MÄRVEL – Hadal Zone Express

Band: Märvel
Album: Hadal Zone Express
Spielzeit: 38:27 min
Stilrichtung: Hard Rock / Rock & Roll
Plattenfirma: Killer Cobra Records
Veröffentlichung: 28.03.2014
Homepage: www.marveltheband.com

Auffallen um jeden Preis – in dem unüberblickbaren Wust an neuen Veröffentlichungen die den Markt überschwemmen ist das heutzutage einer der wenigen Wege überhaupt noch irgendjemanden auf sich aufmerksam zu machen. Die Schweden MÄRVEL (natürlich nur echt mit dem Ümläüt) versuchen es daher einfach mal mit irre witzigen Superhelden-Masken (die leider so was von gar nicht zur Musik des Trios passen wollen), abstrusen Künstlernamen und dem Verweis auf den länderübergreifenden Fanclub MÄRVEL ARMY (das kennen wir doch auch schon von irgendwo). Das neue Album, No. 4 in der Diskographie, setzt wie die Vorgänger auf einen eingängigen Mix aus Glam, Rock & Roll und Hardrock irgendwo zwischen Kiss und den Hellacopters. Finanziert wurde die Scheibe der drei Spiessgesellen „The King“ (Gitarre und Gesang), „The Vicar“ (Schlagzeug) und Neuzugang „The Burgher“ (Bass) durch eine recht erfolgreiche Pledge Kampagne.

Als Könige des „High Energy Rock & Roll“ (Promotext) würde ich die Jungs jetzt zwar nicht bezeichnen, ein höherer Rang im Hofstaat ist mit solch grandiosen Granaten wie „Dead Rock n Roller“, „Hadal Zone Express“, „My Reward“ oder „Until The Sun Comes To Wake “ aber auf jeden Fall drin. Die Texte sind in der Tat unterhaltsam, die Instrumente wreden fachmännisch bearbeitet und aus jeder Note springt den Hörer eine ansteckende Spielfreude an. Ausserdem können die Herren richtig gute Hooklines und abwechslungsreiche Songs schreiben, was recht gut davon ablenkt, dass man das alles schon mehr als einmal gehört hat. Die Qualität macht halt den Unterschied und auf „Hadal Zone Express“ gibt es eigentlich keinen wirklichen Ausfall zu vermerken.

In einer gerechten Welt würden die Radio-Sender dieser Welt jeden neuen Morgen mit dem Titeltrack des neuen MÄRVEL Albums begrüssen und Justin Bieber dürfte, wenn er denn brav war, dem Uli H. die Zelle sauberlecken. Die Realität sieht leider etwas anders aus, so dass wir froh sein können überhaupt noch ein paar Verrückte unter uns zu haben die einfach nur gute, zeitlose Musik zocken wollen anstatt sich vor dem gleichgeschalteten Mainstream zu bücken. Wenn wir das eher lächerliche Drumherum mal weglassen, so überzeugen MÄRVEL mit einem starken neuen Album, dass zwar keinen Originalitätspreis gewinnen wird aber dafür, so wie das stilistisch recht ähnliche letzte Album von Robert Pehrsson’s Humbucker oder auch die 2012er Scheibe des Night Flight Orchestra, von vorne bis hinten hochwertigen, melodischen Gute-Laune Rock serviert. Was braucht der geschmackssicherer Rocker mehr um den Tag zu bereichern? Eben.

WERTUNG:


Trackliste:

01. Baptism
02. Dead Rock ‘n’ Roller
03. Hadal Zone Express
04. Black Money
05. Long Overdue
06. Until The Sun Comes To Wake
07. Danish Rush
08. Remember
09. Yesterday (Is Just Another Day)
10. My Reward
11. Forgettable

Mario

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