SERIOUS BLACK Interview

 

In drei Jahren drei Alben raushauen das schaffen nicht viel Bands! Die Jungs von SERIOUS BLACK haben genau das gemacht und sich somit quasi über Nacht ins obere Drittel der Melodic Metal Hitliste geschlichen, denn die bisherigen Alben waren aller erste Sahne! Nun steht uns das neue Album „Magic“, das erste Konzeptalbum der Band ins Haus und erneut schnappte ich mir Gitarrist Dominik Sebastian um mehr über das zurückliegende Jahr und die neuste Veröffentlichung zu erfahren.

J.P: Hallo Dominik, vielen Dank das du mir erneut Frage und Antwort stehst!
Lass uns doch mal erneut einen Blick in die Vergangenheit werfen. Wie ist es für euch gelaufen, wie zufrieden seit ihr euren ersten beiden Alben rückblickend?

D.S: Wir können absolut mehr als zufrieden sein! Um ehrlich zu sein, habe ich nicht damit gerechnet, dass wir in dieser kurzen Zeit so viel erreichen würden. Zum Debüt „As Daylight Breaks“ gleich auf Europa-Tour mit Hammerfall, später dann noch mit Gamma Ray Europa bereist und mit „Mirrorworld“ schon als Headliner unterwegs – das alles war so nicht abzusehen und ist (gerade heutzutage) sehr ungewöhnlich.

J.P: Das Personal ist dieses Mal Gott sei Dank stabil geblieben. Seit ihr aufgrund der vielen Konzerte und dem engen Albenveröffentlichungsplan nun so richtig zusammen gewachsen und die „Neuen“ sind perfekt integriert?

D.S: Die sogenannten „Neuen“ waren jeweils von Anbeginn voll integriert. Klar ist, dass wir natürlich mit der Zeit zusammengewachsen sind, aber wir haben uns auch besser kennen gelernt, was nicht immer nur gut ist (haha). Spaß beiseite: Wir haben uns natürlich schon im Voraus gegenseitig auf Herz und Nieren geprüft, denn die Chemie muss innerhalb einer Band stimmen.

J.P: Euer Sänger Urban Breed ist schon bei einigen Bands im Einsatz gewesen, aktuell scheint er sich aber voll auf SERIOUS BLACK zu konzentrieren. Man hört so ab und an das er ein etwas spezieller, leicht kauziger Typ ist. Zum Beispiel ist er wohl etwas technikfremd, erklär doch uns mal Urban, was ist er für ein Typ und was macht ihn aus?

D.S: Kauzig, eigenwillig, stur, aber liebenswert. Er ist ein Detailist, der sich sehr wohl mit der Technik auskennt. Schließlich produziert und nimmt er seine Vocals auch selber auf und das in einer erstklassigen Qualität.

J.P: Um die Personalien abzuschließen, habt ihr eigentlich noch Kontakt zu Thomen und Roland? Speziell bei Thomen fragen sich viele Fans bestimmt wie es ihm denn so geht? Roland hat ja vor kurzem erst ein neues MASTERPLAN Album mit HELLOWEEN Coversongs auf den Markt gebracht, schon gehört?

D.S: Ich habe zu beiden überhaupt keinen Kontakt. Die neue Masterplan ist noch nicht zu mir durchgedrungen.

J.P: Blicken wir nun mal auf euer neues Album „Magic“. Laut Promoinfo ist dies euer erstes, richtiges Konzeptalbum. Was hat es mit dem Titel auf sich und von was handeln die Stücke bzw. das Konzept?

D.S: Ganz im Groben handelt die Geschichte von einem Magier, einer Hexe und von verfluchten Kindern.
Das Konzept kann wahrscheinlich nur Urban in all seinen Facetten erklären. Ich hatte auch noch keine Zeit, mich ausführlich damit zu beschäftigen, zumal ich mir die Geschichte erstmal übersetzen muss, damit ich alle Ausdrücke und Redewendungen richtig verstehe.

J.P: Von wann bis wann ist denn das Album genau entstanden? War es eine Gemeinschaftsarbeit im Studio oder haben auch einige Mitglieder ihre Parts im stillen Kämmerlein eingesungen?

D.S: Wie bei den letzten beiden Alben „verwerten“ wir in erster Linie Ideen, Riffs oder „fertige“ Stücke, deren Entstehungen mitunter bereits Jahre zurück liegen. Diese werden dann zusammengefügt und/oder mit angepassten Kompositionen ergänzt. Es sind natürlich auch brandneue Kompositionen dabei. Da wir alle ziemlich auf der Erdkugel verstreut sind, geht es kaum anders als dass fast jeder seinen Part alleine im stillen Kämmerlein oder auch im ‚lauten Studio‘ aufnimmt 😉

J.P: Gehen wir mal auf ein paar Songs von „Magic“ ein. Für mich sind “Burn! Witches Burn!“, „Now You’l Never Know”, „I can do Magic“ „Serious Black Magic“ und “Skeleton on Parade” die hervorstechenden Songs. Das gesamte Album ist euch aber hervorragend gelungen! Hast du eigentlich auch irgendwelche Favoriten auf dem Album?

D.S: Ja, „Burn! Witches Burn“ und „Serious Black Magic“ hast du auch bereits genannt. Das diese beiden Songs auch vorab als Singles ausgekoppelt wurden, ist aber reiner Zufall, haha! Innerhalb der Band gibt es natürlich verschiedenen Meinungen, jeder hat da andere Faves. Aber ein Song wie z.B. „Serious Black Magic“ steht bei uns allen Hoch im Kurs.

J.P: Vergleich doch mal bitte das neue Album mit euren beiden letzten Veröffentlichungen. Was glaubst du ist anders, bzw. was wolltet ihr verbessern? Ich finde ja das neue Album nochmal einen Tick stärker und noch runder geworden.

D.S: Im Endeffekt schreiben wir die Songs, wie sie uns einfallen. Von da her kann ich nicht sagen, was wir anders gemacht hätten. Vielleicht hatten wir einfach die „besseren“ Ideen … Ein Album ist immer eine Art Momentaufnahme und daher auch so spannend. Auf jeden Fall war aber der Wunsch da wieder ein Stück ‚härter‘ bzw. mehr heavy zu klingen. Das ist uns gelungen! Wir haben uns im Vorfeld überlegt, dass wir bei 2magic“ alles aus einem Guss haben wollten – ein roter Faden, der sich durch Erstellung von Layouts, Videos bis hin zum Bühnenbild für die Tour zieht.

J.P: Das dritte Album wird ja oft als make it or break it bezeichnet. Was denkst du was wird das neue Album für euch bringen?

D.S: Definitiv make it! Wir sind durch die ersten beiden Alben und die ersten Reaktionen zu “Magic” total darin bestätigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Unsere Konzerte erfahren mehr und mehr Zulauf, auch der Vorverkauft für die kommende Tour läuft sehr gut. Das alles stimmt uns positiv.

J.P: Ihr werdet schon als die neue Melodic Metal Hitmaschine gefeiert und habt euch in drei Jahren einen exzellenten Status erarbeitet. Was denkst du wo steht ihr aktuell und hattet ihr das von Anfang an vor, also so durchzustarten auch was den Veröffentlichungszyklus angeht?

D.S: Durchzustarten war definitiv das erklärte Ziel. Den Zyklus für die Veröffentlichungen wünschte ich mir selbst manchmal etwas ausgedehnter, um unter anderem mehr Zeit für das Feintuning der Songs zu haben.
Allerdings machen offenbar diverse Planungen diesen engen Zeitplan nötig und da wir ja im Team arbeiten, ist die „Last“ auf mehrere Schultern verteilt, das heißt, wir sind nicht von der Inspiration nur einer Person abhängig. Als Musiker möchte man aber natürlich immer das Maximum rausholen und kann sich andererseits schon mal beim Feinschliff verlieren. Die Gefahr, dass das spontane Element abhanden kommt, ist natürlich gegeben, daher gibt es am Ende wohl keine perfekte Arbeitsweise. Für SERIOUS BLACK funktioniert es so ganz gut und wenn du sagst, dass wir als „Melodic Metal Hitmaschine“ bezeichnet werden, so ist das natürlich ein tolles Kompliment und Würdigung unserer Arbeit.

J.P: Wo bist du denn aktuell noch aktiv bzw. was hast du noch für musikalische Eisen im Feuer? Oder konzentrierst du dich aktuell nur auf SERIOUS BLACK?

D.S: SERIOUS BLACK ist meine Hauptband. Bei EDENBRIDGE habe ich nichts mit kompositorischen Arbeiten zu tun.

J.P: Vielen Dank Mario für deine Zeit und die interessanten Antworten im Zuge dieses Interview! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft, die letzten Worte gehören natürlich dir.

D.S: Besucht uns auf Tour oder Festivals! Danke für euer Interesse und Rock On!

Julian

 

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