SUMMERS – 364

Band: Summers
Album: 364       
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: 04.04.2013
Homepage: www.officialsummers.com

In einem Jahr um die Erde – das könnte das Motto der Briten SUMMERS mit ihrem Debüt „364“ gewesen sein. Denn es dauerte 364 Tage bis dieses Dutzend Songs im Kasten war und bereit, um sich in Eurem Player zu drehen. Aufgenommen wurde in Zypern unter der Leitung von Clyde Ward, der schon mit ERIC CLAPTON, STING oder LENNY KRAVITZ gearbeitet hat, gemixt wurde die Scheibe in Deutschland von Jens Klein und gemastered in den USA von Pat Reese. Das Artwork stammt von dem amerikanischen Künstler Delae C. Noctra, der seinen Stil Hydroliptic nennt und auch dieser hat etwas mit Drehen zu tun (HIER erfahrt Ihr mehr). Der Sound auf „364“ könnte auch von Mutt Lange stammen und orientiert sich stark an DEF LEPPARD, was aber auch daran liegt, dass Sänger Crash Summers schon ziemlich nach Joe Elliot klingt. Zur Band gehören noch sein Bruder Ricky Summers (bass), Andy Pope (drums) und den Gitarristen Jason Sepala sowie Joedy Rose.

„Shot In The Dark“ schießt dann auch gleich in die gleiche Richtung wie der Stoff von RECKLESS LOVE und Kollegen. Catchy und mit jeder Menge Hooklines ausgestattet gibt auch „Superhero“ ein perfektes Bild ab. Ecken und Kanten vermisst man hier zwar gänzlich, aber weichgespült klingt der Sound des Fünfers auch nicht unbedingt. Die erste Single „Too Late“ (nein, keine Coverversion von DEF LEPPARD) kommt dann aber doch ein bisschen geklaut rüber. Zuckersüße Melodien bis zum Anschlag, hier werden einige Metalfans aussteigen. Alle Schüler der Klassen RECKLESS LOVE etc. bleiben bitte sitzen und lauschen weiter. Denn mit „Sometimes“, „Billy“, „Rockmachine“ (eine Hommage an THIN LIZZY) oder „“Told You So“ gibt es noch jede Menge hochklassiges und weitaus rockigeres Material zu entdecken. Schlechte Songs sucht man auf „364“ sowieso vergebens, nur die Grenze zum Kitsch ist manchmal etwas fließend und das muss man vertragen. Ich kann das, deshalb läuft mir die Platte richtig gut rein und speziell im letzten Drittel drehen die Jungs noch mal so richtig auf!

„364“ ist also im wahrsten Sinne des Wortes eine runde Sache, und auch wenn die 12 Songs nicht den Anspruch erfüllen, etwas Neues zu sein oder gar Kopfmusik, rocken sie umso mehr und beißen sich im Gehirn fest. Für Fans von DEF LEPPARD bis RECKLESS LOVE wärmstens zu empfehlen!

WERTUNG: 

Trackliste:

1.Shot In The Dark
2.Superhero
3.Girls
4.Too Late
5.Sometimes
6.Steal Away
7.Let´s Make Love
8.Billy
9.Let´s Go Round
10.Told You So
11.Terminator
12.Rockmachine

Stefan

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