DRAGONHAMMER – The X Experiment

Band: Dragonhammer
Album: The X Experiment
Spielzeit: 45:01 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: My Kingdom Music
Veröffentlichung: 02.12.2013
Homepage: www.facebook.com/dragonhammer.official

Die Italiener DRAGONHAMMER bestehen bereits seit 1999 und haben Ihre Fans nun geschlagene 9 Jahre auf ein neues Lebenszeichen warten lassen. Nach dem zweiten Werk „Time For Expiation“ aus dem Jahr 2004 wurde es lange Zeit still um Sänger und Gitarrist Max Aguzzi sowie seinen Mitstreiter Gae Amodio am Bass. Nun präsentieren die beiden, verstärkt durch einen neuen Keyboarder und eine 2te Gitarre (sowie einem Sessiondrummer) auf Ihrer neuesten Scheibe wieder den typischen, Keyboard bewehrten Powermetal wie ihn die Zielgruppe schätzt und natürlich auch erwartet. Rechnet man noch das ambitionierte, futuristisch angehauchte Konzept der Scheibe sowie die bei einer Italienischen Band beinahe unausweichlichen Schenkelklopfer bei der Englischen Aussprache hinzu, so sind die Zutaten für ein weiteres klischeetriefendes Tralala-Powermetalalbum vom Reisbrett theoretisch gegeben. Aber, siehe da, die Scheibe umschifft die meisten typischen Stolperfallen geschickt und läuft dann doch recht gut rein. Die vom Label gezogene Prog Karte lassen wir aber besser mal gleich stecken, denn mit Progressive Power Metal haben die Szene-konformen, schön straight gestrickten Kompositionen so viel zu tun, wie Lady Gaga mit senegalesischem Freejazz. Das ist aber eigentlich völlig nebensächlich, denn auch so kann man mit „The X Experiment“ die ein oder andere unterhaltsame Stunde verbringen.

Wie bereits angedeutet haut Sänger Aguzzi, ebenso wie viele seiner Landsleute, das ein oder andere Mal ganz schön ins Mett wenn es um die Aussprache der Texte geht. Das fällt bei den flotten Speedern glücklicherweise weitestgehend nicht auf. Bei dem ruhigeren „Follow Your Star“ oder dem Titeltrack ist aber schon mal ein verschmitztes Grinsen nicht zu vermeiden. Seine unprätentiösen Melodien und angenehme Stimme aber verleihen den Songs eine ganz eigene Note und vermeiden Kitsch so gut es geht. Das wir uns nicht missverstehen – wer seine Band tatsächlich DRAGONHAMMER nennt, der bedient auch genug Klischees in Bild und Ton: die Drums kennen nur eine Richtung – immer geradeaus, die Gitarren versuchen sich immer wieder an melodischen Neuinterpretationen von Dream Theater Arrangements und Soli (siehe „Escape“, das sich ziemlich dreist bei „Pull Me Under“ bedient) und die Keyboards hauen einem die Fanfaren um die Ohren das es wie unterm Weihnachtsbaum klingelt. Aber, hey, die Songs funktionieren und das ist die doch Hauptsache. Hinzu kommen noch eine Handvoll gelungener Gastbeiträge an Mikrofon und Leadgitarre und fertig ist ein zwar nicht bahnbrechendes, aber doch abwechlungsreiches und stilvolles Powermetal Album.

Wer auf gut gemachten, bodenständigen Powermetal, made in bella Italia, steht, sollte das neueste Opus von DRAGONHAMMER auf jeden Fall auf den Einkaufszettel schreiben. Nicht spektakulär aber durch und durch solide.

WERTUNG: 

Trackliste:

01. It’s Beginning
02. The End Of The World
03. Seek In The Ice
04. The X Experiment
05. Escape
06. My Destiny
07. The Others
08. Follow Your Star
09. Last Solution

Mario

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