ANNIHILATOR – Feast

Band: Annihilator
Album:  Feast
Spielzeit: 49:37 min.
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma:  UDR/EMI
Veröffentlichung:  23.08.2013
Homepage:  www.annihilatormetal.com

Die kanadische Thrash Legende ist zurück! Seit fast 30 Jahren ist die Band von Mastermind Jeff Waters mittlerweile aktiv und kann auf eine beeindruckende Liste an Veröffentlichungen zurückblicken, einige Genre-Klassiker inklusive. Nun gilt es zu klären, wo sich Album Nummer vierzehn namens „Feast“ einreihen kann und ob es das Level des starken Vorgängers „Annihilator“ von 2010 halten, oder gar toppen kann. 

Der Opener „Deadlock“ beginnt mit einem für ANNIHILATOR typischen Riff, der Song geht rasant und druckvoll nach Vorne. Sänger und Gitarrist Dave Padden hat mir anno 2003/2004 als neuer Frontmann nicht so sehr gefallen, mittlerweile passt er zum Sound der Kanadier wie die Faust auf’s Auge! „No way out“ erinnert an die Frühzeit der Band, mit vielen Tempowechseln, Breaks und komplex arrangiert, sozusagen „Alison Hell“ zu „King of the Kill“ Zeiten eingespielt. Ein absolutes Highlight! „Smear Campaign“ hält das hohen Niveau, geht etwas treibender und groovender zur Sache, bietet aber trotzdem jede Menge Melodie. Mit „No surrender“ folgt dann ein sehr interessanter Song mit leicht poppigem Einstieg, gefolgt von einem treibenden Groove bis im Mittelteil das Gaspedal kräftig durchgetreten wird. Im ersten Moment ungewöhnlich, entfaltet aber schnell sein Potential.

Dann folgt eine kleine Auszeit: bei „Wrapped“ hat man den Landsmann Danko Jones hinter’s Mikro geladen, der Song ist etwas gezügelter und im Vergleich zu den vier bisherigen Stücken eher unspektakulär. Die folgende Ballade „Perfect Angel Eyes“ ist sowohl textlich als auch musikalisch eine Ecke zu kitschig, zumal die Band mit Songs wie „Phoenix rising“ schon deutlich bessere Stücke der ruhigeren Sorte geschrieben hat. 

Nach diesen zwei schwächeren Stücken zeigt die Qualitätskurve aber wieder nach oben: „Demon Code“ ist die nächste treibende, riffbeladene Groove-Maschine, „Fight the world“ ein knapp siebenminütiges Feuerwerk, bei dem besonders die erstklassige Thrash Metal Instrumentalarbeit von Meister Waters begeistern kann. Das abschließende „One falls, two rise“ setzt in puncto Spielzeit noch einen drauf, achteinhalb Minuten gibt es zum Abschluss. Nebenbei zeigen die Jungs während den ersten zweieinhalb Minuten, dass sie auch ganz genau wissen wie man gelungene Power-Balladen schreibt! Danach wird dann wieder der Knüppel aus dem Sack geholt. Hier ist keine Minute langweilig!

Zum technischen Level braucht man bei ANNIHILATOR wohl keine Worte mehr verlieren, die Songs sind auf einem gewohnt hohen Niveau, großartige, treibende und messerscharfe Riffs wechseln sich mit erstklassigen Soli ab, ein absoluter Ohrenschmaus.

Für mich ist „Feast“ das beste Album der Band seit einigen Jahren. Die Symbiose des Sounds der Veröffentlichungen in den 80ern/90ern und einem zeitgemäßen Klangbild ist absolut gelungen. Produktion, Mix und Mastering hat Waters gleich selbst in den Watersound Studios in die Hand genommen. 

Fans von ANNIHILATOR können bedenkenlos zugreifen. Wer die Band entdecken möchte, macht mit „Feast“ auch nichts falsch, gibt es doch als Bonus der Limited Edition 15 Bandklassiker neu eingespielt und von Dave Padden eingesungen. 

WERTUNG:





Trackliste:

1. Deadlock
2. No Way Out
3. Smear Campaign
4. No Surrender
5. Wrapped
6. Perfect Angel Eyes
7. Demon Code
8. Fight The World
9. One Falls, Two Rise


Chris

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