ASSIGNMENT – Inside Of The Machine

Band: Assignment
Album: Inside of the Machine
Spielzeit: 74:08 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Mausoleum Records
Veröffentlichung: 11.10.2013
Homepage: www.assignment-music.com

Die deutschen Progressive Metaller von ASSIGNMENT waren noch nie eine Band die sich einfach in irgendwelche Schubladen einordnen ließ, oder sich irgendwelche Regeln setzen. Grob könnte man die Mucke als Progressive Metal mit Rock bis hin zu Death Metaleinschüben beschreiben. Wenn man Bandnamen als Vergleich ranziehen müsste, könnte man sagen das Ganze klingt nach einer Mischung aus QUEENSRYCHE, FATES WARNING und AYERON.
2004 durch den Gitarristen  Goran Panic gegründeten brachte man im selben Jahr das Debüt Progressive Changes“ an den Start und ein paar Jahre später das zweite Album „Disunion Denied“ auf dem Markt.
Auf dem mir nun vorliegenden dritten Album „Inside of the Machine“ gibt es eine große Neuerung. Statt wie bisher mit einem Sänger, bestreitet man nun einen etwas anderen Weg und ist mit mehreren Gastsängern am Start, die die epische Hintergrundstory über eine ferne, menschliche Zukunft vertonen sollen.
Diese Protagonisten schlüpfen in der futuristischen Geschichte über die durch Maschinen kontrollierte Menschheit in unterschiedliche Rollen die sie verkörpern. Dem Metalopernprojekt AYERON also nicht ganz unähnlich.
Die angesprochenen Sänger hören auf die klangvollen Namen Michael Bormann (Ex JADED HEART, POWERWORLD), Carsten Kaiser (Ex ANGEL DUST, Mats Leven (Ex MALMSTEEN) sowie Robin Beck als weiblicher Part.
Na das klingt doch alles schon mal sehr vielversprechend würde ich sagen. Wir tauchen jetzt mal ganz tief in die Konzeptgeschichte von „Inside of the Machine“ mit dem ersten Track „Upload the System“ ein. Hier erwartet uns eine sehr lange, atmosphärische, instrumentale Einleitung. Für die Stimmung ist das sicherlich super, aber als Einstieg doch sehr sperrig!
Das erste Mal stimmlich interessant wird es dann bei „The Intrusion“. Michael Bornmann übernimmt hier den Löwenanteil des Songs, aber auch die anderen Sänger kommen hier zu ihren Einsätzen. Ein auf jeden Fall ordentlicher Prog Metalsong mit einer interessante Chorusline.
„Iam the Machine“ wird dann größtenteils von Carsten Kaiser getragen und wirkt stellenweise sehr verträumt und episch. Was mir hier ein bisschen fehlt ist eine starke Hookline, welche natürlich die Eingängikeit etwas steigern würde, Aber ansonsten ist hier musikalisch alles im grünen Bereich.
Progressive sehr gelungen ist auch das folgende „Resistance“, schwierig ist der Zugang hier aber auch wieder. Hmm das dürfte die breite Masse der Käuferschaft nicht so ansprechen fürchte ich, nun ja schauen wir mal wie es so weiter geht.
Richtig heavy wird es und zwar bei „Betrayal“, hier geht es auch mal ein wenig aus der Prog Ecke heraus was der Eingängikeit sehr gut tut. Ein klasse Track mit richtig starken Melodieläufen und klasse Gesangslinien!
Platz um alle Songs anzusprechen bleibt hier definitiv nicht, es sei aber gesagt, das es auch bei den nächsten Songs und eigentlich auch der gesamten Restplatte kein wirklich schwacher Song auftaucht. Progressive Metaller finden hier wirklich eine Perle nach der anderen, leider macht der komplexe Gesamtzusammenhang das Hören nicht gerade einfach.
Hervorheben möchte ich hier aber die Songs „Messiah’s Fall“, das schon aus dem Internet bekannte „Ending Love“, das kraftvolle „Walk alone“ sowie das abschließende „End of the Machine“ wo nochmal alles aufgefahren wird was die Platte bislang ausgemacht hat.

Anspieltipps:

Sehr schwierig hier aus dem sehr starken Gesamtgefüge etwas herauszupicken. Prog Fans sollten sich die ganze Platte einverleiben!

Fazit :

So die Platte ist zu Ende und ich bin erstmal geplättet von der ganzen Klangvielfalt und Komplexittät die mir hier um die Ohren geflogen ist! Man hat hier wirklich ein mega, fettes Gesamtkunstwerk zusammengezimmert, wo eigentlich auch nicht viel daneben ging.
Die Gastsänger liefern eine herrvoragende Performance ab und es gibt für Die Hard Progressive Metaller einige echte Burnertracks zu entdecken.
Der größte Kritikpunkt ist, wie schon oft gesagt, die fehlende Eingängigkeit und Sperrigkeit der gesamte Platte. Aber ich denke die anvisierte Käuferschaft dürfte das nicht stören!
Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung für die Proggies unter uns und starke 8 Punkte.

WERTUNG:

Trackliste:

01. Upload the System
02. The Intrusion
03. I am the Machine
04. Resistance
05. Love Between Heaven & Hell
06. Betrayal
07. Messiah‘s Fall
08. Ending Love
09. Another Sacrifice
10. Electric City
11. Walk alone
12. Eternal Silence
13. Bug in the System
14. End of the Machine

Julian

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