COASTLAND RIDE – On Top Of The World

Band: Coastland Ride
Album: On Top Of The World
Spielzeit: 47:08 min
Plattenfirma: Avenue Of Allies
Veröffentlichung: 09.12.2011
Homepage: www.myspace.com/coastlandride

„An einem schönen Tag im Sommer 1997 trafen sich die drei langjährigen Freunde und Musiker Mikael Bohlin (g., k.), Anders Rybank (k., g., b.) und Markus Nordenberg (v.) auf einen Kaffee und entwickelten dabei die Idee, gemeinsame Sache zu machen“ ist im Info zur neuen Platte der Schweden COASTLAND RIDE zu lesen. Treffender hätte man die neue Scheibe nicht umschreiben können (wenn man bei den gängigen Klischees bleiben will), denn Rockmusiker treffen sich nicht auf einen Kaffee, sondern sie schlabbern das ein oder andere Bierchen, bevor sie auf die Idee kommen, zusammen eine Band zu gründen. In Skandinavien ist das wahrscheinlich sehr viel öfter der Fall als anderswo, denn dort sind die Winter lang und dunkel und außer musizieren und Alkoholgenuss gibt es wohl nicht sehr viel (zumindest stellt sich das der Durchschnitts-Deutsche das so vor :-))
OK, worauf ich eigentlich hinaus möchte. Die Musik, die der Schweden-Dreier auch auf seinem zweiten Album „On Top Of The World“ präsentiert, hat zum Großteil absolut nichts mit Rock zu tun. Geboten wird lupenreiner Westcoast gepaart mit typischen 80ger Pop-Elementen. Als große Ausnahme möchte ich den Opener „Act Of Faith“ herausheben, der die Scheibe wirklich gut beginnen lässt. Aber ähnlich wie beim selbstbetitelten Debüt kommt nach einer „Rocknummer“ ein ums andere Mal ein bisschen weniger Rock und mehr Pop zum Zuge, bis sich bei manch gestandenem Heavy-Freak die Dauerwelle aufstellt. Aber wir wollen doch ein wenig über den Tellerrand schielen und dem Album eine faire Chance geben.

Nach dem schon erwähnten guten Einstieg drückt das Trio mit „Wait“ schon ein wenig auf die Bremse, aber das Stück hat einen tollen Refrain und ist gut gemacht. Beim Titeltrack kommen die Westcoast-Elemente auf einen Schlag zum Vorschein. Ab da besteht „On Top Of The World“ nur noch aus Popmusik. Und auch wenn ich mich wirklich eingängig mit dem Album beschäftigt habe, wird es mir ab hier zu seicht. Manchmal gibt es ein kurzes Aufatmen (z.B. bei „Made Up My Mind“ oder „Nail Me To The Cross“), bevor sich wieder geplegte Langeweile einstellt. Genau das gleiche Problem hatte ich auch schon beim Debüt, das ähnlich gut startete, mit fortgeschrittener Laufzeit aber wirklich absolut nix mehr für einen Rockmusikfan zu bieten hatte.

Vielleicht hätte man das Werk eher „On Top Of The Pops“ taufen sollen, denn nichts anderes ist es auch: ein Popalbum, das zwar weitab vom üblichen Radio-Gedudel angesiedelt ist, gleichzeitig aber definitiv nicht in die Rockabteilung gehört. Das macht es zwar nicht schlecht, aber ich kann „On Top Of The World“ bis auf einige wenige Songs nichts abgewinnen – Sorry!

WERTUNG:

Trackliste:

1.Act Of Faith (One Million Reasons)
2.Wait
3.On Top Of The World
4.Second Chance
5.Made Up My Mind
6.Sandra
7.Save You From Yourself
8.Lodestar
9.Strange Confusion
10.Jericho Falls
11.Nail Me On The Cross

Stefan

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