SHOTGUN ALLEY – Damnation EP

Band: Shotgun Alley
Album: Damnation EP
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Homepage: www.shotgunalleyrock.com

Früher war es ganz normal, wenn sich eine unbekannte Band aus ihrer Heimat aufmachte, um in den gerade angesagten Musik-Metropolen ihr Glück zu versuchen. Das ist heute eher selten zu beobachten aber SHOTGUN ALLEY aus Neuseeland haben diesen Schritt dennoch gewagt. Denn mittlerweile sind sie in Los Angeles zu Hause. Nachdem sie 2011 ihr selbstbetiteltes Debüt aufgenommen hatten, gibt es mit der 8-Track EP „Damnation“ neues Futter von Mark Falcon (v.), Bahador Borhani (g.), Davie Love (g.), Josh Grant Betty (b.), Jimmy Wong (k.) und Neuzugang Karl Woodhams (d.).

Was auf den ersten Blick auffällt: der Sound ist moderner geworden und die 80ger Anleihen sind auf ein Minimum geschrumpft. Und doch machen die Jungs keine Modern Metal sondern eher eine Mischung aus Hardrock, Heavy Metal und Party Glam, pure Partygranaten sind aber auf „Damnation“ nicht zu finden. Die EP ist wirklich sehr knackig produziert und verleiht allen Songs eine gesunde Härte.

Los geht´s mit dem Titeltrack, der eine gereifte Band mit jeder Menge Eiern zeigt. War schon das Debüt nicht von schlechten Eltern, haben die Jungs noch eine kräftige Schippe Professionaliät obendrauf gepackt. „Nitro-Dan“ ist ein flotter Rocker mit Hammondunterstützung der mitten in die Fresse passt. Bei „Scapegoat“ gibt es fette und moderne Riffs auf die Ohren und auch der ein oder andere Computer-Gimmick ist auszumachen. Aber dennoch kommen die Melodien nicht zu kurz. Die Halbballade „Ray Of Light“ ist recht nahe an DEF LEPPARD angesiedelt, kann aber mit genügend eigenen Ideen glänzen. Das abermals eher moderne „Zombies“ ist eine tolle musikalische Aufbereitung des Themas mit jeder Menge Effekten aus der digitalen Trickkiste, passt aber in dem Fall echt perfekt. Beim 7 ½ minüten „The Dream“ geht die Band fast schon episch zu Werke ohne aber aus dem Rahmen des Gesamtkonzeptes zu fallen. Das Anfangs-Riff von „The Truth“ erinnert an den Großmeister AXEL RUDI PELL, der Rest des Songs ist aber SHOTGUN ALLEY pur. Die abschließende Coverversion zu „The Stroke“ ist schönes Beiwerk und ganz nebenbei eine gelungene Adaption.

SHOTGUN ALLEY zeigen mit der „Damnation“ EP ordentlich die Zähne. Frisch und hart rockend knüpfen sie mühelos an ihr Debüt an und würzen ihren Sound noch mit einigen neuen Elementen. Auch diese Ausrichtung steht dem Sechser gut zu Gesicht und ich bin sehr gespannt auf den schon Ende diesen Jahres offerierten zweiten Longplayer. SHOTGUN ALLEY zeigen sich in einer Veröffentlichungswut, aber die Qualität stimmt. Wer wissen möchte, wie „Damnation“ klingt, für den gibt es die gute Nachricht, dass man die 8 Stücke GRATIS auf der o.g. Homepage downloaden kann. Wenn das mal nicht ist.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Damnation
2.Nitro-Dan
3.Scapegoat
4.Ray Of Light
5.Zombies
6.The Dream
7.The Truth
8.The Stroke

Stefan

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