ILLUSION SUITE – The Iron Cemetary

Band: Illusion Suite
Album: The Iron Cemetery
Spielzeit: 38:53 min
Stilrichtung: Progressive Power Metal
Plattenfirma: Power Prog
Veröffentlichung: 26.07.2013
Homepage: www.illusionsuite.net

Wenn auch bereits im Juli erschienen, wollen wir die zweite Scheibe der Finnischen Progressive Powermetaller ILLUSION SUITE dennoch nicht unter den Tisch kehren. Die bisherigen Stationen der noch recht jungen Bandgeschichte beinhalten das wohlwollend aufgenommene Debütalbum „Final Hour“ aus dem Jahr 2009 sowie Auftritte beim ProgPower USA (2010). Um den nächsten Karriereschritt anzugehen hat man Mix und Mastering der neuen Scheibe, wir ahnen es, in die Hände von Jens Bogren gelegt – in Sachen Sound kann man also schon mal Entwarnung geben und den Industriestandard erwarten. Nun ist das weite Feld des mit progressiven Elementen angereicherten Powermetal in den letzten Jahren durchaus überlaufen und viele Bands tun sich nicht gerade durch Innovation und übermäßige Eigenständigkeit hervor, sondern kleben sklavisch an den Genrekonventionen. ILLUSION SUITE halten sich zwar auch recht nah an die bewährten Formeln, schaffen es aber durchaus die oft bemängelten Punkte wie formelhaftes Songwriting, kitschige Lala-Refrains und pompöse Keyboardsuppe zu umgehen. Natürlich handelt es sich bei „The Iron Cemetery” um ein weiteres typisches Album das innerhalb der Szene um jeden Zuhörer kämpfen werden muss. Dabei haben ILLUSION SUITE aber das ein oder andere Argument.

Ein „Intro“ muss sein, klar. Das hier vertretene ist dann natürlich ebenso überflüssig wie 99% der anderen auch, also gleich weiter zu Track No. 2, „Orpheus’ Quest“, der mit fettem Riffing, aggressivem Gesang und vertrackten Rhythmen klar macht wohin die Reise geht. So richtig zünden will die Melodie aber noch nicht. Das ändert sich mit der ersten Single „Uni-Twins“ die einen packenden Refrain in die Waagschale wirft und dabei glücklicherweise den sonst gerne verwendeten Kitsch auf ein Minimum reduziert. Der Title-Track „The Iron Cemetery” sowie “When Love Fails” schwächeln dann wieder in Sachen Eingängigkeit, können den Hörer aber dank guter Gesangsleistung von Bill Makatowicz und spannender Instrumentalarbeit bei Stange halten. Die zweite Hälfte des Albums bringt dann aber unerwarteter Weise doch noch den nötigen Umschwunge, denn mit dem Triple „Nero“, „Nostradamus’ First Prophecy“ (ein schön straighter Banger mit guter Hookline) und „The Ugly Duckling“ hauen ILLUSION SUITE ein paar richtig gelungene Kompositionen raus, die sowohl Powermetal Fans als auch Progressive Anhänger begeistern dürftenund Lust auf mehr machen.

ILLUSION SUITE haben wohl noch nicht das Ende Ihrer Möglichkeiten erreicht und es gibt noch Luft nach oben was Hooklines und Individualität anbelangt. Auch ist die knappe Spielzeit von nicht mal 40 Minuten etwas dürftig. In dem Wust an ähnlichen Veröffentlichungen kann man die die Platte der Jungs aber durchaus als kleines Ausrufezeichen ansehen. Zwar kein zwingender Pflichtkauf und noch ausbaufähig, aber auf jeden Fall eine lohnende Anschaffung für Genrefreunde die neues Futter brauchen.

WERTUNG:

Trackliste:

01. Intro
02. Orpheus’ Quest
03. Uni-Twins
04. The Iron Cemetery
05. When Love Fails
06. Nero
07. Nostradamus’ First Prophecy
08. The Ugly Duckling
09. Premonition

Mario

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