ENFORCER – Death by Fire

Band: Enforcer
Album: Death By Fire
Spielzeit: 35:47 min
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 01.02.2013
Homepage: www.enforcer.se

Das letzte Album der schwedischen (Speed)Rocker ENFORCER hat bei mir eingeschlagen wie eine Bombe und war wochenlang einfach nicht aus meinem CD-Player zu bekommen. Noch heute wird mir warm ums Herz wenn ich nur an Songtitel wie „Katana“ oder „Running In Menace“ denke. Mit großer Spannung habe ich daher das neue Werk der Jungspunde erwartet und meine entsprechend hohen Erwartungen wurden nun noch übertroffen. An der Grundausrichtung des bärenstarken Vorgängers wurde nichts verändert. Der Unterschied? Besserer Sound, noch bessere Songs und ein spielerischer Quantensprung (die Gitarrenarbeit ist durch die Bank Weltklasse).

Inmitten all dem Overkill an Veröffentlichungen die den Markt mittlerweile überschwemmen kommt manchmal eine kleine, dreckige Platte um die Ecke und schiebt das gesamte rockige Weltbild wieder mit Nachdruck zurecht. Da trennt sich dann ganz schnell die Spreu vom Weizen und, meine Fresse, ENFORCER lassen die gesamte Konkurrenz, die bisher auf Augenhöhe mitgehechelt ist, mit „Death By Fire“ mal ganz locker im Staub am Wegesrand zurück. Das Album beginnt mit einer halben Minute Piano und dann geht sie ab, die Lucy. 9 Songs in gerade mal 36 Minuten, davon mit dem genannten Intro und dem stark an alte Iron Maiden angelehnten „Crystal Suite“ zwei Instrumentals. ENFORCER halten sich nicht mit Balladen und ähnlichem Firlefanz auf, sondern föhnen die Gehörgänge mit astreinem, mit beiden Füssen fest in den 80ern verwurzelten, Metal frei. Aggressivität, Punch, Speed, Riffs und massentaugliche Melodien – alles da. Der einzige Kritikpunkt, den ich bei der Vorgängerscheibe ausmachen konnte (der etwas flache, extrem Bassarme Sound) wurde komplett auf links gedreht. Die Songs schieben sowas von massiv aus den Boxen, dass es eine wahre Freude ist. Shouter Olof Wikstrand, der nach dem Abgang des Gitarristen Adam Zaars auch noch die zweite Klampfe übernommen hat, singt und schreit sich durch die fette halbe Stunde wie ein junger Sebastian Bach auf Ritalin-Entzug. Eine Überhymne jagt die nächste, jeder Song schlägt ohne Umwege direkt auf die 12 und wenn der Refrain kommt, dann gibt’s auch tatsächlich noch die nötige Steigerung die der Konkurrenz eben meistens nicht gelingt und die dich begeistert mitgröhlen lässt. Ein hochprozentiger, süchtig machender Cocktail aus „Too fast for Love“, „Appetite for Destruction“ und „Killers“. Heavy Fucking Retro Metal at its Best! Ich bin entzückt.

Highlights? „Bells Of Hades“, „Death Rides This Night“, „Run For Your Life“, „Mesmerized By Fire“, „Take Me Out This Nightmare“, „Crystal Suite“, „Sacrified“, „Silent Hour / The Conjugation“, „Satan“

Da muss sich der Rest der (Schweden)Schar aber verdammt warm anziehen. Kaufen! Bangen! Glücklichsein!

WERTUNG:

Trackliste:

01. Bells Of Hades
02. Death Rides This Night
03. Run For Your Life
04. Mesmerized By Fire
05. Take Me Out This Nightmare
06. Crystal Suite
07. Sacrified
08. Silent Hour / The Conjugation
09. Satan

Mario

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