JORN – Bring Heavy Rock To The Land

Band: Jorn
Album: Bring Heavy Rock To The Land
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 01.06.2012
Homepage: www.jornlande.com

Es gibt einige Konstanten im Metal-Business, auf die kann man sich einfach verlassen. Da hätten wir den guten AXEL RUDI PELL, der in relativ kurzen Abständen immer wieder neue Hämmer vor den Latz knallt, dabei wenige Experimente macht und immer wieder aufs Neue überzeugen kann. Ähnlich verhält es sich mit dem Norweger JORN LANDE, der wohl zu den markantesten Sängern der Neuzeit zählt. Auch er hat das Talent, obwohl er am Grundsound überhaupt gar nichts verändert, immer wieder fesseln zu können. Und obwohl mir Platten wie eine Best Of („Dukebox“), eine Live-Scheibe („Live In Black“) oder ein Tribute-Album („Dio“) eher übel aufgestoßen sind, besinnt sich der Gute anno 2012 wieder auf seine Stärken und präsentiert ein neues Studioalbum mit dem pathetischen Titel „Bring Heavy Rock To The Land“.

Nach einem Intro walzt der Titelsong den Hörer mit seinen fast 7 Minuten gnadenlos nieder. Hier werden gleich Parallelen zu „Spirit Black“ klar, auch hier bediente man sich an einem ähnlichen Rezept. Dennoch ist dies ein Einstieg nach Maß. Der Anfang von „A Thousand Cuts“  lässt gleich Vergleiche zu MANOWAR´s „The Power Of Thy Sword“ auf deren 1992er Album „The Triumph Of Steel“ wachwerden. Auch hier wetzt der Meister seine heiße Klinge, bevor es stampfend in den Song geht. Auch hier hängen Gitarren tief und das Riffing ist ein Killer. Über die stimmlichen Künste des Meisters brauche ich wohl keine Worte verlieren. Wo JORN drauf steht, ist auch JORN drin. Bei der Cover-Version von CHRISTOPHER CROSS´ „Ride Like The Wind“ hat man sich aber etwas verzettelt. Denn an die Version von SAXON kommt man hier mitnichten heran. „Cahins Around You“ gibt ordentlich Gas und lädt zum amtlichen Kopfschütteln ein. Das fast schon balladeske „The World I See“ bietet einen willkommenen Ruhepol dazu. „Time To Be King“ mutet zumindest textlich fast schon an, als wären die Lyrics von Joey DeMaio himself verfasst worden. Und hätte JORN nicht seinen relativ eigenen Sound, könnte der Song wirklich als einer der ehemaligen Kings Of Metal durchgehen. Auch die folgenden Nummern „Ride To The Guns“ und „I Came To Rock“ sind ähnlich gehalten. Möchte ja jemand am bröckelnden Thron der Amis kratzen?

Nach dem Motto „Never change a winning team“ wurde das neue Werk zusammen mit Tommy Hansen in den dänischen Jailhouse Studios realisiert.

JORN beweist auf seinem neuen Album, dass er nach dem ganzen Brimborium der letzten Jahre in der Lage ist, ein tolles Rock/Metal Album zu kreieren. Dass er dabei mit erhobenem Zeigefinger in missionarischer Manier versucht, die Leute zumindest textlich zum Rock´n Roll Livestyle zu bekehren, ist eine Gradwanderung, die schnell in die Hose gehen kann – siehe MANOWAR. Musikalisch und stimmlich aber wird hier einiges geboten und somit ist mir dieses Werk doch satte 8,5 Punkte wert.  

WERTUNG:

Trackliste:

1.My Road
2.Bring Heavy Rock To The Land
3.A Thousand Cuts
4.Ride Like The Wind
5.Chains Around You
6.The World I See
7.Time To Be King
8.Ride To The Guns
9.Black Morning
10.I Came To Rock

Stefan

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