WILD MACHINE – II

Band: Wild Machine
Album: II
Plattenfirma: Perris Records
Veröffentlichung: 06.05.2012
Homepage: www.myspace.com/wildmachine

„It´s A Long Way To The Top – If You Wanna Rock´n Roll“. Dieser Spruch bewahrheitet sich immer wieder und auch die Griechen WILD MACHINE müssen dies auf ihre Weise erfahren. Denn die Gründung liegt schon 12 Jahre zurück und bisher konnte man nur ein 3-Track Demo vorweisen, das auch schon 2005 veröffentlicht wurde. Begonnen hatte die wilde Fahrt aber noch unter dem Banner WAR MACHINE, jenem Song von KISS, der auf „Creatures Of The Night“ zu finden ist. 2004 entschloss man sich allerdings dazu, fortan unter WILD MACHINE die Bühnen unsicher zu machen. Mit „II“ gibt es jetzt endlich das Debüt zu hören, das aber schon seit ein paar Jahren fertig ist. Nach einem Line-Up Wechsel (auf meinem Demo steht noch Gitarrist Spider  Lee, der jetzt von John Sinnis ersetzt wird) hat man in Perris Records jetzt wohl den geeigneten Partner gefunden, um durchzustarten.

„Glam From Hell“ steht in der Biographie als Bezeichnung, und das ist echt eine treffende Umschreibung. Der Gesang von Johny Mercedess Hott ist wohl am ehesten mit David Robbins (X-SINNER) oder Vicki James Wright (JOHNNY CRASH) zu vergleichen und geht echt in ziemlich hohe Screams, die manchmal auch bei BRITNY FOX oder frühen KROKUS zu finden sind.

Mit „Straight To Hell“ startet der 9-Tracker sehr ungestüm und rebellisch. Die Drums scheppern vor sich hin und ich möchte nicht wissen, wie der Song mit ein bisschen mehr Bums in der Produktion klingen würde – wahrscheinlich würde er alles wegfegen, was im Weg steht. Dass der Sound aber trotzdem passt, zeigt „Teez Teezah“, das ein wenig langsamer ausgefallen ist und ziemlich eingängig daherkommt. „Addicted“ kennt man schon vom erwähnten Demo, eine Kick-Ass Nummer, die auch heute noch zündet. Leider kommt erst wieder bei „Dirty Motel Room“ wieder so richtig Freude auf, denn „Gimme Action“ und vor allem „Nasty, Oild´n Spoild“ haben nicht die Klasse des bisher gehörten Materials. „Suicide“ – ebenfalls wie „Vicious Luv“ schon vom 2005er Demo – ist der wohl härteste Track auf „II“, hier wird die Vorliebe für ACCEPT´s „Fast As A Shark“ deutlich. „Vicious Luv“ ist das komplette Gegenteil: eigentlich schade, dass der Song so weit hinten zu finden ist, denn für mich ist es mit der stärkste Titel überhaupt. Den Abschluss macht „Star Attraction“ – hier gibt es auch einige Passagen im Gesang, der an FASTER PUSSYCAT erinnert. Ein gelungener Ausstand.

WILD MACHINE sind eine Undergroundband, die sich nicht um Verkaufszahlen oder Hochglanzproduktionen kümmert. Aber sie machen ehrliche Mucke, und das ist ein echter Pluspunkt. „II“ bietet also eine gute Mischung aus Glam und Punk, die gelegentlich mit einer Prise Metal gepimpt wird. „Glam From Hell“ eben.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Straight To Hell
2.Teez Teezah
3.Addicted
4.Gimme Action
5.Nasty, Oild´n Spoild
6.Dirty Motel Room
7.Suicide
8.Vicious Luv
9.Star Attraction

Stefan

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