DAMNATION PLAN – The Wakening

Band: Damnation Plan
Album: The Wakening
Spielzeit: 46:01 min
Plattenfirma: Coroner Records
Veröffentlichung: 12.03.0213
Homepage: www.damnationplan.com

Das Artwork ist stimmig, die Promofotos machen was her und der Sound wurde von Dan Swanö gemischt und gemastert … was kann da schon groß schiefgehen ?, denkt sich der interessierte Fan und schiebt erwartungsfroh die Scheiblette in der Player … tja, leider ist selbst nach dem 7ten Durchlauf bei mir, trotz der genannten Rahmenbedingungen, nicht sonderlich viel Positives vom Einstand der finnischen Melodic-Deathmetal Kapelle DAMNATION PLAN hängen geblieben. Die Probleme fangen eigentlich schon bei der selbstgewählten Stilbeschreibung an, denn von Deathmetal kann hier beim besten Willen keine Rede sein. Da gibt‘s mal ein wenig Prog, eine Prise Metalcore, etwas Gegrowle noch obendrauf und noch ein Schüsschen melodischen Gesang hinzu. Agressivitätslevel = NULL. Packende Widerhakenmelodien = NULL. Das Ganze ist weder Fisch noch Fleisch. Das Ganze dann noch in Kombination mit ziemlich blutarmen Songs – da wird’s dann schon schwer bei der anvisierten Zielgruppe.

Dabei ist handwerklich alles im grünen Bereich: die Drums knuppen genau so, wie man es in diesem Genre gewöhnt ist, die Gitarren riffen und solieren was das Zeug hält und es werden, wie bei dieser Konstellation nicht anders zu erwarten, die Strophen ordentlich gebellt und gekeift, die Refrains dann schön brav mit „großen“ Melodien versehen (die aber leider allzu oft im Nirgendwo versanden). Gut, das machen andere Kapellen ebenso und oft genug funktioniert das auch. Der Haken bei DAMNATION PLAN ist halt, dass das alles völlig beliebig und austauschbar klingt. Die Musiker sind gut, keine Frage. Der im Booklet als „harsch“ propagierte Gesang von Tommy Tuovinen ist auch nicht wirklich schlecht und der für die Clean-Passagen zuständige Sänger Asim Searah verrichtet seinen Dienst ebenfalls zufriedenstellend. Aber herausragend oder überraschend ist hier wirklich nichts (außer der Tatsache, dass die Band tatsächlich beinahe 10 Jahre gebraucht hat um „The Wakening“ einzutüten). Zählt man die nicht im offiziellen Lineup aufgezählten, omnipräsenten Keyboards noch hinzu, sind hier insgesamt 7 Musiker am Werk, was der Platte ebenfalls nicht wirklich gut tut. „The Unknown Presence” oder der Titeltrack stehen beispielhaft für die restlichen Songs die sich nur minimal voneinander unterscheiden (von der laschen Ballade “Ashes” mal abgesehen).

Unterm Strich hapert es also sowohl beim Songwriting als auch bei der seltsam seelenlosen Darbietung, so dass sich DAMNATION PLAN schnell als Reisbrett Band ohne Profil und durchschlagende Argumente disqualifizieren und wohl schnell wieder in der Versenkung verschwinden dürften. Schade eigentlich, denn das Zeug zu einem starken Album haben die Jungs im Grunde.

WERTUNG:

Trackliste:

01. Intro
02. The Unknown Presence
03. Blindsighted
04. The Wakening
05. Edge Of Machinery
06. Crimson Skies
07. Walk Of Illusion
08. Ashes
09. Resurrected (Within Ourselves)
10. Grand World Anthem

Mario

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