ASKA – Nine Tongues (Re-Release)

Band: Aska
Album: Nine Tongues (Re-Release)
Spielzeit: 52:07 min
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 03.05.2013
Homepage: www.askaband.net

Bereits seit 1990 ist die texanische Metal-Kapelle ASAKA um den zwischenzeitlichen Omen-Sänger George Call im Underground unterwegs und das Quartett hat es seitdem immerhin auf 5 Alben und 1 EP gebracht. Nachdem Pure Steel Records bereits vor drei Jahren die letzten beiden Scheiben „Avenger“ (2000) und „Absolute Power“ (2007) wiederveröffentlicht hat, wird nun Output Numero 4 aus dem Jahre 1997 auf CD und Vinyl nachgereicht.

Das Label spricht von einer Scheibe, die irgendwie anders als der Rest der Diskographie ist und in der Tat ist „Nine Tongues“ recht zerfahren geraten: So ist der Opener „The Stalker“ gleich mal ein fetter Metal Kracher der Geoff Tate-artigen Gesang mit Thrash Riffing verknüpft, gleich für gute Laune sorgt und dann in Form von „Leprosy“ von einem beinahe schon sleazigen Rocker abgelöst wird. Der Übergang ist zwar etwas krass, gelingt aber überrraschenderweise ganz gut. Und während in „Little Sister“ die rocknrolligen Aerosmith zu ihren 80er Comeback-Zeiten zitiert werden, geht‘s mit „Blood Of The Wolf“ dann gleich wieder Fäustereckend Richtung US-Metal. Mit diersem munteren Stilmischen geht es auch in der Folge weiter, wiobei besonders der Track „Killashandra“ positiv hängen bleibt. Auffällig sind vor allem die immer wieder eingeworfenen Thrashlastigen Riffs, die mal mehr, mal weniger gut mit der rockigen Attitüde der Jungs kollidieren. Mit allzu großer Ernsthaftigkeit bei den Texten darf man natürlich bei Songtiteln wie z.B. „Captain Crunch” und „Liquid Courage“ nicht rechnen, aber besonders der infantile Refrain von “Leprosy” hat es mir angetan – herrlich dämlich und doch ungemein effektiv.

Über die gesamte Distanz der Scheibe fällt auf, dass die Musiker ihr Handwerk ausgezeichnet beherrschen – woran es hier und da dann doch hapert, und was ASKA dann letztendlich den Anschluss an die obere Etage im US-Metal Markt verlieren lässt, ist die streckenweise doch recht belanglose Ausrichtung einiger Tracks und die ziemlich alberne Grundstimmung im Allgemeinen. Das wird besondere im „Hidden Track“ zum Abschluss des Albums deutlich, der minutenlanges, ziemlich pubertäres Proberaumgelaber beinhaltet und der Platte nicht gerade ein rühmliches Ende beschert.

„Nine Tongues” war vor 15 Jahren nicht der ganz grosse Kracher und die Platte ist auch in der Neuauflage keineswegs ein absoluter Pflichtkauf. Freunde von lockerem US-Metal der eher für die ausgelassene Party, denn fürs Hirn gedacht ist, können aber auf jeden Fall ein Ohr riskieren.

WERTUNG: 

Trackliste:

01. The Stalker
02. Leprosy
03. Question
04. Little Sister
05. Blood Of The Wolf
06. Captain Crunch
07. Killashandra
08. Liquid Courage
09. Nightmare
10. The Dream

Mario

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