder doch nicht?

WERTUNG:

Trackliste:

1.Starlight
2.Give Me Real
3.Remember It´s Me
4.Fight
5.Yippie Aye Yay
6.Tell Me
7.Shine
8.The Story´s Over
9.Right On
10.S.O.S.
11.Take It All Black
12.I Can
13.Where Are You

Stefan

BLACK BLITZ – Born to rock

Band: Black Blitz
Album: Born to rock
Spielzeit: 34:52 min
Plattenfirma: Art Connect Records
Veröffentlichung: 05.08.2011
Hach ja, es gibt sie noch, die guten Newcomer im Bereich Hard Rock aus Deutschland. Die 2009 gegründeten BLACK BLITZ haben Ende letzten Jahres ihr Debütalbum „Born to rock“ auf die Menschheit losgelassen und konnte damit ordentlich Airplay, unter anderem auf Bayern 3 Classic Rock (CD des Monats) und viel Aufmerksamkeit einheimsen. Man gewann zwei Contest, und spielte sich in 2 Jahren sprichwörtlich den Arsch ab. Unter anderem trat man 2012 auch mit SEPULTURA und RAGE auf. Die Jungs sind also wahrlich nicht mehr grün hinter den Ohren.
Mit ihrem, natürlich an AC/DC, angelegten Stil möchte man jetzt die Hörer begeistern und ähnlich wie die in eine ähnliche Kerbe schlagenden AIRBOURNE erhofft man sich den großen Durchbruch.
Wir werden später sehen ob die Vorschusslorbeeren der Band gerecht werden.
Zuvor darf ich euch noch die Bandzusammensetzung mit an die Hand geben, diese liest sich so, Thomas Bauer (Gesang, Gitarre), Christian Reiter (Bass, Gitarre) und Thomas Pribbenow (Schlagzeug).
So jetzt starten wir aber gleich mal mit dem Opener und Titeltrack „Born to Rock“ in das Debütalbum. Gleich bei den Anfangstakten kann man gar nicht anders als mit dem Fuß mitwippen, so klingt Hard Rock der einen durch Mark und Bein geht. Die Stimme von Fronter Thomas ist schön dreckig und passt perfekt zur Mucke. Chorus, passt und die Riffs sitzen, was will man mehr?
Das folgende „Bomshell“ rock ebenfalls kräftig und im Midtempobereich los und führt den eingeschlagenen Weg vom Opener konsequent fort.
Zum ersten Mal geht bei „Point of no Return“ richtig die Post ab. Schön schnell und mit ordentlich Schmackes fliegen uns die Riffs und der knackige Chorus nur so um die Ohren. Eine Nummer die ganz klar an AIRBOURNE erinnern. Cooler Track!
Auch „Kicked out of Business“ könnte direkt von AIRBOURNE stammen, man beackert das selbe Thema und man spielt auch in der gleichen Liga wie die vier Aussis. BLACK BLITZ gehen hier aber ein wenig songdienlicher zu Werke und rotzen die Nummer nicht nur herunter.
„Let it out“ ist Business as usual, ein typischer Hard Rock Song, nicht weltbewegend aber auch nicht wirklich schlecht.
Bei „Road Runner“ geht es dem Titel entsprechend wieder ordentlich schnell zur Sache. Eine Nummer perfekt geeignet für das Liveset von BLACK BLITZ oder für die nächste Metalparty. Den Chorus und die Melodie bekommt man nicht mehr so schnell aus dem Kopf, das verspreche ich euch!
Schon sind wir fast am Ende der, recht kurzen, Platte angekommen. Mit „Cause I Can“ und dem abschließenden „Hell breaks loose“ präsentiert man uns auch hier zwei recht ordentliche Stücke, die das Album gekonnt abrunden.
Anspieltipps:
Ganz klar kann ich euch hier “Born to Rock”, “Point of no Return”, “Kicked out of Business”, “Road Runner” und “Cause I Can” nennen.
Fazit :
BLACK BLITZ, diesen Namen sollte man sich in Zukunft merken wenn man über gut gemachten Hard Rock aus Deutschland spricht. Die drei Jungs preschen mit ihrem Debütalbum direkt in eine Marktlücke in Deutschland. Denn richtig bekannte Hard Rock Bands ala AIRBOURNE oder gar AC/DC gibt es bei uns nicht wirklich. Klar, bis man an die genannten Überväter heran kommt wird es noch ein bisschen dauern. Aber man zeigt bei einigen Songs schon das man auf dem richtigen Weg ist und den Vorbilden im Nacken sitzt.
Ein bisschen mehr Abwechslung und eine etwas längere Spielzeit hätte dem Album gut getan, aber ansonsten sollte sich jeder Hard Rock Fan diese Scheibe auf jeden Fall mal reinziehen!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Born to Rock
02. Bombshell
03. Take it or leave it
04. Point of no Return
05. Kicked out of Business
06. Let it out
07. Road Runner
08. Cause I can
09. Hell breaks loose
Julian

CHILDREN OF BODOM – Holiday At Lake Bodom (Best Of)

Band: Children Of Bodom
Album: Holiday At Lake Bodom (15 Years Of Wasted Youth) – Best Of
Spielzeit: 78:42 min
Plattenfirma: Spinefarm Records
Veröffentlichung: 18.05.2012
Homepage: www.cobhc.com

Eine Best Of Platte mitten unterm Jahr? Wo gibt’s denn sowas? Solche Produkte sind doch eher für´s Weihnachtsgeschäft oder wenn den Bands nichts mehr einfällt. Beides dürfte bei den Finnen CHILDREN OF BODOM aber nicht zutreffen, denn mit ihren mittlerweile sieben Studioalben zwischen 1997 und 2011 hat sich die Band um Sänger und Gitarrist Alexi Laiho immer auf hohem Niveau bewegt und ist nie stehengeblieben. Und von Weihnachten sind wir ja zum Glück noch etwas entfernt. Aber im Falle von COB ist es das 15-jährige Bandjubiläum, weshalb mit „Holiday At Lake Bodom – 15 Years Of Wasted Youth“ das Licht der Welt erblickt.

Sind solche Compilationen gut gemacht, sind sie durchaus auch für die eingefleischten Fans interessant, denn vielleicht befinden sich auf einer eventuellen Bonus-CD unveröffentlichte Songs, Demos, Outtakes oder ähnliches sammelnswertes Material. Im Falle dieses Vetreters hat man den Zwischenweg gewählt, denn bis auf zwei bisher nicht erhältliche Coverversionen bekommt der Hörer „nur“ die Hits der finnischen Melodic Deather vor den Latz geknallt. Das ist wiederum kein Kaufanreiz für alle Fans, die die regulären Scheiben sowieso schon im Regal stehen haben, gibt aber Neulingen die Chance, fast alle Sahnestücke der Band auf einmal verspeisen zu können. Auf „Holiday At Lake Bodom“ sind alle Schaffensphasen berücksichtigt, auch neue Songs kommen nicht zu kurz. Natürlich wird es immer Nörgler geben, die den ein oder anderen Song vermissen, ich sehe die Zusammenstellung aber als relativ komplett an. Sieben Alben unter einen Hut zu bekommen ist von vorneherein kein allzu leichtes Unterfangen. Die beiden neuen Coverversionen hinterlassen allerdings ein zwiegespaltenes Verhältnis zu den Jungs, denn die DROPKICK MURPHYS Adaption „I´m Shipping Up To Boston“ ist wirklich super gelungen während die Version von ROCK SPRINGFIELD´s „Jessie´s Girl“ eher mau daherkommt.

Was bleibt zusammenfassend zu sagen? Für Fans – wie fast immer – ungeeignet, für COB-Anfänger allerdings essentiell. Ein dickes CHEERZ auf die ersten 15 Jahre! 

WERTUNG: ohne Wertung

Trackliste:

1.Hate Crew Deathroll
2.Shovel Knockout
3.Hate Me
4.Everytime I Die
5.Needled 24/7
6.I´m Shipping Up To Boston (Unreleased)
7.Sixpounder
8.Warheart
9.Roundtrip To Hell And Back
10.Trashed, Lost & Strungout
11.Living Dead Beat
12.Deadnight Warrior
13.Blooddrunk
14.Follow The Reaper
15.Are You Dead Yet?
16.Silent Night, Bodom Night
17.Jessie´s Girl (Unreleased)
18.In Your Face
19.Angels Don´t Kill
20.Downfall

Stefan

SACRED GATE – When Eternity Ends

Band: Sacred Gate
Album: When Eternity Ends
Spielzeit: 51:29 min
Plattenfirma: Metal on Metal Records
Veröffentlichung: 27.04.2012
Die noch recht unbekannte deutsche Power Metal Band SACRED GATE hievt dieser Tage, über das ebenfalls mir unbekannte italienische Label Metal On Metal Records, ihr Debütalbum „When Eternity Ends“ in die Läden.
Was kann man nun von den Jungs erwarten? Nun teutonischen Power Metal der besten Machart wird uns hier geboten, so viel steht schon mal fest. Man fühlt sich geradewegs in die seeligen Metal 80iger zurückversetzt, was hier aber nicht schlechtes ist. Ganz im Gegenteil SACRED GATE beherrschen diesen Stil bis zur Perfektion und schicken uns auf eine schöne Zeitreise.
Noch ein paar Basisfacts bevor wir zur Scheibe kommen.
Die Jungs rund um Sänger und Gründer Jim sowie Gitarrist Nicko gründeten sich 2008 und erinnern mit ihrer Spielweise manchmal an die deutschen Metalurväter HELLOWEEN oder das englische Metalflaggschiff IRON MAIDEN. Letztere Ähnlichkeit kommt nicht von ungefähr, spielten einige der Jungs doch vorher schon in einer IRON MAIDEN Coverband namens MADE OF IRON. Musikalisch sind die Jungs also wahrlich keine Newcomer.
Die Bandbesetzung liest sich wie folgt, der schon angesprochene Jim Over (Gesang), Nicko Nikolaidis (Gitarre), Peter Reckers (Bass) und Christian Wolf (Schlagzeug).
Viel mehr gibt es über die „Newcomer“ logischerweise noch nicht zu berichten, besser für uns bleibt uns doch mehr Zeit das Album unter die Lupe zu nehmen.
Mit dem Opener „Creators of the Downfall“ legen die Jungs auf jeden Fall schon mal recht ordentlich los. Die Nummer knallt, aufgrund seiner kraftvollen Riffs und dem gelungen Wechsel zwischen Melodien und Chorus, direkt ins unser Hirn und frisst sich da richtig schön fest. Ein guter Opener der auf jeden Fall Lust auf mehr macht!
Das folgende „Burning Wings“ ist einen Ticken schneller geraten,bietet aber ebenfalls die aus dem Opener bekannte Kost, auch wenn der Chorus hier nicht ganz so einprägsam gelungen ist.
Wesentlich besser macht man es dann beim Titeltrack „When Enternity Ends“. Hier stimmt wieder die Mischung aus Härte, Melodie und Eingängigkeit.
Das anschließende „Freedom or Death“ ist eine schleppende Nummer die sehr episch rüber kommt und ordentlich Atmosphäre erzeugt.
Ruck zuck sind wir auch schon im letzten Teil der Scheibe angekommen. Hier begeistern auf jeden Fall noch „Vengeance“, „ Earth my Kingdom“und das abschließende „Heaven under Siege“.
Anspieltipps:
Hier muss man auf jeden Fall den Opener “Creators of the Downfall”, “When Eternity Ends“, „Vengeance“ und “Earth my Kingdom“ nennen.
Fazit :
Man muss SACRED GATE auf jeden Fall ein Kompliment für ihr Debütalbum “When Eternity Ends” aussprechen. Die Jungs sind dermaßen in den 80igern stecken geblieben das es eine Freude ist ihnen zu zuhören. Zeitgemäß ist das natürlich nicht, aber hey Musik muss in erster Linie Spaß machen und das ist hier definitiv der Fall!
Ein mehr als ordentliches Debüt, welches auf jeden Fall starke Tracks an Bord hat. Klar ein wenig müssen sich die Jungs noch steigern um vollkommen zu überzeugen und die Produktion ist manchmal auch ein bisschen schwammig aber man ist ja auch erst am Anfang der Karriere.
Lasst euch davon aber nicht abhalten, gebt der Band eine Chance und lasst euch von ihr direkt in die goldigen 80iger zurückversetzen!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Creators of the Downfall
02. Burning Wings
03. The Realm of Hell
04. When Eternity Ends
05. Freedom or Death
06. In the Heart of the Iron Maiden
07. Vengeance
08. Earth my Kingdom
09. Heaven under Siege
Julian

BURNING POINT – The Ignitor

Band: Burning Point
Album: The Ignitor
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 19.06.2012
Eine meiner Lieblingsbands BURNING POINT bringt dieser Tage ihr neues Album „The Ignitor“ auf den Markt. Man hat Labeldeutschland verlassen und ist von Metal Heaven zurück in die Heimat zu Scarlet Records gewechselt. Wo man nun den Nachfolger des 2008/2009er Werkes „Empyre“ veröffentlicht. Ob dieser Schritt klug war, kann ich noch nicht bewerten. Fakt ist das dieses Label in Europa nicht so sehr bekannt ist. Wir werden sehen was die Zukunft für die Jungs bringt.
Auf jeden Fall können wir uns auf eine weitere heiße Power Melodic Metal Scheibe der Finnen freuen, soviel steht schon mal fest, denn richtig schlechte Platten gab es im Hause BURNING POINT bislang noch nicht.
Gegründet wurden die Jungs 1999 und das neue Werk ist ihre fünfte Veröffentlichung. An der Bandzusammenstellung hat sich nichts geändert, sie liest nach wie vor so, Pete Ahone (Gesang, Gitarre), Pekka Kolivuori (Gitarre), Jukka Jokikokko (Bass) und Jussi Ontero (Schlagzeug/Keyboard).
Genug Infos, steigen wir gleich mit dem Opener „Eternal Flame“ in die neue Scheibe ein. Nach einer ordentlichen instrumentalen Einleitung erwartet uns der typische BURNING POINT Sound und Song. Unterstützt mit feinen Keyboardklängen und mit viel Melodie pumpt man sich geradezu durch die Nummer, die im einfachen aber gelungen Chorus mündet. Starker Track, starker Opener.
Das anschließende schnelle „In the Fire’s of Myself Made Hell“ dürfte ganz schön auf die Nackenmuskeln gehen und kommt ziemlich schnell zur Sache. Die Nummer reiht sich perfekt ein und führt das „feurige“ Thema gekonnt weiter.
Es geht Schlag auf Schlag weiter. Bei „In the Night“ haben wir es mit einem der stärksten Melodien und Chören auf dem gesamten Album zu tun und der Titelsong „The Ignitor“ begeistert ebenfalls mit einem klasse Chorus, einem feinen Groove und einprägsamen Melodien.
Puh bislang nur starke Songs, wo mag das nur hinführen? Auf jeden Fall bringt es uns über den etwas belanglosen Mittelteil, bevor es dann mit dem bandtypischen „Loosing Sleep“ wieder zurück in die Spur geht.
Ein BURNING POINT Kracher erster Güte erwartet uns dann mit „Demon inside of you“. Ein stampfender Rhythmus, gekonnte Melodien und ein Chorus der sich gewaschen hat, das sind BURNING POINT im Jahre 2012.
Das, den letzten Teil einleitenden „Everdream“ lassen wir mal links liegen, denn mit dem ungewöhnlichen „Lost Tripe“ und dem starken Abschlusstrack „Holier than you“ hat man hier noch wesentlich bessere Nummern am Start.
Anspieltipps:
Auf ihrem neuen Album haben BURNING POINT einige starke Nummern am Start. “Eternal Flame”, “In the Night”,“The Ignitor”, “Demon inside of you” und “Lost Tripe” muss man auf jeden Fall dazu zählen.
Fazit :
Mich begleiten BURNING POINT schon eine geraume Zeit durch mein Musikleben. Mittlerweile sind die Finnen mir richtig ans Herz gewachsen und mit ihrem neuen Album gehen die Jungs gekonnt ihren Weg weiter und toppen auf jeden Fall den auch schon starken Vorgänger “Empyre”. Ab und an kommt zwar noch der Schlendrian durch, aber im großen und Ganzen sind alle Songs recht gut gelungen und fräsen sich direkt in unsere Ohren.
BURNING POINT Fans sowie Power Melodic Metal Fans finnischer Machart sei “The Ignitor” wärmstens ans Herz gelegt. Geile Scheibe!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Eternal Flame
02. In the Fire’s of Myself Made Hell
03. In the Night
04. The Ignitor
05. Silent Scream
06. Heaven is hell
07. Loosing Sleep
08. Demon inside of you
09. Everdream
10. Lost Tribe
11. Holier than you
Julian

DESTINATION’S CALLING – End of Time

Band: Destination’s Calling
Album: End of Time
Spielzeit: 52:55 min
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 15.06.2012
Nach ihrem 2008 veröffentlichten Debütalbum „Invisible Walls“ präsentieren uns die Jungs von DESTINATION’S CALLING dieser Tage, wieder in Eigenregie, ihr neues Album „End of Time“. Die Band ist schon seit 1999 in der Metal Szene aktiv und hat sich schon eine beachtliche Fangemeinde erspielt. Davon zeugen auch die vielen Liveauftritte der Band, die z.B. schon mit BRAINSTORM, MORGANA LEFAY, FREEDOM CALL oder SERENITY die Bühne geteilt haben.
Bei dem neuen Album „End of Time“ hat die Band mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut und arbeitete bei der Produktion mit Sascha Paeth in seinen Gate Studios zusammen.
Die Bandzusammensetzung hat sich im Vergleich zum Debütalbum im übrigen nicht verändert und liest sich nach wie vor so, Christian Gräter (Gesang, Gitarre), Markus Christian (Gitarre), Steffen Singler (Bass) und Christian Frank (Schlagzeug).
DESTINATION’S CALLING sind also mit neuer Kraft zurück um uns erneut, nach ihrem Debütalbum, ein weiteres Stück puren melodischen Power Metal zu kredenzen.
Das beweist auch gleich der Opener „Feel the Rain“. Im Midtempobereich gehalten wird uns hier mit einem wunderbar melodischen Chorus gezeigt das die Jungs von DESTINATION’S CALLING ganz kräftig am Melodic Metal Thron rütteln wollen. Gleich ein Volltreffer geworden, der Opener. So kann es weitergehen!
Auch das folgende „Soulbound“ kann mit seinen Melodien und dem Chorus absolut überzeugen und ist eine schöne Weiterführung des Openers. Gehört auf jeden Fall auch zu den stärkeren Songs auf dem Album.
Mit einer interessanten Melodieführung fliegt uns als nächstes „Revolution in Mind“ um die Ohren. Die Nummer kann ein paar progressive Einflüsse auf jeden Fall nicht verleugnen. Mir gefällt diese Mischung ganz gut. Reiht sich auch super ein!
Im Mittelteil haben wir mit „Dreams Died in the Road“ und „Another Day“ zwei langsamere Tracks, die nicht ganz mit den ersten saustarken Nummern mithalten können.
Auch der Titeltrack „End of Time“ ist eine langsame Angelegenheit geworden. Leider muss ich sagen, denn von Grundsatz her ist die Nummer gut gelungen, aber die nun zum wiederholten Male langsame Spielweise macht den positiven Gesamteindruck ein wenig zu Nichte…hier wäre ganz klar mehr drin gewesen!
Im letzten Teil der Scheibe haben wir leider auch mit der langsamen Spielgeschwindigkeit zu kämpfen, ziemlich viel ist im Midtempobereich gehalten. Positiv hervorstechen können nur noch „Burning Paradise“ sowie „Walking on the Ice“.
Anspieltipps:
Die stärksten Tracks auf “End of Time” sind hier ganz klar “Feel the Rain”, “Soulbound”, “Revolution in Mind”, “End of Time” und “Walking on the Ice”.
Fazit :
Zuerst war ich relativ angetan vom neuen Album von DESTINATION’S CALLING. Leider schlich sich im Laufe der Platte ein ungutes Gefühl ein. Die ersten Tracks sind noch richtige Mörderteile, danach lässt die Geschwindigkeit aber ein wenig nach. Die Band scheint das Album aber extra so strukturiert zu haben. Es gibt einen etwas schnelleren Teil und dann den Balladenteil mit den langsamen Songs. Mir wäre aber der ein oder andere etwas schnellere Song doch lieber gewesen, auch wenn man dem Balladenteil zu Gute halten muss das dieser natürlich ordentlich Atmosphäre erzeugt.
Trotz allem ist “End of Time” ein gutes Album geworden, denn gute Songs schreiben können die Jungs auf jeden Fall, das merkt man zu jeder Sekunde!
Melodic Power Metal Fans sollten aber auf jeden Fall mal reinhören.
WERTUNG:
 
Trackliste:
01. Feel the Rain
02. Soulbound
03. Revolution in Mind
04. The Broken Hourglass
05. Dreams Died in the Road
06. Another Day
07. End of Time
08. Burning Paradise
09. Dark Poem
10. Walking on the Ice
11. The Way back home
Julian

MARYANN COTTON – Free Falling Angels

Band: Maryann Cotton
Album: Free Falling Angels
Spielzeit: 41:29 min
Plattenfirma: Pure Rock Records
Veröffentlichung: 15.06.2012
Homepage: www.maryannecotton.net

Maryann Cotton war wohl nicht die sympathischste Frau Großbritanniens, nämlich eine Serienmörderin, die mehr als 20 Personen (alles Mitglieder ihrer Familie bzw. ihre Liebhaber) mit Arsen vergiftete und dann selbst gehenkt wurde. Aber aus Schlechtem wird Gutes, denn sie inspirierte einen jungen Dänen zu seinem Künstlernamen. MARYANN COTTON, bürgerlich Jackie Patino, engagierte in seiner Band vier namhafte Musiker – Hal Patino (Bass), Pete Blakk (Gitarre), Sebastian Sly (Gitarre) und Snowy Shaw (Schlagzeug).

MARYANN COTTON’s Cover zu „Free Falling Angels“ zeigt deutlich, dass Jackie/MARYANN sich als Solokünstler sieht. Im Hintergrund eine Art Kathedrale. Das Ganze ist in Schwarz-Grau gehalten und wirkt düster.

Stimmlich reicht MARYANN COTTON beinahe an Alice Cooper heran, der ebenfalls jemand war, der ihn zu seiner Idee inspirierte. Seine Musiker sind sehr gut und mit Bedacht gewählt. Diese geben natürlich ihr Bestes, ist doch Jackie Patino der Sohn von Hal Patino und sie alle jahrelange Kollegen bei King Diamond. Die Routiniers legen sich richtig ins Zeug.

„Heaven Send For Me“ könnte am Anfang original Alice Cooper sein. Klingt stimmlich sehr gut und zu den restlichen Instrumenten spielt ein Klavier, was sehr passend ist. „Never Waste Land“ hat einen guten Bass- und Drum-Beginn. Auch hier guter Schock-Rock-Sound. Eingängig. Ab dann wird es weicher und ruhiger: „Crazy“ ist eine Ballade und Jackie Patino hat seine typisch knarzige Stimmlage nicht. Hört sich auch sehr gut an, stellenweise allerdings ein wenig, als hätte er eine verstopfte Nase. Tut aber keinen Abbruch. Auch „Get It On“ ist ein Song, den man, wenn man ihn zwei- bis dreimal gehört hat, mitsingen kann. „Night Train To Paris“ hat einen schönen Anfang mit Klavierklängen. Es wäre interessant zu wissen, wer es spielt. Auch dieses Lied ist ein wenig ruhiger und eine schöne Ballade. „Die In Britain“ und „Miss Misery“ werden wieder etwas schneller und knackiger. Danach folgt der Ohrwurm „Shock Me“, welches die erste Single-Auskopplung des Albums war. Hier kommen die Gitarren und der Bass sehr gut zur Geltung. Und natürlich steht der Gesang bei MARYANN COTTON im Vordergrund. Eine sehr gute passende Stimme zu dem Song! Bei „The One“ hat der Hörer das Gefühl, diesen Song schon hundertmal gehört zu haben. Kommt einem sehr bekannt vor. Ist nicht schlecht, sondern erscheint einfach vertraut. Bei diesem spielt Jackie/MARYANN ein wenig mit seiner Stimme, die z. T. professionell verzerrt wird und zusätzlich als Backgroundstimme eingespielt wurde. Zwischendrin ein schöner musikalischer Part. „Maryann“ ist eine schmusige Ballade, bei der einem das Herz aufgeht und hier kommen Bass, Gitarren und Schlagzeug sowie das ominöse Klavier herrlich zur Geltung.

Eine sehr gute Scheibe, die erfreut und knackig-rockige Klänge hat.

Anspieltipps: „Heaven Send For Me“, „Never Waste Land“, „Get It On“, „Night Train To Paris“, „Shock Me“, “Maryann”

Fazit :  Alles war schon mal, alles kommt mal wieder. Insgesamt ein würdiger Nachfolger für unseren hochverehrten Schockrocker Alice Cooper!

WERTUNG:

Trackliste:

1. Heaven Send For Me 3:55
2. Never ”Waste”Land 2:36   
3. Crazy 4:24
4. Get It On 3:39
5. Free Falling Angels 4:32
6. Night Train To Paris 4:48
7. Die In Britain 3:05
8. Miss Misery 3:19
9. Shock Me 3:17
10. The One 4:00
11. “Maryann“ 3:50

Sandra

LITA FORD – Living Like A Runaway

Band: Lita Ford
Album: Living Like A Runaway
Spielzeit: 40:09 min
Plattenfirma: Steamhammer
Veröffentlichung: 15.06.2012
Homepage: www.litafordonline.com

LITA FORD, ein weiterer Dinosaurier der Hardrockgeschichte. LITA wird einmal in die Annalen einziehen. Die in Los Angeles aufgewachsene gebürtige Britin war Gründungsmitglied einer der ersten Girlie-Metal-Bands „The Runaways“ und ist nun eine der großen Damen des Hardrock. Das Album „Living Like A Runaway“ ist ein sehr persönliches, in dem LITA ihre Erfahrungen verarbeitet und bei dem sie betont, dass man sich das gesamte Album anhören sollte statt nur einzelne Stücke. Es ist ihr wichtig, dass ihre Musik Menschen mit ihren Sorgen hilft und diese inspiriert, ihnen Mut und Kraft gibt.
Auf dem Cover ist LITA, die beneidenswert jung aussieht, zu sehen, wie sie mit ihrer Gitarre auf Bahngleisen steht und sich von der Kamera abwendet, in eher nachdenklicher Pose.

Der erste Song des Albums ist „Branded“. Der Beginn wird mit verzerrten Gitarren gespielt und dann legt LITA los mit „Go!“ und beweist wieder einmal, dass sie eine Klassikerin der Szene ist. Auch der nächste, „Hate“, lässt zuerst Gitarren röhren und danach röhrt LITAs Stimme. „Hate“ ist ein sehr tiefgehender Song, der ein Stück von LITAs Seele entblößt. Der Gitarrenrhythmus ist absolut passend und der Gesang eingängig. „The Mask“ lässt sofort die Füßchen mitwippen. Ein Sprechgesang startet und danach ertönt wieder LITAs unvergleichliche Stimme, die den ganzen Raum einnimmt. Zwischendurch wieder ernster Sprechgesang wie aus den Tiefen der Seele. „Living Like A Runaway“, gleichnamig mit dem Album, ist ein ruhiger nachdenklicher Song, der von Straßenkids handelt bzw. auch die Erfahrungen mit FORDs ehemaliger Band behandelt. Ein ruhiges Stück, der Text sehr klar gesungen. Man kommt kaum davon los. Auch das folgende Lied „Relentless“ beginnt ruhig, steigert sich aber im Laufe der Zeit und hat auch einen Chorus, den man sich sehr gut merken kann. „Mother“ ist, wie alles andere auf dem Album, sehr von persönlichen Gefühlen geprägt. Wunderschöne Gitarrenklänge, sehr weich, und dazu LITA FORDs Röhre, die diesen Song sehr weich singt. In diesem Stück versichert LITA ihren Kids (sie hat zwei Söhne), dass sie immer ihre Mutter sein wird, es werden Fehler/Missverständnisse herausgestellt, aber ihre Mutter wird sie immer sein. Geht unter die Haut. Wieder ein sehr schöner Gitarrenbeginn bei „The Devil In My Head“. Dort berichtet die Musikerin, wie sie die Dämonen in sich bekämpft. Jeder hat ja den ein oder anderen Teufel auf der Schulter sitzen (berühmtester Teufel: „Iss ruhig die ganze Tafel Schokolade!“). Auch Rock-Größen sind nicht vor ihnen gefeit. Der letzte Song des Albums „Song To Slit Your Wrists By“ ist sicherlich nicht als Aufforderung gedacht. LITAs Gesang wirkt dabei etwas ungewöhnlicher zum Teil, aber noch immer gut zu erkennen. Dieser Song wurde übrigens vom Mötley Crüe-Bassisten Nikki Sixx beigesteuert, der ja mit seinen „Heroin Diaries“ bereits von sehr persönlichen Dingen erzählt hat. Dieser Song hat allerdings ein sehr abruptes Ende, was ein wenig schade ist.

Ein unheimlich mutiges Album! Es gehört viel Reife und Mut dazu, sich selbst schonungslos zu öffnen. Das ist innere Größe!

Anspieltipps: Laut LITA FORD sollte man das Album im Zusammenhang hören. Auch wenn der Rat sicherlich gut ist, hier ein paar Tipps: „Branded“, „Hate“, „Living Like A Runaway“, „Mother“, „Devil In My Head“

Fazit :  Sehr gute Musik, die Lebenserfahrungen verpackt.

WERTUNG:

Trackliste:
1.    Branded 3:54
2.    Hate 4:02
3.    The Mask 4:16
4.    Living Like A Runaway 4:55
5.    Relentless 3:55
6.    Mother 3:01
7.    Devil In My Head 5:32
8.    Asylum 4:42
9.    Love To Hate You 3:51
10.  Song To Slit Your Wrists By 4:01

Sandra

HEADSPACE – I Am Anonymous

Band: Headspace
Album: I Am Anonymous
Spielzeit: 73:37 min
Plattenfirma: Pirate Smile
Veröffentlichung: 18.05.2012
Homepage: www.headspaceonline.com

Fünf Musiker wollten back to the roots, zu den Wurzeln, weshalb man eine Band gründet. Welche immer das sind. Man habe keine bestimmte Richtung gehabt und sich nur zufällig in Richtung Prog Metal entwickelt, sagt Wakeman, der selbst Mitglied bei Ozzy Osbournes Band war und Sohn des Yes-Keyboarders ist.
Das Line-up von HEADSPACE besteht aus Adam Wakeman (Keyboard), Damian Wilson (Gesang), Pete Rinaldi (Gitarre), Lee Pomeroy (Bass) und Richard Brook (Schlagzeug).

Das Cover sieht nett aus, die Hinteransicht einer zierlichen elfenhaft schreitenden Dame, welche unterwegs ist, Häuser, die in Rauch stehen, zu sichten. Auf ins Chaos also.

Melodische Songs, harmonierender Gesang mit den Instrumenten. Die Stimmlage von Damian Wilson ist von Zeit zu Zeit nicht ganz Fisch und nicht ganz Fleisch. Aber keine Schieflage, keine Kiekser, sondern klar und melodisch, gut zu verstehen.

„Stalled Armageddon“ hat ein abruptes Ende, das erstaunt, als wäre das Lied noch nicht beendet. Mittendrin ist einiges an Klavier/Keyboard herauszuhören, ebenso wie die Gitarren. „Fall Of America“ ist ja ein wenig negativ belegt als Titel und Text. Auch ein wenig langatmig zieht es sich hin. Schöne dumpfe Gitarrenklänge auf den Bass-Saiten, dazu dann ernster Gesang. Passt gut zueinander. Zwischendurch auch wieder Keyboard, das hervorsticht. (Warum wird das Keyboard eigentlich nirgends aufgeführt?) Bei „Soldier“ unheimliche Glockenklänge als Beginn, verheißt meist schon nichts Gutes. Besungen werden die Probleme der Soldaten, die nach einem Krieg auftreten und die leider viel zu oft verschwiegen werden. Ein trauriger Gesang, der zu dem Thema passt. Bei „Die With A Bullet“ kreischen mitunter die Gitarren wunderbar. Es ist ein tolles Solo enthalten! Bei „Daddy Fucking Loves You“ ist ein sehr schöner Gitarrenbeginn! Insgesamt klingt die Gitarre ziemlich akkustisch während des Songs. Eine richtig schöne ruhige Ballade. Auch hier musikalische Sequenzen, die anzuhören sich lohnen. „Invasion“ ist wirklich okay ,die Stimme und die Instrumente. Aber eben auch etwas laaang… „The Big Day“, das letzte Stück, hat stellenweise sehr gute Abschnitte mit guten Gitarrenklängen, super Drums und auch die Stimmlage von Wilson ist bis auf den Anfang, wenn sie wirklich sehr hoch wird, gut.

Die Scheibe ist schon in Ordnung. Musikalisch macht HEADSPACE niemand etwas vor. Absolut durchdacht. Es werden Themen angegangen, die man diskutieren sollte. Leider wäre bei den Songs manchmal weniger mehr, denn einige der längeren sind doch langatmig geraten. Auch Wilsons Gesang ist mir manchmal einfach zu hoch.

Anspieltipps: „Soldier“, „Die With A Bullet“, “Daddy Fucking Loves You“

Fazit :  Etwas für trübere, nachdenkliche Tage. Man kann sich mit der Musik dem Philosophieren widmen, vielleicht sogar ein wenig dem Seelenschmerz nachhängen. Keine einfach Party-Musik, sondern zum Nachdenken.

WERTUNG:

Trackliste:

1. Stalled Armageddon 8:07
2. Fall of America 10:28
3. Soldier 3:44
4. Die With A Bullet 8:25
5. In Hell’s Name 9:31
6. Daddy Fucking Loves You 15:00
7. Invasion 8:28
8. The Big Day 9:54

Sandra

AMERICAN DOG – Poison Smile

Band: American Dog
Album: Poison Smile
Spielzeit: 40:15 min
Plattenfirma: Bad Reputation
Veröffentlichung: 08.06.2012
Homepage: www.americandog.us

AMERICAN DOG gehören eindeutig zu der Gattung „Bad Ass Southern Rock´n Roll Bands“, die im Fahrwasser ihrer etwas bekannteren Gesinnungskollegen NASHVILLE PUSSY unterwegs sind und auch irgenwie wie eine Mischung aus MOTÖRHEAD und TED NUGENT klingen. Untätig war das Trio aus Columbus/Ohio seit ihrer Gründung 1999 nicht, denn sowohl fünf Studioalben, eine EP und drei Liveplatten gehen auf ihr Konto. Jetzt ist Album Nummer sechs an der Reihe, und das wurde auf den Namen „Poison Smile“ getauft. Zwei Jahre sind seit dem letzten Studiodreher „Mean“ ins Land gezogen, höchste Zeit also, um 10 neue Songs plus Instrumental nachzulegen. AMERICAN DOG sind seinerzeit von Ex-SALTY DOG und Ex-DANGEROUS TOYS Bassist Michael Hannon (b., v.) gegründet worden. Außerdem gehören noch Steve Theade (g.) und Michael Harris (d.) zur Band.

Mit „Devil Dog“ legen die Jungs gleich eine flotte Sohle aufs Parkett, hier werden die MOTÖRHEAD-Anleihen mehr als nur einmal deutlich, nur mit dem Unterschied, dass Shouter Michael Hannon eher in Richtung Blaine Cartwright (NASHVILLE PUSSY) tendiert. „Just Like Charlie Sheen“ ist ein cooler Rocker ganz in Southern Rock Tradition. „Old Dog, New Tricks“ markiert ganz klar ein weiteres Highlight, hier riffen die Jungs mit der Coolness alter ZZ-TOP, nur eben härter. Für mich der beste Song auf „Posion Smile“. „The Real Nitty Gritty“ ist aber auch nicht zu verachten, und so fällt mein Fazit nach den ersten vier Stücken äußerst positiv aus. Das anschließende Instrumental „2012 A.D.“ hätte ich den Amis so gar nicht zugetraut, denn obwohl sie ihre Trademarks freisetzen, agieren sie hier ziemlich einfühlsam. Mit der tickenden Uhr endet dieses Instrumental und beginnt gleichzeitig der Titelsong. Hier haben AMERICAN DOG wohl ein bisschen den illegalen, lustigen und bunten Substanzen gehuldigt, denn hier ist der Name Programm. „Lust And Greed“ kann nicht an die vergangenen Songs anstinken aber schon mit „Bathroom Romance“ ist man wieder voll auf Kurs. Das flotte „Splinterin Sally“ kann wieder getrost unter der Rubrik Füller abgeheftet werden bevor man mit den beiden letzten Songs „Off The Chain“ und der CRAMPS Coverversion„Can Your Pussy Do The Dog?“ einen versöhnlichen Abschluß hinbekommt.

Das sechste Album der Südstaatler AMERICAN DOG glänzt in weiten Teilen mit richtig cooler Mucke, die man getrost zur nächsten Grillparty auflegen kann. Und sogar einen richtigen Hit hat das Trio anno 2012 komponiert, denn „Old Dog, New Tricks“ ist wohl ein Reßer, der sowohl aus der heimischen Anlage als auch auf der Bühne den Schweiß tropfen lassen wird. „Poison Smile“ ist auf jeden Fall eines der konstantesten Alben der Band und macht nicht nur zur Grillsaison Spaß.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Devil Dog
2.Just Like Charlie Sheen
3.Old Dog, New Tricks
4.The Real Nitty Gritty
5.2012 A.D.
6.Poison Smile
7.Lust And Greed
8.Bathroom Romance
9.Splinterin Sally
10.Off The Chain
11.Can Your Pussy Do The Dog?

Stefan