ANGELS OF BABYLON – Thundergod

Band: Angels of Babylon
Album: Thundergod
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 18.06.2013
Homepage: www.reverbnation.com/rhinoangelsofbabylon

Ah ja der gute Rhino und seine Band ANGELS OF BABYLON. Der Ex MANOWAR Schlagzeuger gründete die Truppe 2008 um 2010 das Debütalbum „Kingdom of Evil“ über das Label Metal Heaven zu veröffentlichen. Mir gefiel das Album damals ganz gut, es bekam aber unterschiedliche Kritiken von den Fans und der Fachpresse und man musste Sorge haben das Rhino die Band schon zu Grabe getragen hatte, so ruhig war es in den letzten Jahren um die Band.
Aber weit gefehlt, mit neuem Label im Rücken und veränderter Mannschaft präsentiert man uns nun das lang erwartete zweite Album „Thundergod“. Der Name kommt nicht von ungefähr, widmet Rhino den gleichnamigen Titelsong doch seinem  guten Kumpel, den viel zu früh verstorbenen Ex Manowar Schlagzeuger Scott Columbus.
Wie schon gesagt gab es auch personelle Änderungen, einen ganz entscheidende ist das der Sänger getauscht wurde und man höre und staune Rhino selbst nun das Mirko schwingt! Ich war ja sehr erstaunt darüber und war sehr gespannt was ich zu hören bekomme, aber dazu später mehr. Schlagzeuger die singen können gibt es ja durchaus, bestes Beispiel ist EDENS CURSE Trommler Pete Newdeck, der bei TAINTED NATION hinter dem Mikro steht.
Musikalisch erwartet uns hier wie auch schon beim ersten Album ein klassisches Heavy/Powermetal Album, welches dieses Mal noch einen Ticken kompakter und melodischer aus den Boxen tönen soll.
Nun, finden wir heraus ob das alles so stimmt und horchen direkt in den Opener und schon angesprochenen Titeltrack „Thundergod“ rein. Mit treibenden Drums legt die Nummer direkt los. Bollernde Bassläufe sowie schneidende Riffs unterstützen das kraftvolle und punktgenaue Spiel von Rhino und dann, ja dann erschallt zum ersten Mal der Gesang von Rhino und was soll ich sagen so schlecht man der Gute den Job gar nicht!
Natürlich ist er (noch) kein absoluter Übersänger aber für einen Schlagzeuger singt er ganz passabel und mit ordentlich Druck. Die Nummer ist auf jeden Fall ein erstklassiger Opener und bläst ordentlich den Staub aus den Boxen! Klasse Teil!
Anschließend gibt es mit „Sondrio“ eine etwas langsamere, aber keinesfalls weniger druck vollere Nummer auf die Ohren. Natürlich steht hier der Gesang von Rhino ein wenig mehr im Vordergrund und wie auch schon zuvor macht der Gute seine Sache hier sehr gut. Der Chorus ist ebenfalls wieder schön schmissig. Auch hier macht man also nicht viel verkehrt.
Die anschließenden „Queen Warrior“ und „What have you become“ laufen ebenfalls ganz gut in die Gehörgänge. Gerade letzterer Track ist aufgrund seiner langsamen Geschwindigkeit wieder richtig schön druckvoll.
Mit „The Enemy“ gibt es im Anschluss eine durchschnittliche Nummer, bevor wir
in der Mitte des Albums mit „White Star Line“ einen recht progressiven Track haben, der wieder richtig ordentlich durch die Boxen brettert. Etwas später haben wir dann mit dem absoluten Killerohrwurm „True Brothers“ den bisherigen Höhepunkt des Albums vor der Flinte. Geiler Track, der sich umgehend in den Gehörgängen festfrisst, das kann ich euch versprechen!
Die Zeit vergeht hier wie im Flug denn ratz, fatz sind wir auch schon im letzten Teil der Platte angekommen, wo uns mit „King of all Kings“ und „Bullet“ erneut richtig starke Tracks geboten werden, die das gesamte Album erneut gut widerspiegeln und schlussendlich auch gut beschließen!

Anspieltipps:

Hier muss ich dieses Mal auf jeden Fall den Opener “Thundergod”, Sondrio”, “White Star Line”, “True Brothers” und „King of all Kings“ erwähnen.

Fazit :

Wie schon erwähnt, fand ich das Debütalbum von ANGELS OF BABYLON damals schon recht gut. Nachdem ich aber hörte das Rhino der damalige Sänger David Fefolt abhanden gekommen ist hatte ich schon Angst und Bange!
Aber oh Wunder Rhino selbst macht seinen Job hinter dem Mikro mehr als ordentlich und auch die Platte selbst hat richtig starke Tracks im Gepäck! Alles wirkt griffiger und kompakter als noch auf dem Debüt, bis zum ganz großen Wurf fehlt aber noch ein Stückchen.
Auf jeden Fall haben sich die Jungs bei “Thundergod” ein großes Stück gesteigert und ich hoffe das die Grandler vom ersten Album die Leistung nun auch anerkennen, dem hier Tribut gezollten Scott Columbus dürfte das Ganze auf jeden Fall gefallen haben!
Man sollte sich die Platte auf jeden Fall einmal genauer zu Gemüte führen und nicht entgehen lassen!

WERTUNG: 

Trackliste:

01. Thundergod
02. Sondrio
03. Queen Warrior
04. What have you become
05. White Star Line
06. The Enemy
07. True Brothers
08. Redemption
09. King of all Kings
10. Turning to Stone
11. Bullet

Julian

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