FAITH CIRCUS – Turn Up The Band

Band: Faith Circus
Album: Turn Up The Band
Spielzeit: 47:00 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Melodic Rock Records
Veröffentlichung: 23.09.2013
Homepage: www.faithcircus.com

Das Leben ist hart, auch oder vielleicht speziell für Rock´n Roller. Die Norweger FAITH CIRCUS können ein Lied davon singen. Als die Band aus der Asche zweier rivalisierender Combos entstand und 2007 ein erstes Album über Kivel Records veröffentlicht wurde, schien noch alles in Ordnung zu sein in der Welt von Marc Farrano (vocals), Marius Mörch (guitars), Lasse Koester (bass) und Baard Nordvik (drums). Trotzdem lösten sich FAITH CIRCUS im August 2009 auf. Grund dafür waren mal wieder Differenzen zwischen Band und der Musikindustrie – zumindest könnte man es so interpretieren.

Aber bereits 11 Monate später reformierten sich die Jungs schon wieder mit runderneuerter Besetzung. Bassist Christer Ottesen kam neu in die Band und die nächsten zwei Jahre verwendete man darauf, zu touren. Daraus resultierte die EP „5 l.i.v.e.“, die 2012 nur digital erschien. Bereits im Oktober 2011 begannen die Arbeiten an einem zweiten Longplayer, der jetzt erst fertig geworden ist. Neben neuem Label im Rücken hat man in H.K. Rein einen neuen Gitarristen in seinen Reihen und mit „Turn Up The Band“ ein starkes neues Album am Start.

„Restless Heart“ startet frisch und äußerst rockig. Sänger Farrano hat ein Hammerorgan und auch die Gitarrenarbeit von Neuzugang Rein ist richtig geil. Wollen wir aber die Rhyhmusfraktion nicht vergessen, die eine solide Hintermannschaft bilden. Mit knatternder Harley Davidson beginnt der Titelsong, der alle Stärken der Skandinavier bündelt. Durchschlagendes Songwriting, straffe Arrangements und richtig gute Melodien machen vergessen, dass es die 90ger überhaupt gegeben hat. Das folgende „Inside The Circus“ ist ein weiteres, wenn nicht DAS Highlight auf diesem Album. Treibend und mit etwas mehr AOR Attitüde rocken FAITH CIRCUS in den siebten Himmel. Metallischer tönt „Born With The Power“ mit seinem härteren Riffing, aber der melodische Refrain weist die anfänglich ungezügelte Härte wieder in die eigenen Schranken. Und sogar ein wenig Honky Tonk Piano ist vertreten – der Song ist ein gelungener Stilmix.

Natürlich gibt es auch auf „Turn Up The Band“ Momente zum Verschnaufen. „Tears You´ve Never Cried“ ist so einer. Die Ballade ist wirklich sehr gelungen und zeichnet ganz andere Vorzüge der Band. Aber schon mit dem schneidenden Anfangsriff von „Love Me Dry“ ist man wieder mitten drin in der „normalen“ Welt von FAITH CIRCUS. Das herrlich lockere „Sunshine Radio“ (der Titel sagt wohl alles) knüpft derweil an „Inside The Circus“ an während „Follow My Voice“ zum Schluß noch mal den coolen Rocker raushängen lässt. Dazwischen gibt es mit „Firesign“ noch einmal gute Hardrockkost und mit „Into Your Heart“ was zum Kuscheln.

„Turn Up The Band“ hat alles, was ein gutes Hardrockalbum haben muss. Gute Musiker, eine aussagekräftige Stimme, einprägsame Songs, einen zeitlosen Sound (den übrigens Dennis Ward von PINK CREAM 69 auf dem Gewissen hat) und einfach eine tolle Atmosphäre. So ist das zweite Album der Norweger zwar eine Scheibe, die in der Gegenwart lebt, aber genauso gut in den späten 80gern entstanden sein könnte. Meines Wissens gibt es bei der CD-Version als Bonus noch das selbstbetitelte Erstwerk in remixter Fassung dazu. Wenn das kein Fest ist…

WERTUNG:

Trackliste:

01.    Restless Heart
02.    Turn Up The Band
03.    Inside The Circus
04.    Born With The Power
05.    Tears You´ve Never Cried
06.    Love Me Dry
07.    Sunshine Radio
08.    Firesign
09.    Into Your Heart
10.    Follow My Voice

Stefan

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