SERGEANT STEEL – Men On A Mission

Band: Sergeant Steel
Album: Men On A Mission
Spielzeit: 45:42 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma:Boyz Tyme Records
Veröffentlichung: 06.09.2013
Homepage: www.sergeant-steel.com

Schon beim ersten Durchhören des neuen Albums der österreichischen Hardrocker SERGEANT STEEL mache ich eine großartige Reise durch die Vergangenheit. Auf Anhieb fallen mir bekanntere Bands wie DOMAIN , CRAAFT ein, oder Geheimtipps wie AVALON oder HELTER SKELTER (beides Münchner Undergroundbands). Ihr zweites Album „Men On A Mission“ ist wohltuend abwechslungsreich und kopiert nicht wild drauf los sondern ist gespickt von eigenen Ideen und weitgehend großartigem Songwriting. Zusammen mit Produzenten-Legende Michael Wagener wurde die Scheibe 2012 in nur drei Wochen in Nashville aufgenommen.

Gegründet wurden SERGEANT STEEL 2007 von Sänger Phil Vanderkill, Gitarrist Jack Power und dem ehemaligen Bassist Cosy Coxx. Dieser wurde 2010 von Ronny Roxx ersetzt, desweiteren gehören zum heutigen Line-Up noch Ben Bateman (keyboards, piano), Chuck Boom (guitars) und Kenny King (drums). Wenn man sich die Pseudonyme so ansieht, könnte man von einer reinrassigen Sleaze-Combo ausgehen, SERGEANT STEEL haben aber weit mehr auf der Pfanne. Ihr Debüt erschien 2010 mit „Lovers & Maniacs“, die ersten Demoaufnahmen datieren bereits auf das Gründungsjahr 2007. Dieses Jahr erschien auch noch die Single „Black Wings Comin´“, die offizielle Hymne des Eishockeyclubs Black Wings Linz.

Jetzt habt Ihr ein ordentliches Update zur Bandhistorie bekommen, widmen wir uns jetzt dem aktuellen Dreher „Men On A Mission“: es ist etwas schwierig, das Genre eindeutig einzuordnen, nennen wir es der Einfachheit halber Hardrock. Der Opener „Gods Of Love“ beginnt mit einem theatralischen Intro und steigert sich bis zum eingängigen Refrain zu einem Groove-Monster. Begleitet wird alles mit toller Keyboardarbeit. Das funkige „Mama Horny“ zieht da ganz andere Saiten auf. Hier wird etwas bodenständiger gerockt, der Bombast des Eröffnungstracks rückt ziemlich in den Hintergrund. Das folgende „Sweet 16“ ist ein lockerer Rocksong mit prägnanten Melodien, speziell im Refrain – hier werden Erinnerungen an die schon erwähnten HELTER SKELTER (R.I.P.) wach. Großartig! Zum Verschnaufen gibt es mit „Don´t Give Up“ eine Ballade serviert, die zu keiner Zeit kitschig wirkt. Nicht weniger packend ist der Titeltrack. Ein schöner Midtempo-Song, der nicht mehr aus dem Kopf will. Gleiches gilt für „Cry Out Your Heart“, das mit seinen Keyboards an die frühen Phasen von DOMAIN oder CRAAFT erinnert. Das hier ist der Stoff aus dem die Hits sind! Amtlich gerockt wird dann bei „Born To Lose (Live To Win)“ – ein schneller Rock´n Roller ohne Kompromisse. Mit „Wannabe Outlaw“ geht es dann aber wieder zurück in die breite Spur des vorherigen Materials, wenngleich auch hier der Bombast zurückgeschraubt wird. Das etwas experimentelle „Some Girls Are Ladies“ braucht einige Anläufe, bis es in den Kopf will. „Taker Of My Heart“ ist erneute Kost für alle Liebhaber straighter Rockmusik, bevor „Give Me A Call“ das Album erstklassig beschließt. Langsam beginnend schraubt sich der Song mit leichten Bläsereinsätzen und Honky Tonk Piano zu einer Gute-Laune-Mitsing-Nummer hoch.

Im Vergleich zum ambitionierten Debüt „Lovers & Maniacs“ hat sich die Band enorm gesteigert. Die Bandbreite ihrer Songs hat enorm zugenommen, das Songwriting ist variabler und stärker denn je und auf „Men On A Mission“ befinden sich einige kommende Hits, die live sicher jede Halle zum beben bringen wird. Hardrock Made In Austria bekommt mit dem Zweitwerk von SERGEANT STEEl einen ganz neuen Stellenwert.

WERTUNG: 

Trackliste:

1. Gods Of Love
2. Mama Horny
3. Sweet 16
4. Don´t Give Up
5. Man On A Mission
6. Cry Out Your Heart
7. Born To Lose (Live To Win)
8. Wannabe Outlaw
9. Some Girls Are Ladies
10. Taker Of My Heart
11. Give Me A Call
12. Give Me A Call (Reprise)

Stefan

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