OLIVA – Raise the Curtain

Band: Oliva
Album: Raise the Curtain
Stilrichtung: Rock
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 21.06.2013
Homepage: www.jonoliva.net

Ja ja der Mountain King Jon Oliva, was hat der gute Jon nicht schon alles gemacht? Mit SAVATAGE war er sehr erfolgreich, dann hat er noch mit dem TRANS SIBERIAN ORCHESTRA ordentlich Staub aufgewirbelt und zu guter Letzt war er noch mit seiner eigenen Band JON OLIVA’S PAIN aktiv. Nun, 30 Jahren nach seinen ersten Gehversuchen im Music Business erscheint das erste richtige Soloalbum von Jon Oliva unter dem Banner von OLIVA und mit dem Titel „Raise the Curtain“. 
Wer nun beinharten Metal ala Jon’s anderen Bands erwartet, den muss ich gleich enttäuschen! Auf diesem Album regiert der Rock, inspiriert von den 70igern und mit einem Schuss Prog gewürzt. Und wer Jon Olivia näher kennt, kann sich vermutlich auch ausmalen das sein Soloalbum recht experimentell ausgefallen ist.
Soweit schon mal zur Ausrichtung und zum Album. 
Jon selbst sagt zu dem Album, das dies das Ergebnis der Bewältigung des Todes seines Freundes Matt LaPorte darstellt und das Album zusammen mit Dan Fasciano entstanden ist. Ebenfalls sind hier die letzten Idee von Jon’s viel zu früh verstorbenen Bruder Chriss Oliva verarbeitet, was denke ich mal für sich spricht.
Jon hat bis auf das Schlagzeug alle Instrumente selbst eingespielt, beim Schlagzeug gingen ihm Dan und Chris Kinder (JON OLIVA’S PAIN) zur Hand.
So viel zu den Fakten, kommen wir nun mit dem Titeltrack „Raise the Curtain“ zum musikalischem. Man startet hier schön melodisch und hat einige interessante Riffs und Keyboardklänge zu bieten. Man merkt irgendwie gleich das man sich in einem Jon Oliva Song befindet! Ansonsten ist das Ganze eher eine überlange instrumentale Einleitung die zwischenzeitlich vom kurzen, knappen Gesängen unterbrochen wird. Trotzdem ist das Ganze irgendwie eine klasse Einleitung, hat irgendwie was!
Es folgt mit „Soul Chaser“ eine wesentlich kraftvollere Nummer, die ordentlich Dampf hat und bei der nach kurzem auch Jon ins Mikro röhrt. Chorus und Melodien passen hier wunderbar zusammen, ein Song bei dem man sich definitiv wohlfühlt und der ganz klar vom „dreckigen“ Gesang von Jon lebt. Eine Nummer die auch ganz klar auf einem JON OLIVA’S PAIN Album hätte stehen können.
Bei „Ten Years“ wird wieder fröhlich experimentiert und dahin gerockt. Das Klavier macht hier irgendwie den Unterschied aus. Interessante, rockige Melodie umschmeicheln mein Ohr und lassen meinen Fuß automatisch mitwippen. Dazu noch ein packender Chorus, fertig ist der Ohrwurm!
Nun folgt das vermutlich schon aus dem Netz bekannte „Father Time“. Ähnlich wie zuvor wieder ein Song mit dem gewissen Etwas, was vermutlich so nur Jon Oliva schreiben kann und auch zugestanden wird. Das Ganze ist nicht ganz so stark wie der Vorgänger, gehört aber trotzdem ganz klar mit zu den besten Songs auf dem Album.
Mit „I know“ wird der zweite Teil der Platte ordentlich atmosphärisch und langsam eröffnet. Es folgen das kraftvolle „Big Brother“ und das Oliva typische „Armageddon“, welche den Mittelteil nie langweilig werden lassen und den Bogen vom Anfang gut weiterspinnen.
Es geht langsam auf das Ende der Platte zu, bevor es aber soweit ist, hat uns der gute Jon mit „Stalker“ und „Can’t get away“ noch zwei gute Tracks zu bieten. Zwischendurch gibt es zwar auch ein paar Lückenfüller, aber summa summarum geht „Raise the Curtain“ absolut in Ordnung.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall sind hier “Raise the Curtain”, “Soul Chaser”, “Ten Years” und “Father Time” zu nennen.

Fazit :

Viele werden vielleicht von Jon Oliva eine reine Metalplatte erwartet haben, liegt natürlich auch nahe wenn man sich die Arbeiten mit seiner Band JON OLIVA’s Pain anschaut. Aber Jon wäre nicht Jon wenn er hier nicht ordentlich experimentiert und sich wirklich von den 70iger Rockeinflüssen schön prägen lässt!
“Raise the Curtain” ist sicherlich kein Album für jedermann, sondern eher eine Scheibe die sich an offene Rockfreunde richtet die auch mit etwas härteren Klängen etwas anfangen können.
Und genau an diese Personen erfolgt auch mein Aufruf, horcht in die Scheibe rein, denn sonst glaube ich könnte euch etwas entgehen!

WERTUNG





Trackliste:

01. Raise the Curtain
02. Soul Chaser
03. Ten Years
04. Father Time
05. I know
06. Big Brother
07. Armageddon
08. Soldier
09. Stalker
10. The Witch
11. Can’t get Away

Julian

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