CRAZY LIXX – Crazy Lixx

Band: Crazy Lixx
Album: Crazy Lixx
Spielzeit: 49:32 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 07.11.2014
Homepage: www.crazylixx.com

Normalerweise taufen Rockbands ihr Debütalbum gleich auf den Namen der Band. Nicht so die Schweden CRAZY LIXX, die das mittlerweile vierte Langeisen schlicht „Crazy Lixx“ benannt haben. Laut Aussagen von Frontmann Danny Rexon ist dieser Longplayer die Essenz von CRAZY LIXX. Nach dem mittlerweile vergriffenen, enorm starken Erstling „Loud Minority“ folgte mit „New Religion“ ein formidabler Nachfolger, der allerdings weniger Ecken und Kanten hatte. Mit dem letzten Werk „Riot Anvenue“ bewegte man sich auf etwas härterer Schiene und stieß damit die Fans etwas vor den Kopf. Auch weil die durchgängig starke Kompositionsleistung der ersten beiden Platten hier nicht gegeben war. Mit „Crazy Lixx“ wollen Danny Rexon (vocals), das Gitarrenduo Andy Zata (alias Dawson) und Edd Liam sowie Neuzugang Jens Sjoholm (bass) und Rückkehrer Joel Cirera (drums) nun ihr Manifest abliefern.

10 neue Songs plus der Neueinspielung des Hits “Heroes Are Forever” sollen es richten. Dass die Konkurrenz nicht schläft, dürfte nicht nur ein recht starker Jahrgang 2014 mit zahlreichen hungrigen neuen Bands gezeigt haben. Doch schon mit dem Opener „Hell Raising Women“ haben die Schweden ein heißes Eisen im Feuer. Sauber produziert von Danny Rexon und Andy Zata knallt die Nummer mit der richtigen Portion an Hooks, fetten Gitarren und Melodie aus den Boxen. Schon beim folgenden Song gibt es zumindest textlich eine Anlehnung an das bereits erwähnte Debüt. „Sound Of The Loud Minority“ hat dennoch nichts mit dem 2007 erschienen Album zu tun. Allenfalls das extrem eingängige Konstrukt aus dicken Background-Chören und abwechslungsreichen Songstrukturen erinnert an die alten Zeiten.

Aber es befinden sich noch einige weitere Highlights auf dem Silberling. Bei „All Looks, No Hooks“ rutscht wahrscheinlich jedem Melodie-Fetischisten ein Ei aus der Hose und bei dem Gedanken an „Girls Of The 80´s“ sowieso. Natürlich ist auch der dazugehörige Song ein Hit. Dazwischen gibt es mit dem schlüssigen „Outlaw“ oder dem etwas flotteren „Ain´t No Rest In Rock´n Roll“ genügend gutes Material. Warum man sich das ursprünglich 2006 erschienene „Heroes Are Forever“ noch einmal vorgeknöpft hat und in einer Neueinspielung mit auf „Crazy Lixx“ packt, erschließt sich mir nicht so ganz. Wahrscheinlich weil es die dazugehörige CD nicht mehr käuflich zu erwerben gibt. Die Originalversion klingt allerdings spontaner und um einiges frischer.

Dennoch geht der Plan der Schweden auf: „Crazy Lixx“ ist ein starkes Statement und kann neben den ersten beiden Alben locker bestehen. Vielleicht hat Danny Rexon sogar mit seiner Behauptung recht, dass wir es hier mit der Essenz von CRAZY LIXX zu tun haben.

WERTUNG:


Trackliste:

01. Hell Raising Women
02. Sound Of The Loud Minority
03. Outlaw
04. Girls Of The 80´s
05. I Missed The Mark
06. All Looks, No Hooks
07. Ain´t No Rest In Rock´n Roll
08. Call To Action
09. Heroes Are Forever (Re-Recorded)
10. Psycho City
11. Wrecking Ball Crew

Stefan

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