TARJA – Colours In The Dark

Band: Tarja
Album: Colours in the Dark
Spielzeit: 62:29 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: ear Music/Edel
Veröffentlichung: 30.08.2013
Homepage: www.tarja-coloursinthedark.com

DAS Aushängeschild des female fronted Symphonic Metal ist zurück! TARJA Turunen tritt mit ihrem neuen Album „Colours in the Dark“ an um den Thron zu verteidigen. Besser spät als nie, gibt es nun auch bei uns die Rezension zum neuen Werk.
Schon immer fesselte TARJA mit ihrer äußerst positiven Ausstrahlung. Ihre Musik hingegen wirkte meist düster, fast schon schwarz – die Farbe des Heavy Rocks, ein Mysterium und voller Eleganz. Was passiert nun, wenn dieser Mischung ein Kleckser Farbe beigemischt wird? Oder – besser gesagt – was passiert, wenn dieser Mischung das gesamte schillernde Farbspektrum hinzugefügt wird?
Das ist die Aussage aus dem Promosheet die das neue Album „Colours in the Dark“ eigentlich am Besten schon beschreibt.
Ganz klar können die Fans hier wieder eine astreine Mischung zwischen Rock, Metal und Klassik erwarten.
Dann widmen wir uns mal dem Album in Form des Openertracks „Victim of Ritual“. Sehr pompös startet die Nummer, das Rythm Beast Mike Terrana kann hier seine ganze musikalische Vielfalt ausspielen, beginnt die Nummer doch erstmal nicht wie ein Metaltrack. Aber dann zum ersten Chorus setzen die Stromgitarren ein und der opernhafte Gesang von Tarja sowie der eingängige Chorus bestimmen das Bild. Als Opener geht der Track auf jeden Fall vollkommen in Ordnung!
Das anschließende „500 Letters“ geht etwas schwungvoller los als der Vorgänger. Die Stärken dieses Tracks sind ganz klar die schwere Gothikschlagseite, daher auch die Atmosphäre und der Chorus, der sofort wieder direkt in Fleisch und Blut übergeht. Auf jeden Fall auch ein absolut gelungener Track.
Mit „Lucid Dreamer“ kann man mich aber nicht ganz überzeugen, hier fehlt mir irgendwie der richtige Kick, der die Nummer so richtig abhebt.
Besser macht man es wieder beim anschließenden „Never Enough“ hier stimmt die Mischung aus Bombast/Symphonic und Eingängigkeit wieder. Eine starke Nummer die sich perfekt in die bisherigen Songstruktur einreiht!
Im Mittelteil erwarten uns das an einen Filmsoundtrack erinnernde „Darkness“ sowie das ganz klar von Tarja‘s Stimme dominierte „Deliverance“. Hier zeigt sie allen Mitbewerberinnen mal so richtig wo der Hammer gesanglich hängt. Der Song braucht zwar so ein, zwei Durchläufe, aber dann zündet er so richtig durch.
Langsam bewegen wir uns auf das Ende der Platte zu, bevor dieses aber kommt haben wir noch das metallische „Neverlight“ und das abschließende „Medusa“ vor der Brust. Das dazwischen liegende „Until Silence“ können wir getrost vernachlässigen, hier kommt Tarja nicht über das Mittelmaß hinaus.
Aber gerade „Medusa“ ist es zum Abschluss zu verdanken, das man dann doch mit einem Lächeln im Gesicht aus der Platte geht.

Anspieltipps:

Hier sind auf jeden Fall “Victim of Ritual”, “500 Letters”, “Never Enough”, “Deliverance” sowie “Medusa” zu empfehlen.

Fazit :

Wie schon erwähnt, ist das neuen Album von TARJA natürlich eine super Mischung aus Klassik, Rock und Metal, aber ich denke das haben viele ja auch nicht anders erwartet bei einer Frau dieses Kalibers, oder?
Gesanglich ist sie hier natürlich wie immer überragend und zeigt ihren Konkurrentinnen ganz klar die Grenzen auf. Auch musikalisch gibt es hier nicht so viel auszusetzen, aber mir sind viele Songs einfach zu normal, bzw. zu rockig/poppig gehalten.
Das ein oder andere Mal hätte man mehr auf die Tube drücken können, aber das ist halt die neue TARJA. Sie lässt sich nichts vorschreiben und bestreitet ganz klar ihren Weg, auch wenn er mal nicht komplett im Metalgenre beheimatet ist.
Ich vergebe hier mal 8 Punkte, TARJA Fans dürften mit Sicherheit noch etwas drauf rechnen können!

WERTUNG:

Trackliste:

01. Victim of Ritual
02. 500 Letters
03. Lucid Dreamer
04. Never Enough
05. Mystique Voyage
06. Darkness
07. Deliverance
08. Neverlight
09. Until Silence
10. Medusa

Julian

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