CASABLANCA – Riding A Black Swan

Band: Casablanca
Album: Riding A Black Swan
Spielzeit: 36:41 min
Genre: Hard Rock
Plattenfirma: Gain/Sony Music
Veröffentlichung: 20.01.2014
Homepage: www.casablancaband.com

Der 48jähriger US-Gitarrist Ryan Roxie ist ein alter Hase im internationalen Rock&Roll Geschäft und hat im Laufe seiner langen Karriere, neben einem langjährigen Engagement bei Alice Cooper, bei so illustren Musikern wie Slash, Gilby Clarke oder bei großen Studioproduktionen mitgearbeitet. Nachdem Roxie vor einigen Jahren die Heimat verlassen und seine Zelte in Schweden aufgeschlagen hat, war es nur eine Frage der Zeit bis er auch aktiver Teil der dort blühenden Rock und Metal-Szene wurde. 2012 legte er, zusammen mit 4 Schwedischen Lokalhelden, das Debütalbum seiner neuen Band CASABLANCA vor, das weltweit hervorragende Kritiken einheimste. Auch der Stefan war von der Scheibe angetan und vergab damals fette 8,5 Punkte. Das Rezept, damals wie heute: Eingängige, recht klischeefreie Hooklines, eine Prise modern interpretierter, lässiger Classic Rock à la Audrey Horne, etwas Heavy Metal im Stile von High Spirits und einfach eine Menge ungezügelter und authentischer Schmutz unter den Fingernägeln. Roxie und seine in jedem einzelnen Lick und Ton spürbare Erfahrung, gesammelt auf den Bühnen und in den Studios dieser Welt, ist aber nur die halbe Miete – den Rest Charisma steuert Sänger Anders Ljung bei, der im Vergleich zum Erstling noch ein Schippe Dreck, Sleaze und Adrenalin draufgepackt hat und manchmal wie ein angepisster Jesper Binzer von D*A*D klingt („Barriers“).

Wem das Debüt gefallen hat, der kann hier schon aufhören zu lesen und sich „Riding A Black Swan“ in den Einkaufswagen legen, denn die Klasse des Vorgängers wird locker gehalten. Legt man die Cover beider Alben nebeneinander wird auch optisch deutlich was inhaltlich verändert wurde: die Produktion ist ein wenig roher, dunkler und fokussierter geraten, die Arrangements sind aufs Nötigste reduziert und das polierte bunte Candy ist in den Hintergrund getreten. An der Klasse der Songs wurde glücklicherweise nichts verändert: die erste Single „Hail The Liberation“, „It’s Alright“, das mit einem fantastischen Refrain ausgestattete „No Devil In Me” oder der geile Titelsong sind alles arschtight gespielte, knackige und vor allem unprätentiöse Hardrock Hymnen wie aus dem Bilderbuch die jedem Rock Fan ein Lächeln ins Gesicht zaubern sollten. Auch der Rest der 10 Tracks ist überdurchschnittlich gut, so das kein einziger Ausfall zu vermelden ist.

CASABLANCA machen auf Ihrem 2ten Album weiterhin alles richtig und haben Ihre Stärken konsequent ausgebaut. Inmitten einer Heerschar an grell geschminkten Spandex-Bubies mit porentief reinen möchtegern-Rocksongs haben Roxie und seine Mitstreiter eine handvoll ernstzunehmender Knaller im Gepäck die entsprechend professionel eingetütet wurden. „Riding A Black Swan” ist ein sehr empfehlenswertes Album geworden das mächtig Laune macht.

WERTUNG:

Trackliste:

01. The Giant Dreamless Sleep
02. Hail The Liberation
03. Dead End Street Revisited
04. It’s Alright
05. Barriers
06. Riding A Black Swan
07. Some Misty Morning
08. Heartbreak City
09. No Devil In Me
10. Just For The Nite

Mario

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