KING ZEBRA – Wild! Wild! Wild!

Band: King Zebra
Album: Wild! Wild! Wild!
Spielzeit: 42:47 min.
Stilrichtung: Hair Metal, Hardrock
Plattenfirma: Pretty Good-Lookin Records
Veröffentlichung: 31.10.2015
Homepage: www.kingzebra.ch

Da kommen ein paar Schweizer daher und wollen beweisen, dass sie nicht nur Riff-Rock können. In der jüngeren Vergangenheit haben Kapellen wie BLACK DIAMONDS gezeigt, dass das funktionieren kann. Und auch KING ZEBRA springen auf diesen Zug auf und wollen die New Wave Of Swiss Sleaze Rock ins Rollen bringen. Schon das Cover Artwork zeigt an, dass die Jungs gerne in den Achtzigern zu Hause gewesen wären. Und auch sonst ist alles auf das bunteste Jahrzehnt aller Zeiten getrimmt (außer man begab sich in den Sechzigern auf einen ausgedehnten LSD Trip). Die Geschichte von KING ZEBRA begann im Jahre 2009, als Gitarrist Chip Leather und Drummer Sacks Luther ihre Vision in die Tat umzusetzen. Dass es in der beschaulichen Schweiz aber schwieriger sein würde, geeignete Mitstreiter für ihre neue Band zu finden, hatten sie nicht auf dem Plan. Erst mit dem Einstieg mit Michael Mother (bass) und Tom Hoochy Coo (vocals) drei Jahre später waren KING ZEBRA endgültig geboren.

Nach dem Release ihres Debüts „Greatest Hits“ (die Jungs nehmen sich nicht ganz so ernst) ein Jahr später verließ Luther die Band und wurde rasch von Maxx Lexx ersetzt. Jetzt ist die Zeit reif für ein zweites Langspielalbum, das die Eidgenossen auf den Namen „Wild! Wild! Wild!“ getauft haben. Produziert hat dieses Jerry Rubin, der KING ZEBRA hinter den Kulissen auch als Rythmusgitarrist zur Seite steht. Die Musik wurzelt wie beschrieben tief in den Achtzigern und hat sich die üblichen Verdächtigen auf die Fahnen geschrieben. Angefangen von FASTER PUSSYCAT, GUNS N´ROSES oder den DANGEROUS TOYS drehen die Schweizer so manchen Stein um, um ihrem Sound noch eine Nuance hinzuzufügen.

Startet man mit „Wild Animals“ im Intro mit Didgeridoo-Klängen und diversen Wildtieren im Hintergrund, rifft sich der Vierer bald die Seele aus dem Leib und kreiert eine herrlich altmodische Atmosphäre, die wohl so manchem Sleazer gefallen könnte. Punkige, dreckige Gitarrensalven, die typische Cowbell und vieles mehr sind mit einem treibenden Beat und Gangvocals verzahnt. Neu ist das alles nicht, mitreißen kann der Opener dennoch. Mit „Never Stop Trying“ haben KING ZEBRA dann auch ein weitaus polierteres Stück mit an Bord genommen, das den Hit der Scheibe darstellt. Aber auch das folgende „Penny Hollywood“, die halbakustische Ballade „Purple Roses“ oder „Welcome To Longstreet“ können überzeugen. Dass sich auch der ein oder andere überflüssige Song („Point Of No Return“, „Too Many Rules“) auf den 10-Tracker geschlichen hat, ist selbstverständlich.

Eigenständig agieren KING ZEBRA auf ihrem Zweitling „Wild! Wild! Wild!” nicht, Spaß macht das Ganze aber trotzdem. Genrefans dürfen gerne zugreifen, wer auf Innovation steht, wird schon aufgrund des Bandnamens bzw. des Artworks abwinken. Und auch wenn die Platte in der zweiten Hälfte nachlässt, finden sich einige sehr starke Tracks, die sich bestens auf der nächsten Party machen werden.

WERTUNG:


Trackliste:

1. Wild Animals
2. Never Stop Trying
3. Penny Hollywood
4. Welcome To Longstreet
5. One By One
6. Point Of No Return
7. Whiskey
8. Purple Roses
9. Too Many Rules
10. Good Time

Stefan

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