BLACKMORE´S NIGHT – Dancer And The Moon

Band: Blackmore’s Night
Album: Dancer and the Moon
Spielzeit: 55:03
Releasetermin: 14.06.2013
Plattenfirma: Frontiers Records
Stilrichtung: Folk/Renaissance Rock
Homepage: www.blackmoresnight.com

Seit 16 Jahren tingeln Oberbarde Ritchie Blackmore und seine Hofdame Candice Night nun mittlerweile schon durch die Lande und veröffentlichen mit „Dancer of the Moon“ bereits ihr 9. Album. Die Hardrockgemeinde hat den Schock verdaut, dass Ritchie dem Sound von Deep Purple und Rainbow den Rücken gekehrt hat um die gemeinsame Leidenschaft mit seiner Frau Candice für Renaissance und Folk Rock durch BLACKMORE’S NIGHT auszuleben.

Mich hat der Sound der Band vom ersten Album an gefesselt, nicht zuletzt bei unseren Rollenspielrunden liefen die Alben rauf und runter. Der Vorgänger „Autumn Sky“ ist zwar etwas schwächer geraten, um so gespannter war ich auf das neue Werk.

Ein echtes Highlight ist auf jeden Fall das durch russische Folklore inspirierte „Troika“. Das Stück geht direkt in’s Ohr und man wippt unweigerlich zum Rhythmus mit.
Ebenfalls zum Tanzen lädt der Titeltrack ein, der am stärksten an die frühen Werke der Band erinnert. Der Song dürfte ab sofort einen festen Platz in der Live-Setlist haben.

Balladenfreunde werden mit „The Last Leaf“, „Somewhere Over The Sea (The Moon Is Shining)“ und „The Spinner’s Tale“ bedient, die angenehme Stimme von Candice und das akustische Gitarrenspiel von Meister Blackmore sind einfach purer Genuss. Trotzdem fehlt den Songs der letzte Kick im Vergleich zu früheren Stücken.

Bei den instrumentalen Stücken hebt sich besonders „Minstrels in the hall“ ab, bei welchem Ritchies Klänge nur von Schellen untermalt werden. „Galliard“ ist klassischer BLACKMORE’S NIGHT Stoff und das dritte Instrumental „Carry On… Jon“ bekommt weiter unten noch seine Würdigung.

Coversongs finden man wie immer auch: „I Think It’s Going To Rain Today“ von Randy Newman in einer netten, aber nicht weltbewegenden Version, auch wenn die traurig/tragischen Note des Originals verloren geht. Als Opener ist dieser Song in meinen Augen auf jeden Fall ein Fehlgriff.
Viel besser umgesetzt wurde der Uriah Heep Klassiker „Lady in Black“. Man schafft den Spagat das Original weit genug zu verändern um eine völlig neue Interpretation zu kreieren ohne die Magie des Songs zu zerstören. Klasse!
Aus dem Hause Rainbow gibt es dann noch mit „The Temple of the King“ eine echte Perle. Gerade bei diesem Stück sehne ich mich nach einem Duett mit Ronnie James Dio, leider werden wir nie in diesen Genuss kommen. Die Umsetzung ist sehr gelungen, zudem bekommt man viel von Mr. Blackmore an der Stromgitarre zu hören.

Den Abschluss bildet das bereits weiter oben erwähnte „Carry On… Jon“: eine gefühlvolle und rührende Hommage an den letztes Jahr verstorbenen Jon Lord (Deep Purple) inklusive Hammond-Orgelklängen, dem Markenzeichen dieses virtuosen Musikers.

Fazit:
„Dancer and the moon“ hat etwas weniger frische Ideen, und die Ohrwurmdichte der ersten Werke wird nicht mehr erreicht. Der Silberling ist aber alles andere als schlecht und Fans der Band werden auch diesmal ihren Spaß mit dem Album haben.

WERTUNG: 

Trackliste:

01. I Think It’s Going To Rain Today
02. Troika
03. The Last Leaf
04. Lady In Black
05. Minstrels In The Hall
06. Temple Of The King
07. Dancer And The Moon
08. Galliard
09. The Ashgrove
10. Somewhere Over The Sea (The Moon Is Shining)
11. The Moon Is Shining (Somewhere Over The Sea)
12. The Spinner’s Tale
13. Carry On… Jon

Chris

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