PRAYING MANTIS – Legacy

Band: Praying Mantis
Album: Legacy
Spielzeit: 57:06 min.
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 21.08.2015
Homepage: www.praying-mantis.com

Die britischen Hardrocker PRAYING MANTIS gehören zu der Sorte Bands, die Zeit ihrer Existenz unterbewertet wurden. Mit ihrem Debüt sowie Alben wie „Cry For A New World“ (1993) oder „The Power Of Ten“ (1995) haben sie exquisite Werke veröffentlicht. Schon der Start ihrer Karriere war extrem holprig: 1974 gegründet brachten sie erst 1981 eben erwähntes Longplay-Debüt „Time Tells No Lies“ an den Start, nur um danach über Jahre von der Bildfläche zu verschwinden. Die Troy-Brüder Tino (guitars) und Chris (bass) waren über all die Jahre diejenigen, die PRAYING MANTIS neues Leben eingehaucht haben. Dabei haben sie satte 11 Vokalisten verschlissen – auf nur 9 Alben wohlgemerkt.

Übernahm Gitarrist Tino Troy diesen Posten anfangs noch selbst, gaben sich in den Folgejahren große Namen wie Gary Barden, Paul Di´Anno, Bernie Shaw oder Doogie White die Klinke in die Hand. Am längsten weilte Tony O´Hara im Amt, das war zwischen 1997 und 2002. Aber auch ihr letzter Sänger Mike Freeland war zwischen 2008 und 2012 dabei. Neuer Mann an der Front ist jetzt der Holländer John Cuijpers, der somit das Dutzend voll macht. Ein weiteres bekanntes Bandmitglied ist Cuijpers´ Landsmann Hans In´t Zandt (VENGEANCE etc.), der seit 2013 die Stöcke bei den Briten schwingt und zeitgleich mit dem neuen Mann am Mikro kam.

 „Legacy“ nennt sich das neue, mittlerweile zehnte Studioalbum. Die erste Single „Fight For Your Honour“ macht gleich den Anfang in eine knappe Stunde – ich nehme es gerne vorweg – feinsten britischen Melodic-Stoff. Mit erhabenen Melodien, kompetenter instrumentaler Umsetzung und Cuijper´s Stimme, die perfekt ins Bild passt, holen PRAYING MANTIS zu einem Rundumschlag aus, der aufhorchen lässt. Auch in der neueren Discographie haben die Briten immer wieder bewiesen, dass mit ihnen zu rechnen ist, was sie aber auf Songs wie „The One“, „Tokyo“, „Eyes Of A Child“ oder „Better Man“ abliefern, ist frisch, durchdacht (aber nicht zu verkopft) und leidenschaftlich gespielt.

Auch der Sound von Andrew Riley sowie das bandtypische Artwork von Rodney Matthews sind sehr gelungen und runden ein enorm starkes Album ab. Wollten PRAYING MANTIS ihr zehntes Album damit feiern, dass sie ihr Meisterwerk abliefern, es ist ihnen fast gelungen. Zumindest kann sich „Legacy“ auf eine Stufe mit den Highlights in der eigenen Geschichte stellen und setzt ebenso ein Ausrufezeichen für die Konkurrenz. In einem Satz gesagt: „Legacy“ ist sowohl ein Highlight des Jahres 2015 als auch eines in der Geschichte von PRAYING MANTIS.

WERTUNG:


Trackliste:

1. Fight For Your Honour
2. The One
3. Believable
4. Tokyo
5. Better Man
6. All I See
7. Eyes Of A Child
8. The Runner
9. Against The World
10. Fallen Angel
11. Second Time Around

Stefan

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