SVEN LARSSON – Bad Mad Man

Band: Sven Larsson
Album: Bad Mad Man
Plattenfirma: Avenue Of Allies
Veröffentlichung: 02.11.2012
Homepage: www.myspace.com/svenhenrylarsson

Nachdem ich mich beim Vorgängeralbum „Sunlight And Shadow“ mit meiner Kritik am Cover Artwork ziemlich in die Nesseln gesetzt habe, werde ich mir dieses Mal sämtliche Kommentare diesbezüglich verkneifen, auch wenn sie positiv ausfallen würden. Diese Rezension wird also nur die inneren Werte des neuen Albums „Bad Mad Man“ des STREET TALK-Gitarristen SVEN LARSSON beleuchten. Zweieinhalb Jahre sind seit „Sunlight And Shadow“ ins Land gezogen, das Album konnte mit Kompositionen zwischen AOR, Fusion und Westcoast bestechen. Sein Gitarrenspiel war stets songdienlich aber hochkarätig. Das ist auch auf „Bad Mad Man“ so, auch die Ausrichtung ist geblieben, Hightech AOR meets Westcoast meets Fusion, das merkt man nicht nur bei den beiden Instrumentals „Green Unit“ und „Welcome To My Island“. Ein Song wie „Missing Link“ ist nichts für den Gelegenheitshörer, hier sollte man schon einige Durchgänge investieren.

Ganz locker und luftig indes beginnt die Platte mit dem eingängigen „Dance The Night Away“, das einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Parallelen mit Combos wie AOR sind rein zufällig oder gewollt. Dass es noch etwas rockiger geht, beweist „Sin City“. Das langsame „How Could It Come To This“ steigert sich zum Mittelteil hin ebenfalls zum hymnenhaften Rocker, nur um zum Schluß hin wieder ruhig und ausgeglichen auszuklingen. Der Titelsong kann mit einem treibenden Refrain punkten und an dem fast einschläfernden „Forever You & Me“ kann ich erstmals keinen Gefallen finden. Im weiteren Verlauf gibt es das toll instrumentierte „Missing Link“ und mit „Look The Ghost In The Eyes“ einen weiteren Song, der mich nicht begeistern kann. Der Aufbau von „The House Upon The Hill“ ähnelt den Vorgängersongs so sehr, dass ich gleich zwei mal hinschauen muss, wo im Album ich mich gerade befinde. Auch die übrigen Stücke sind so verspielt und voller Irrungen und Windungen, dass selbst ein aufgeschlossener Rockfan dem nichts mehr abgewinnen kann.

Ganz anders als beim Debüt vor zwei Jahren, wo Sven Larsson den Gesang fast komplett selbst übernahm, konnte er für dieses Album Gastmusiker wie Göran Edman („Sin City“, „Missing Link“) oder Anders Ahlund („Look The Ghost In My Eyes“, „Castle Of Mine“) gewinnen. Auch Thomas Eriksson, der schon auf dem Debüt mitgewirkt hat, ist für die Vocals des Titelstücks zuständig.

„Bad Mad Man“ ist ein musikalisch hochkomplexes Werk, das nur mit viel Geduld erschlossen werden kann. Aber das ändert auch nichts an der Tatsache, dass die zweite Hälfte abfällt und nicht an knackige Songs wie „Dance The Night Away“, „Sin City“ oder „Bad Mad Man“ heranreicht.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Dance The Night Away
2.Sin City
3.How Could It Come To This
4.Bad Mad Man
5.Forever You & Me
6.Missing Link
7.Green Unit (Instrumental)
8.Look The Ghost In The Eyes
9.The House Upon The Hill
10.Castle Of Mine
11.Welcome To My Island (Instrumental)

Stefan

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